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Referat: Zusammenfassung: Farbige Hochdruckgrafik

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Farbige Hochdruckgrafik



Man spricht von Farbgrafik, wenn statt schwarz oder zu ihm dazutretend Buntfarben das Bildgefüge bestimmen. Das Konzept einer Farbgrafik beruht auf der Ensemblewirkung ihrer Entstehungsfaktoren. Die Technik des Druckens setzt allerdings Grenzen, denn Farbgrafik ist keine Malerei, das heißt, dass die grafischen Abstraktionsstufen des Helldunkel zwischen Schwarz, Grau und Weiß auf die Buntfarben übertragen werden. Dafür gibt es gibt zwei generelle Möglichkeiten:
Die erste ist, dass diese Stufen statt Schwarz, Grau und Weiß nun vielleicht Rotbraun, Ocker und Beige werden. Also in einer Farbfamilie verwandter Richtung bleiben.
Die zweite Möglichkeit ist, dass die Bildobjekte eigenwertige Farben erhalten, die im Zusammenspiel bunt und gegensätzlich in der Farbrichtung sind, z.B. die Farben Blau, Rot und Gelb.
Vor dem Druck muss man genau überlegen, welche Farben man für den Druck wählt, denn jede Farbe muss gedruckt werden. Allerdings weiß man, dass die Anzahl der Farbtöne im Druckbild größer ist als die der tatsächlichen Druckvorgänge. Dies kommt durch das überlappende Drucken von durchscheinenden Farben und dadurch entstehen Mischfarben. Gelb und Blau zum Beispiel ergeben lasierend übereinandergedruckt Grün. Wenn man einen Farbdruck machen will, muss man also bei der Herstellung der beiden Druckstöcke an die Form denken, die Grün erscheinen soll.
Aus dem Mischen bzw. überdrucken können sieben Farben entstehen, denn man kann aus den Primärfarben Rot, Gelb und Blau die Sekundärfarben Grün, Orange und Lila mischen und aus allen Farben zusammen entsteht ein dunkles Braun.

Mehrplattenfarbdruck:
Wichtig ist, dass für jede zu druckende Farbe eine Form geschnitten werden muss. Dies hat den Vorteil, dass man die Auflage nachdrucken oder eventuell später variieren kann und dass eine Farbtonvermehrung mit Hilfe der Transparenzfarben möglich ist. Der Nachteil des Mahrplattenfarbdruck besteht im Aufwand des verschiedentlichen Schneidens eines Motives.
Jede Farbe wird als Auszugsphase aus dem Gesamtbild betrachtet. Auf diese Weise besteht das Risiko das die einzelnen Formen beim Drucken nicht genau zusammenpassen.

Puzzledruck:
Bei diesem Druck erspart man sich Druckgänge, indem man den Druckstock in Abschnitte teilt und diese einzeln einfärbt. Nach dem Färben werden sie wieder zusammengefügt und als ganzes Bild einmal gedruckt.
Ein weiteres Verfahren ist der Eliminationsdruck, der auch den Namen Reduzierschnitt oder Druck der „verlorenen Platte“ trägt.
Dabei werden die einzelnen Farbphrasen immer von der gleichen Platte gedruckt. Diese Platte wird zwischenzeitlich bearbeitet, indem nach jedem Druckvorgang, aus der druckenden Fläche das wegschneidet, was von der eben gedruckten Farbe weiterhin, also nach der nächsten Druckphase, zu sehen sein soll. Die druckende Fläche wird von Mal zu Mal weniger, also reduziert. Am Ende des Druckes besteht die Platte nur noch aus dem Rest, dem zu Folge aus der letzten Farbphase des Bildes, sie ist „verlorengegangen“.
Diese Technologie verwendete Picasso bei seinen berühmten Linolschnitten in den 50er Jahren mit Bravour und hat Vorteile der Zeit-, Material- und Arbeitsersparnis. Denn anstatt vier Platten, wird bei diesem Verfahren nur eine geschnitten und diese hat bei exaktem Drucken den Vorteil absoluter Passergenauigkeit. Foto zeigen
Der Nachteil dieser Technologie ist, dass es keine Nachauflage geben kann, da ja nur eine Platte vorhanden ist.
Mit der ersten Phase wird über die Höhe der Auflage einschließlich der Fehldrucke entschieden. Selbst beim Einsatz transparenter Druckfarben ist eine Farbtonmultiplizierung nicht möglich, weil der nächstfolgende Überdruck flächenmäßig kleiner und immer in den Grenzen der vorangehenden Druckfläche erfolgt.
Die Farbgrafik lebt auch im Hochdruckbereich vom Experiment. Die Verfahren werden kombiniert und gemischt. Der Einsatz von dick aufgetragenen und deckenden Farben eröffnet beim Drucken viele Möglichkeiten, den sinnlichen Charakter eines grafischen Blattes mit deutlicher Nähe zum Materialdruck und zur Monotypie hevorzuheben.
Inhalt
Farbige Hochdruckgrafik ist eine besondere Druckform der Hochdruckgrafik. Man spricht von Farbgrafik, wenn statt schwarz oder zu ihm dazutretend Buntfarben das Bildgefüge bestimmen. Ich habe mit dem Buch Praxis Kunst, Druckfrafik vom Schroedelverlag (Autoren: Berger, Roland; Walch, Josef) gearbeitet. (577 Wörter)
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26.09.2005 von unbekannt
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