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Facharbeit: Mein Tag im Kindergarten

Alles zu Förder-und Sonderpädagogik

INALTSVERZEICHNIS


Forschungsinteresse
Vorstellung des Kindergartens
Fuhr ABC
Mein Tag im Kindergarten
Rückblick mit Inhalt und Methodik
Anhang

FORSCHUNGSINTERESSE:
Das Verhalten zwischen KindergärtnernInnen und Kindern des Kindergartens Fuhr und die Lernmethoden im Kindergarten.
Der Schwerpunkt meiner Beobachtungen im Kindergarten Fuhr, war das Verhalten zwischen Kindergärtnern bzw. Kindergärtnerinnen und Kindern des Kindergartens Fuhr und die dort angewandte Lernpädagogik (Lernmethoden).
Kinder wollen die Welt begreifen und Wissen erwerben und ErzieherInnen schaffen den Kindern in ihrem Spiel eine Wirklichkeit, in der sie auf die Zukunft vorbereitet werden. Damit werden unbewusst anspruchsvolle Ziele gesetzt. Mit dem herkömmlichen Freispiel im Kindergarten sind solche Sehnsüchte und Wünsche der Kinder nicht zu erfüllen. Denn das kreative Potential eines spontanen Gruppenspiels, das Kinder über alles lieben, braucht einen geschützten Spielraum und einen Spielleiter der auf alles gefasst sein muss und spontan reagieren kann, damit Missverständnisse und Missmut ein schönes Spiel nicht zu schnell verderben.
Wenn man spielenden Kindern im Kindergarten zuschaut, dann kann es sein, dass man von der Ernsthaftigkeit und ebenso von der Fröhlichkeit der Kinder überrascht ist. Man staunt über die Leichtigkeit, wie sich Spielhandlungen entwickeln und über die soziale Geschicklichkeit, wie ein Miteinander entsteht und besonders über die Fantasie, mit der die Kinder ihre eigene Spielwelt gestalten.
Fuhr
Städtische Tageseinrichtung für Kinder
Rankestraße 15
42719 Solingen
Leitung Wolfgang Flemm
Telefon(02 12) 31 97 19
Fax(02 12) 230 8980
eMail kita-fuhr@solingen.de
Öffnungszeiten Montag-Donnerstag 7.00 - 16.30 Uhr,
Freitag 7.00 - 16.00 Uhr
Gruppen / Art und Anzahl der Plätze / Plätze gesamt
1 Kigagruppe ohne Übermittagbetreuung / 25 Tagesplätze im Kindergarten / 25
1 Kigagruppe mit Block-Öffnungszeit bis 14.00 Uhr / 25 Kindergartenplätze (bis 14.00 Uhr) / 25
2 Kigagruppen mit Übermittagbetreuung / 20 Tagesplätze im Kindergarten / 40
1 altersgemischte Gruppe "Groß" / 10 Tagesplätze im Kindergarten, 10 Plätze für Schulkinder / 20
1 Hort / 20 Plätze für Schulkinder / 20
Plätze in der Einrichtung insgesamt 130
FUHR-ABC
A= Adresse
Tageseinrichtung für Kinder Fuhr
Rankestr. 15
42719 Solingen
Tel. 0212/319719
Fax 02127 230 89 80
E-Mail Kita-Fuhr@solingen.de
Aufnahmekriterien
hängen an der blauen Pinnwand neben dem Büro.

