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Kurzgeschichteanalyse

Alles zu Peter Bichsel  - Die Tochter

13.10.2000


Kurzgeschichtenanalyse: Die Tochter
Die Kurzgeschichte „Die Tochter“ von Peter Bichsel handelt von einem Ehepaar, deren Tochter durch ihre Arbeit in der Stadt den Tagesrhythmus ihrer Eltern durcheinandergebracht hat. Deutlich wird dies bei den Essenszeiten: „Seit sie [...], aßen sie erst um halb acht. Früher hatten sie eine Stunde eher gegessen.“ (Z. 2ff).Dadurch wird die Abhängigkeit der Eltern von ihrer Tochter gekennzeichnet, denn sie haben ihr ganzes Leben auf die Tochter fixiert.
Während des Wartens auf ihr Kind schwelgen die Eheleute in der Vergangenheit: „Sie war immer ein liebes Kind.“ (Z. 9) und ihre auch ihre sonstigen Gespräche sind nur auf die Tochter ausgelegt. Durch die Komparative „größer gewachsen“ (Z. 8) und „blonder“ (Z. 8) wächst der Anschein, dass sie ihre Tochter immer höher stellen als sich und sie für etwas Besseres, Besonderes halten. Einerseits wissen die Eltern ganz genau über ihre Tochter Bescheid, dass in ihrem Zimmer sogar „eine Schachtel Zigaretten“ (Z.13f) vorhanden ist und dass sie ihr Bahnabonnement in einem „ rot[en] Etui“ (Z. 23) aufbewahrt, andererseits wissen sie aber auch gar nichts von ihr, denn sie ist nicht mitteilsam: „Sie wusste aber nichts zu sagen.“ (Z. 20f). Das Ehepaar denkt auch daran wie sie „in Tearooms lächelnd Zigaretten raucht“ (Z. 19), und obwohl sie eine Abneigung gegen Rauchen haben beschreiben sie die Situation in blumiger Weise (lächelnd), weil ihre Tochter ja nichts machen würde, was nicht gut ist. Wichtig für die Zwei ist das „zusammen essen“ (Z. 28), denn wenn die Tochter in die Stadt zieht kehrt der Alltag mit seiner Eintönigkeit wieder ein und sie würden „wieder um halb sieben essen“ (Z. 30) und der Vater würde „wieder seine Zeitung lesen“, denn nur die Tochter bringt Abwechslung in ihr Leben. In den gesprochenen Sätzen liegen oft keine Zusammenhänge: „Sie ist wie Deine Schwester“ (Z. 34) gegenüber „Andere Mädchen rauchen auch“ (Z. 36), dadurch wird deutlich, dass die Eltern nur nebeneinander herleben und die Tochter das einzige Bindeglied zwischen den beiden ist. Trotzdem besteht kein Kontakt zwischen den beiden Lebenswelten von Tochter und Eltern, denn sie resigniert häufig deren Fragen: „Oft fragten sie sie, [...]. Sie wusste aber nichts zu sagen“ (Z. 20f); „ ‚Sag mal was auf französisch.’ Sie wusste aber nichts zu sagen“ (Z.41). Zum Schluss sagt die Mutter: „Ich habe den Zug gehört“ (Z. 44) ( Erleichterung, denn das ist die Erlösung aus der Monotonie.
Der Titel passt sehr gut zu der Geschichte, denn die Tochter ist ja das Hauptthema des Ehepaares und ihr eigentlicher Lebensinhalt.

Inhalt
Analyse der Kurzgeschichte "die Tochter" von Peter Bichsel (kurz, aber gut)! (412 Wörter)
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