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Referat: Der Sahel - ein gefährdetes Gebiet

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Der Sahel- ein gefährdetes Gebiet



Der Sahel- allgemeine Fakten:
Die Sahelzone ist der Übergangsbereich zwischen der Wüste Sahara und der afrikanischen Trockensavanne. Sie ist ein breiter Trockengürtel der sich vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt. Die Breitenausdehnung liegt zwischen 100 und 200 km bei einer Längenausdehnung von circa 6000 km. Anteile an der Sahelzone haben die folgenden 7 Staaten: Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger, Tschad, Sudan, Äthiopien. In der Sahelzone herrscht jeden Monat eine Durchschnittstemperatur von über 20°C und fast drei viertel des Jahres bläst ein trockener Nordostpassat. Regen fällt meistens zwischen Juli und September. Die Jährliche Niederschlagsmenge liegt zwischen 100 und 300mm.Die Vegetation besteht aus relativ kargen Gras- und Strauchsavannen. Die Pflanzen haben meist tiefes Wurzelwerk und kleine, Wasser speichernde Blätter. Häufig anzufinden sind Akazien, Dornensträucher, sowie Affenbrotbäume.

Probleme der Sahel-Zone:
1968 war das Jahr, in dem alles begann. Es regnete einfach nicht mehr. So begann eine Trockenzeit, in der die Dürre den einst äußerst fruchtbaren Boden austrocknen ließ und eine Katastrophe zur Folge hatte. Diese extreme Hungers- und Wassernot dauerte noch bis 1973 –was allerdings nicht heißt, dass der Sahel heute keinen Wassermangel mehr hätte- und führte dazu, dass der Boden knochentrocken wurde. Die Nomaden und Bauern wurden durch das Tiersterben bzw. durch die sich wiederholenden Missernten bettelarm und mussten in die Großstädte ziehen. Hierdurch wurden diese allerdings so sehr überfüllt, dass nun auch dort die Armut und der Hunger Einzug hielten. Aufgrund der kargen Weidelandschaften mussten die Viehnomaden sich auf die gesamte Sahel-Zone ausbreiten und sogar noch darüber hinaus ihre Tiere weiden lassen. Wenn der Regen schließlich doch kommt, so prallt er nur von dem steinartigen Boden ab, anstatt in ihn einzudringen -da es nicht genügend Bäume gibt um ihn aufzulockern- und es bilden sich reißende Flüsse, die den fruchtbaren Boden mit sich reißen und unfruchtbaren, sandigen Boden zurücklassen. Zudem legen diese Flüsse die Baumwurzeln frei, die in der Sonnenglut absterben. Dies führt jedoch wiederum dazu, dass die Bäume den Boden nicht mehr auflockern können und somit ein Teufelskreis entsteht. Auch die Bewohner (Nomaden und Bauern) fällen die Bäume, um so Energie zum Kochen zu gewinnen und schaufeln sich somit (unwissend) ihr eigenes Grab.
Problembehebung und Lösungsansätze
Die einzig ordentliche Möglichkeit diese Probleme in den Griff zu bekommen ist, den Boden so zu präparieren, dass er die Feuchtigkeit aufnehmen kann. Hierfür werden durch finanzielle Unterstützung von Industrienationen Steinwälle errichtet, die die Felder vor den Wassermassen und der Sonneneinstrahlung schützen sollen. Der Kauf von LKWs unterstützt dieses Unternehmen zusätzlich. Das einzige Problem ist jedoch, dass die Bevölkerung aufgrund ihrer Verarmung bereits größtenteils in die Städte abgewandert ist, weshalb die Arbeitskräfte fehlen, die für dieses Unternehmen benötigt werden.
Inhalt
Welche Probleme hat die Sahel-Zone?
Welche Ursachen gibt es hierfür und welche Lösungsansätze kann man finden? (440 Wörter)
Hochgeladen
05.10.2004 von unbekannt
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