B= Betriebsferien
Unsere Einrichtung bleibt jeweils die letzten 3 Wochen der Sommerferien geschlossen. Sollte es Ihnen nicht möglich sein in dieser Zeit ebenfalls Urlaub zu nehmen, stehen Ihnen die Kollegen der Tageseinrichtung für Kinder Altenhofer-str. Tel. 0212/598 99 55 gerne zur Verfügung.
In Absprache mit dem Rat der Tageseinrichtung ist es möglich, dass die Einrichtung zwischen Weihnachten und Neujahr schließt (wenn kein Bedarf besteht).
C= Cafeteria
Hier findet das tägliche Frühstück, das Mittagessen, sowie ein Imbiss am Nachmittag statt. Bitte geben Sie Ihrem Kind ein Teil (z.B. Käse, Wurst, Brot, Gemüse u.a.) pro Woche mit.
D= Dienstbesprechung
Mittwoch ist ab 16.00 Uhr Dienstbesprechung. Damit alle KollegenInnen daran teilnehmen können, bitten wir Sie, die Kinder bis zu diesem Zeitpunkt abzuholen. Von 16.00 Uhr bis 16.30 Uhr ist nur noch eine Betreuung in der Halle gewährleistet.
E= Elternsprechtage
finden 2 x jährlich statt. Termine hierfür geben wir rechtzeitig bekannt.
Elternrat
Zu Beginn eines jeden Kindergartenjahres findet eine Elternversammlung statt, aus der Elternrat für das neue Kindergartenjahr gewählt wird. Der Elternrat tagt 2-3 mal jährlich und ist als Verbindung zwischen Personal, Träger und Elternschaft in alle wichtigen Entscheidungen und Planungen einbezogen.
F= Funktionsräume

Folgende Funktionsräume stehen Ihren Kindern zur Verfügung:
> Kreativraum/Malraum
> Rollenspielraum
> Spielraum für jüngere Kinder
> Spielecafe
> Hauswirtschaftsraum
> Cafeteria
> Fotolabor
> Werkraum
> Hausaufgabenraum/Mehrzweckraum
> Computerraum
> Bücherei - Vorleseraum
> Entspannungsraum
> Bewegungsraum
> Spieleraum für ältere Kinder
G= Geburtstagsfeiern
werden von den Kindern gerne veranstaltet. Wir feiern mit Liedern, Geburtstagsgeschenken (von uns), Essen (besorgen Sie) und Spielen. Bitte sprechen Sie den Termin mit uns ab.
H= Hausaufgaben
werden täglich im Hausaufgabenraum unter Beaufsichtigung bis spätestens 15.00 Uhr erledigt.
Hausschuhe
Bitte geben Sie Ihrem Kind Hausschuhe mit (mit Namen versehen). Sie ersparen sich und uns permanentes Suchen.
I = Informationen
finden Sie an sämtlichen Pinnwänden der Einrichtung.

J = Jedem
geben wir Ihr Kind nicht mit. Wird Ihr Kind nicht von einem Elternteil abgeholt, sollten Sie uns sagen, wer das Kind abholt, ansonsten können wir Ihr Kind nicht mitgeben. Geschwisterkinder müssen mindestens 10 Jahre alt sein, dann können sie das Kindergartenkind auch abholen.
Sollte Ihr Kind mal alleine gehen wollen/sollen, müssen Sie bitte einen Zettel unterschreiben (liegt im Büro).
K= Kranke
Kinder gehören grundsätzlich nicht in den Kindergarten. Wenn Ihr Kind einmal krank ist, benachrichtigen Sie uns bitte umgehend. Nach überstandenen Infektionskrankheiten (Masern, Scharlach etc.) benötigen wir eine ärztliche Bescheinigung.
Kindergartenkasse
Wir sammeln jährlich Büro 18,- ein, um damit außerplanmäßige Ausgaben tätigen zu können. Getätigte Ausgaben können jederzeit im Büro kontrolliert werden.
L= Ladenschluss
Mo.-Do. 7.00-16.30Uhr
Fr.7.00 - 14.00 Uhr, bis 16.00 Uhr Spätdienst für Kinder, deren Eltern so lange
arbeiten müssen.
M= Mittagessen
gibt es in der Cafeteria ab 12.15 Uhr für die Kindergartenkinder
ab 13.15 Uhr für die Schulkinder.
N= Nachhauseweg
bitte geben Sie uns Bescheid, wenn Sie Ihr Kind abgeholt haben und wenn es alleine gehen darf.
O= Offenes Arbeiten
das pädagogische Konzept der Einrichtung (kann im Büro für Büro 0,50) käuflich er¬worben werden). Natürlich arbeiten wir auch in den Funktionsräumen nach diesem Konzept.
P= PraktikantenInnen
die Erzieherinnenausbildung machen möchten, sind in allen Räumen vertreten und unterstützen unsere Arbeit. Neue Gesichter stellen sich schriftlich zu Beginn eines Praktikums vor.
Q= QuerdenkerInnen
sind willkommen, d.h. für Kritik (gerne auch positive) und Anregungen sind wir stets offen.
R= Regelmäßiger
Kindergartenbesuch ist für unsere pädagogische Arbeit ausgesprochen wichtig. So werden zum einen Freundschaften vertieft und zum anderen eine kontinuierliche Förderung und Beobachtung Ihres Kindes ermöglicht.
S= Süßigkeiten
bitte nur an den Geburtstagen mit in die Einrichtung geben (falls von den Kindern gewünscht). Ansonsten immer so viel, dass es für alle reicht.
T= Turnsachen
wie Turnhose, T-Shirt und Turnschuhe bitte in der Einrichtung lassen und (ganz wich¬tig) mit Namen kennzeichnen.
U= Unterschiedliche
Tagesabläufe und Öffnungszeiten innerhalb der Funktionsräume. Bitte fragen Sie bei Unklarheiten nach.
V= Vorbereitung
ist wichtig, um das pädagogische Konzept durchzuführen. In der Vorbereitung wer¬den alle spezifischen Dinge (z.B. Elternabende, Projekte, Angebote, Kinderbeobachtungen) geplant und besprochen.

