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Hitlers Rede an die Hitlerjugend auf dem Parteitag 1935 - Analyse

Alles zu Drittes Reich, Nationalsozialismus (1933-1945)Das Regime des Nationalsozialismus nutzte die Sprache als Mittel, um ihre Ideologie in die Köpfe der Menschen zu implementieren. Auf dem Parteitag 1935 hielt Adolf Hitler eine Rede an die Hitlerjugend, in welcher der "vergiftende" Einfluss der Sprache eklatant ausgeprägt ist. Hitler wendete rhetorische Strategien als Instrument an zur Aufwertung, Abwertung und Beschwichtigung seiner Weltanschauung, um das Publikum zu beeinflussen.

Zeile 1 ("Deutsche Jugend!") offenbart eine direkte Ansprache an die Zuhörer, der erste Teil der Rede dient dazu die Aufmerksamkeit der Jugendlichen zu erwecken - gleicherweise "Erheischen des Wohlwollens". Dementsprechend sollen die Mitglieder der Hitlerjugend ihm wohlwollend gegenüberstehen. Durch die gesamte Rede ziehen sich durchgehend militärische Begriffe, vergleichsweise "Appell" (Z.2). Weitere Stilmittel wie das Correctio von Zeile 5-6 intensivieren die suggestive Wirkung der Rede. Damit expliziert Hitler das Wachstum und die Etablierung des Nationalsozialismus. Er behauptet in Deutschland habe sich lediglich der Nationalsozialismus bewährt: Seit der Weimarer. Republik sei das Idealbild des Mannes hervorragend erblüht - konkretisiert durch die Akkumulation in Zeile 11 anhand von Begriffen wie "diszipliniert, straffer und strammer". Bei alledem ist die beabsichtigt gewählte Verwendung von Personalpronomen von maßgeblicher Bedeutung: Zu Beginn adressierte Hitler die Jugendlichen mit "ihr" - die Hitlerjugend fühlt sich angesprochen und wird gelobt, die Jugendlichen erfahren, sie seien von großer Bedeutung. Im späteren Verlauf wird teils zu dem Personalpronomen "wir" gewechselt, womit Hitler sich selbst mit einbezieht, er wolle nicht nur Forderungen stellen, sondern ebenso zeigen, welche Leistungen bereits erbracht wurden und den Fokus auf das Relevante richten.Dies dient der Motivation seiner Zuhörer. Demgegenüber impliziert die Verwendung von "ich" die Signifikanz Hitlers "Führer"-Position, sein Verlangen nach bedingungslosem Gehorsam, et cetera.
Hitler wollte bei der Hitlerjugend den Glauben erwecken die Anfänge der "Vernunft" entstünden in der Jugend als Veränderung aus dem Inneren der Gesellschaft bis an ihre äußeren Ränder.
Durch diese Manifestation des Pragmatismus hinsichtlich einer exorbitanten Entfaltung in der Öffentlichkeit wird die Vermittlung neuer Werte intendiert.
Der Vergleich alter Werte, durch welche sich die Menschen erst als gesellschaftlich anerkannt sahen, mit den neuen Werten - Wetterfestigkeit, Härte, Aushalten von Schlägen, Marschieren etc. - überliefert den Zuhörern ein "Schwarz-Weiß"-Denken. Die nationalsozialistischen soldatisch Eigenschaften seien die einzig wahren Werte. Hitlers Offenbarung pragmatischen Handelns war für die Gesamtheit der Menschen der belangreichste Grundsatz. (vergleichsweise Z.44 "Wir reden nicht, wir handeln") Die Selbstverständlichkeit der Verpflichtung zum Soldatendienst wurde daher bedenkenlos toleriert, gleicherweise sei die Erziehung einer idealen Jugend, welche in den frühen Jahren startet, eine selbstverständliche, staatliche Verpflichtung. Die Rede erlangt die Geltung dieser Aspekte dadurch, dass Hitler die Zuhörer zur Identifikation mit dem Nationalsozialismus einlädt und eigennützige Ziele als Steigerung des Gemeinwohls darstellt. Beispielsweise verbindet er nationalsozialistische Weltansichten wie den bedingungslosen Gehorsam und die vollkommene Unterlegenheit vor höheren Autoritäten mit positiven Werten und stellt diesen als einzigen Garant für das Erreichen seiner Ziele dar. Lediglich durch das Befolgen von Befehlen könne eine Gemeinschaft erfolgreich sein, zudem fundiere die Stärke der Jugendgemeinschaft auf Disziplin. Demzufolge erregt Hitler in den Individuen das Bedürfnis durch den eigenen Gehorsam und der eigenen Disziplin der Jugendgemeinschaft an Stärke zu verleihen, das Individuum sieht sich als Teil der Gesamtheit die Gemeinschaft zu erfüllen.
Unwahrheiten in Reden zu integrieren war für Hitler eine eingängige Erwartungsnorm, insbesondere im Schluss seiner Rede sind die Lügen unübersehbar.

Hitlers Propagierung der Rechtfertigung seines Vorgehens und Vorbereitung auf die Zukunft erreichte er durch sein Ansehen vor dem Publikum und der Beeinflussung der Zuhörer.
Inhalt
Analyse der Rede Hitlers an die Hitlerjugend auf dem Parteitag 1935 mit Schwerpunkt darauf, welche Strategien Hitler nutzte um sein Publikum zu beeinflussen mittels Verwendung der Sprache und sprachlichen Gestaltungsmitteln. (599 Wörter)
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14.05.2020 von harvardoriginals
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