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Referat: Zusammenfassung zum Thema Symbiose (Biologie)

Alles zu Symbiose

Symbiose


Die Symbiose bezeichnet das Zusammenleben artverschiedener, aneinander angepasster Organismen zu gegenseitigem Nutzen. Sprachlich kommt der Begriff vom griechischen Verb symbioun und bedeutet: „zusammenleben“.
In der Regel bezeichnet man den größeren Symbiosepartner als Wirt, den kleineren als Symbiont. Sobald das „Ausnutzen“ einer Leistung ohne Gegenleistung durch einen Partner stattfindet, kann man die interspezifische Beziehung nicht mehr als Symbiose bezeichnen, sondern als Parasitismus. Die Grenzen sind dabei fließend.
Mutualismus
- Symbiose, bei der beide Partner Nutzen ziehen
- gelegentliche und lockere interspezifische Beziehung (nicht notwendig)
Beispiel: Putzsymbiose
- Entfernung von Außenparasiten an Fischen durch 10 cm großen Putzerlippfisch Labroides
- Fische schwimmen in das Revier der Putzerfische, ins Korallenriff („Putzerstube“)
- Kunden öffnen ihr Maul ( für die Putzerfische eine Aufforderung zur Reinigung
- laut einer Beobachtung säubern Putzerfische in 6 Stunden über 300 Kunden
- Sie decken somit den größten Teil ihres Nahrungsbedarfes durch den Verzehr von Außenparasiten ab

Bedeutung der Putzerfische:
- als Teil eines Experimentes wurden in einem Korallenriff alle Putzerfische gefangen
- darauf folgte eine Abwanderung des Großteiles der Fische aus dem Riff
- wenige verbleibende ortstreue Fische zeigten nach 2 Wochen zum großen Teil
Hautschäden und verpilzte Stellen
Ektosymbiose
- Symbiont außerhalb des Wirtes

Beispiel: Seeanemone und Einsiedlerkrebs:
- Einsiedlerkrebs (besorgt Nahrung) und Seeanemone (bietet Schutz durch Nesselzellen)
- oft behält der Einsiedlerkrebs, wenn er sein Gehäuse wechselt, sogar seine Seeanemone und
setzt sie extra auf das neue Gehäuse
Obligate Symbiose (Eusymbiose)
- Stoff- und Nahrungsprodukte eines Partners für den anderen unbedingt lebensnotwendig
- Symbiosepartner liegen immer zusammen und nie einzeln vor
Beispiel: Flechten -bestehen aus sog. Pilzhyphen (Pilzgeflecht), die Algen beherbergen. Während die
Algen die Pilze mit Zucker und Sauerstoff versorgen, geben Pilze der Alge Wasser und Mineralien
Endosymbiose
- Symbiont innerhalb des Wirtes
- bei einseitiger und zudem noch schwer verdaulicher Nahrung, wie z. B. Cellulose
- Symbionten = oft celluloseabbauende Bakterien
Beispiel: Termiten
- Geißeltierchen, im Darm, zersetzen Nahrung (Holz) in Bestandteile
- produzieren dabei im Rahmen ihres Stoffwechsels Produkte wie Fettsäuren oder Milchsäuren,
die dann von den Termiten weiterverwertet werden können

Symbiose im Menschen
Auch der Mensch profitiert von Symbiose. Der menschliche Darm beherbergt etwa zehn bis 100 Milliarden Bakterien. Für etwa 400 Bakterienarten, die in uns siedeln, ist unser Darm ein Paradies. Sie finden dort ideale Bedingungen vor, ausreichend Nahrung und ein sauerstofffreies Milieu, was sie für ihren anaeroben (ohne Sauerstoff) Stoffwechsel benötigen.Einige Stoffwechselprodukte und Verdauungsmechanismen der Mikroorganismen sind dem Menschen von Nutzen. So geschieht zum Beispiel unsere Versorgung mit Vitamin K mit Hilfe der Darmbakterien. Zusätzlich werden organische Säuren und Bacteriocine produziert, die keimtötend oder wachstumshemmend wirken. Dadurch wird es für neu eingefangene Bakterien, die eventuell Krankheitserreger sein könnten, schwieriger, im Darm zu überleben.
Problematisch für den Menschen wird es, wenn einmal die Symbiose gestört wird. Dies kann durch die Verabreichung von Antibiotika zu Stande kommen und führt auch zu einem Absterben der „guten“ Bakterien des Darmes, wodurch sich pathogene (krankheitserregende ) Bakterien leichter ausbreiten können.
Inhalt
Symbiose

Unterteilt in ihre wichtigsten Unterarten, kurze Beispiele dazu.
Dann noch eine kleine Erläuterung über Symbiose im Menschen.

Mutualismus, Ektosymbiose, Obligate Symbiose (Eusymbiose), Endosymbiose, Symbiose im Menschen

Beispiele:Putzerlippfisch, Seeanemone und Einsiedlerkrebs, Flechten, Termiten (486 Wörter)
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18.08.2008 von Longfinger
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