W= Wechselkleidung
erspart allen Ärger. Bitte sorgen Sie für ausreichend Wechselwäsche (Unterwäsche, Pullis, Hosen etc.). Bitte überprüfen Sie öfters den Inhalt des Beutels und versehen Sie die Sachen mit Namen.
Wechselwäsche sollte zweckmäßig und der Jahreszeit angepasst sein. Wichtig: wäh¬len Sie Kleidung, die auch schmutzig werden kann.
X= x - beliebiges Spielzeug
Ihres Kindes darf mitgebracht werden - nur Suchen müssen Sie dann selber.
Y= "Yokohama"
oder wo immer sich Ihr Kind auch befindet. Sollte es aus welchem Grund auch immer einmal fehlen, rufen Sie bitte kurz an 31 97 19, sonst müssen wir für die Tages¬kinder das Essen (Euro 2,30) berechnen.
Z= Zusammenarbeit (gute)
erfordert Interesse am Gesamtgeschehen der Einrichtung, sowie Gesprächs¬bereitschaft Ihrerseits. Wir nehmen uns gerne Zeit für Sie.

Mein Tag im Kindergarten
Ich öffnete die extra schwere Tür und betrat einen mit gelben Licht hell erleuchteten Raum. An der Decke der Eingangshalle waren Tücher gespannt und in der Mitte des Raumes standen zwei kleine Tische mit jeweils vier Stühlchen. Alles wirkte sehr klein und erinnerte mich an Schneewittchen mit den kleinen Bächerchen, Stühlchen, Bettchen..... Dann kam mir eine Frau mit ausgestrecktem Arm und einem fröhlichen Grinsen entgegen. "Ich bin Kathrin, die Vertreterin von Herrn Flemm. Er ist zurzeit auf Urlaub, daher empfange ich dich und nicht er selber. Also, du bist gekommen um dir den Ablauf des Tages im Kindergarten anzuschauen. Wie möchtest du vorgehen?" "Also, ich werde erst mal so durch den Kindergarten gehen und mir dann ein paar Notizen für meine Hausarbeit machen." "Okay, wenn du meinst. Wenn du irgendwelche Fragen oder sonst was hast, kannst du jeden von uns fragen. Es werden dir alle gerne helfen." Sagte Kathrin mit einem grinsen und brauste davon durch eine Tür an der "Nur für Personal" stand. "Hallo Omar. Ich bin Karin. Ich glaub du kennst mich noch, oder? Du warst mit meiner Tochter zusammen in der Grundschule in der gleichen Klasse. Juliane....." "Klar!" erwiderte ich und erinnerte mich an Juliane. Wir waren zusammen in der Grundschule gewesen, als sie dann ,aus mir immer noch Rätselhaften Gründen, von der Schule ging. "Okay, also ich bin heute für dich zuständig. Ich werde dir erst mal den Kindergarten zeigen und danach kannst du selber rumgehen und dir so viele Notizen machen wie du möchtest." Karin stand auf und wir gingen durch den Kindergarten. Sie zeigte mir jeden Raum und erzählte mir zu jeden Raum etwas. Zum Beispiel, dass im Bastelraum immer nur Kinder sein durften, wenn ein Kindergärtner dabei ist. "Aus Sicherheitsgründen versteht sich. Hier gibt es eine Menge Sachen womit sich die Kinder verletzen könnten." Wir gingen weiter als uns plötzlich eine große dünne Frau mit schwarzen Haaren und einem wutverzerrtem Gesicht entgegen kam, in den Bastelraum ging und die Tür zu donnerte. Ein Geruch von Zigaretten stieg mir in die Nase. "Huj..... Das ist Monika. Die kennst du wahrscheinlich auch, aber heute ist sie irgendwie nicht gut gelaunt. Ich weiß