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Die Spiegelreflexkamera - historisch-technischer Überblick und Typen

Alles zu Mikroskope und Kameras

Die Spiegelreflexkamera



Historisch-technischer Überblick
Typen moderner Kleinbildkameras
Die einäugige Spiegelreflexkamera
Objektivtypen und Bildgestaltung
Zusammenhang von Empfindlichkeit, Belichtungszeit und Blende

Die Spiegelreflexkamera
- Niépce (1765 - 1833), er war Photochemiker und arbeitete auf allen Gebieten der Photographie. Er gilt als der Erfinder der Photographie auf Glas, für die er Albumin als Schicht benutzte. Er experimentierte mit der Herstellung von getonten Abzügen durch Verwendung von Uransalzen.
- Mit der Entwicklung immer besserer und empfindlicherer Aufnahmematerialien wandelte sich die Fotografie im Laufe der Zeit von einer geheimnisvollen Kunst zu solidem Handwerk bis heute zu einer Technik für Jedermann.
- Als die Geburtsstunde der modernen Massenfototechnik gilt die „Erfindung“ des konfektionierten Aufnahmemateriales auf der Basis von 35mm-Kinofilm - heute „Kleinbild“ genannt - durch die Firma Leica im Jahre 1913.

Die Spiegelreflexkamera
Sucherkamera: Die optischen Systeme von Sucher und Aufnahmeoptik sind getrennt und unabhängig voneinander.
Vorteil: einfache Konstruktion, billig
Nachteil: Parallaxenverschiebung, keine sinnvolle Verwendung von Wechselobjektiven

Einäugige Spiegelreflexkamera
Das Bild des selben Objektives wird entweder im Sucher betrach- tet oder auf den Film bzw. Chip gelenkt.
Vorteil: keine Parallaxenverschiebung, genaue Beurteilung von Bildausschnitt und Schärfe möglich. Ideales System für Wechselobjektive.
Nachteil: aufwändige Konstruktion, empfindlich, teuer

Zweiäugige Spiegelreflexkamera:
Die optischen Systeme von Sucher und Aufnahmeoptik sind mechanisch miteinander verbunden.
Vorteil: bessere Kontrolle von Perspektive und Schärfe
Nachteil: Parallaxenverschiebung, keine sinnvolle Verwendung von Wechselobjektiven

Aufbau und Funktion
Die Spiegelreflexkamera (SLR) kennt zwei Betriebssituationen: Suchen und Aufnahme. Beim Suchen gelangt das vom Objektiv erzeugte Bild über den Klappspiegel (1) auf die Mattscheibe (2). Durch eine Lupe (4) betrachtet der Anwender das vom Pentaprisma (3) aufrecht und seitenrichtig dargestellte Mattscheibenbild. 4 Wenn eine Aufnahme ausgelöst wird, verschließt der Klappspiegel (1) das Suchersystem (2,3,4) und gibt den Strahlengang in Richtung Film bzw. Chip frei. Zur genauen Belichtungssteuerung befindet sich vor dem Aufnahmematerial ein Metalllamellenschlitzverschluss (30s ... 1/4000 s).

Die einäugige Spiegelreflexkamera
Objektivtypen und Bildgestaltung
- Normalobjektiv: Bildwinkel und perspektivische Darstellung entsprechen den normalen Sehgewohnheiten mit bloßem Auge.
- Weitwinkelobjektiv: Der Bildwinkel ist größer und perspektivische Darstellung deutlich überbetont.
- Teleobjektiv: Der Bildwinkel ist kleiner und die perspektivische Darstellung deutlich flacher. (Fernglas)

Die Empfindlichkeit des verwendeten Filmmateriales oder - bei Digitalkameras des Chips - wird in ISO angegeben. Üblich sind Werte zwischen ISO 100 und 1600. Dabei bedeutet jeweils eine Verdopplung des Zahlenwertes auch die doppelte Empfindlichkeit.

Die Blendenzahl beschreibt das Verhältnis von Brennweite zu Öffnung eines Objektives und ist ein Maß für die eingelassene Lichtmenge. Die sog. "Blendenreihe" (1.4, 2.8, 5.6, ..., 11, 22) beschreibt eine Zahlenfolge, bei der sich die wirksame Fläche des Objektivs jeweils halbiert bzw. verdoppelt.

Die Belichtungszeit wird durch den Verschluss gesteuert und reicht bei modernen Kameras von 30s bis 1/4000s. Zusammen mit der eingestellten Blendenzahl muss sich die für das Aufnahmematerial erforderliche Belichtung ergeben.

Belichtung = Zeit x Beleuchtungsstärke
Inhalt
Präsentation über die Spiegelreflexkamera, ihren Aufbau und ihre Funktionsweise. Neben einem historisch-technischen Überblick, werden Typen moderner Kleinbildkameras vorgestellt, die einäugige Spiegelreflexkamera, Objektivtypen und Bildgestaltung thematisiert. Ergänzend wird der Zusammenhang von Empfindlichkeit, Belichtungszeit und Blende erläutert.
(7 Folien) (454 Wörter)
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15.03.2005 von esb
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