nicht, irgendwas muss passiert sein oder so...... Okay. Also Monika ist für den Bastelraum verantwortlich und bietet bei den Angeboten, die wirst du gleich auch sehen, Basteln an. Hier im Kindergarten ist jede Erzieherin für einen Raum verantwortlich. Ich bin für den "Verkleidungsraum" zuständig." Wir gingen weiter und zum Schluss kamen wir wieder in der Eingangshalle an. Karin drehte sich zu mir um und sagte: " Also, dass war's. Du hast alle Räume gesehen. Komm mal kurz mit und ich zeig dir, wo du deine Jacke aufhängen kannst." Karin drehte sich wieder um und sie ging gerade Wegs auf die Tür mit der Aufschrift "Nur für Personal" zu. Das war der gleiche Raum den auch Kathrin betreten hat. "Nur für Personal" und heute gehöre ich dazu. Karin öffnete die Tür und wir betraten einen dunklen Flur mit einer weiteren Tür am andern Ende. Ich hörte ein leises Murmeln hinter der Tür .Wir durchquerten den Flur und ich fragte mich was für ein Raum sich hinter der Tür verbargen möge. Vielleicht irgendwas geheimnisvolles, mysteriöses. Irgendein Geheimnis das von Generationen zu Generationen von Kindergärtnern und Kindergärtnerinnen weitergegeben wird. Karin öffnete die Tür, schob mich an sich vorbei durch die Tür in einen von Rauch und trockener Luft gefüllten Raum. Ich drehte mich um und die Tür war wieder geschlossen und Karin war nicht mehr da. Ein starker Geruch von Zigaretten und Deo erfüllte den Raum und im Gedämpften Licht und dem ganzen Rauch konnte ich nichts erkennen. Plötzlich bemerkte ich, dass das Murmeln aufgehört hatte. Es war ganz ruhig in dem Raum, als plötzlich eine Frau auf mich zu kam. Es war Kathrin und wie mit einem Schlag konnte ich im ganzen Raum ganz normal sehen. Ich war in keinem Raum mit Geheimnisvollem Wissen oder irgendwelchen mysteriösen Artefakten. Ich war im Kindergarten Fuhr. Meine Fantasie hat mir in diesem Moment nur einen Streich gespielt. Ich war etwas enttäuscht, aber ich hatte keine Zeit weiter zu fantasieren. Kathrin sah mich fraglich an und sah aus, als würde sie auf eine Antwort warten. " Was?" sagte ich noch ein bisschen benebelt von dem ganzen Zigarettenrauch. "Ich habe dich gefragt, ob du nicht deine Jacke aufhängen möchtest." "Ach so, ja.....klar." Mit einem leichten Kopfschütteln drehte sie sich um und ging in eine Ecke des Raumes.
An der Wand hingen circa zehn Jacken und alle waren in einem bräunlichen Ton. Ich holte aus meiner Tasche meinen Notizblock und einen Stift heraus und legte die Tasche, in der noch meine Digitalkamera lag, auf eine Bank unter meiner Jacke. Ich richtete mich wieder auf und drehte mich um, als ich dann bemerkte, dass das Gemurmel wieder da war. Ich ging zur Tür drehte mich noch einmal kurz um und ging dann zurück in die Einganshalle. Ich schaute erst mal durch die Halle und suchte nach einem Platz auf den ich mich setzen konnte um erst mal alles aufzuschreiben was passiert war. Ich schaute rum als ich plötzlich eine quietschgelbe Bank sah. Vor ihr stand ein kleiner Tisch. Das war perfekt. Ich ging auf die Bank zu und setzte mich hin. Sie war recht gemütlich, wenn auch etwas klein. Von hier aus hatte ich einen sehr guten überblick. Ich konnte die ganze Eingangshalle sehen, die Eingangstür, die Eingangstür zur Turnhalle und den Raum fürs Personal.
Kaum wurden die Türen geöffnet, drängten die ersten Kinder herein. Wie ein Wirbelwind fegte ein kleiner Junge an mir vorbei durch die Garderobe hindurch in einer der Aufenthaltsräume. Sogleich wurde er von Karin, die plötzlich neben mir stand, zurückgerufen, die gelassen und doch aufmerksam das Geschehen verfolgte. Zuerst sollten die Kinder ihre Schuhe und Mäntel ausziehen und ihre Hausschuhe anziehen bevor sie in den verschiedenen Räumen des Kindergartens spielen können.
Der Kindergarten wurde immer lauter und die Stille von heute Morgen war vergessen. Überall liefen Kinder, tobten, schrieen und plötzlich hörte ich auch ein weinen. Ich drehte mich zu dem immer lauter werdenden Weinen um und sah ein Mädchen auf Karins Schoß, circa fünf Meter von mir entfernt. Sie hatte blonde Haare, eine Handtasche unter ihrem Arm und einen Schnuller im Mund. Sie weinte und ich konnte verstehen, dass sie auf polnisch nach ihrer Mutter rief. "Du hast dich heute aber hübsch gemacht. War das deine Mutter? Das ist wirklich hübsch." Sagte Karin zu dem Mädchen und plötzlich hat sie aufgehört zu weinen und schmiegte sich an Karin, als ob es ihre eigene Mutter wär. "Was hat sie denn? Wieso weint sie denn immer?" fragte ich Karin. Sie drehte sich zu mir um und sagte: "Sie ist erst drei und nicht mehr an den Kindergarten gewöhnt. Sie war eine lange Zeit krank und konnte deshalb nicht in den Kindergarten kommen, aber ich finde auch überhaupt, dass sie zu jung ist." Da kam eine junge Frau mit feuerroten Haaren um die Ecke und setzte sich zu einem jungen auf eine Bank und holte ein Pflaster aus einer rot, gelben Tasche heraus. "So, hier ist ein Pflaster und ich glaube du bist schon groß genug es selber auf dein Finger zu kleben. Du bist ja schon das zweite Jahr hier bei uns und bist nicht mehr so klein wie die anderen, die erst dieses Jahr in den Kindergarten gekommen sind." Sie lächelte den Jungen an und er lächelte zurück, nahm das Pflaster und versuchte, mit einem selbstsicheren Ausdruck auf dem Gesicht, dass Pflaster auf seinen Finger zu kleben.
Hier im Kindergarten, werden die Kinder wie die eigenen Kinder behandelt (Das Beispiel als Karin sich so liebevoll um das kleine Mädchen gekümmert hat) und sie werden wie kleine Erwachsene behandelt. Dies konnte man an dem Beispiel mit dem Pflaster erkennen. Es wird dem Kind gesagt, dass es erwachsen sei und nebenbei wird dem Kind die Selbstständigkeit gewöhnt.
Genau als der kleine Junge es endlich geschafft hatte, sich das Pflaster auf seinen verletzten Finger zu kleben, kam ein anderer kleiner Junge mit blondem Haar und einer knallroten Hose auf die Frau neben dem Jungen zu und schrie lauthals : "Kathrin, Kathrin darf ich heute beim Pizza backen helfen?" Kathrin guckte verwundert und fragte: " Wie kommst du denn darauf, dass wir heute Pizza backen? Heute ist Mittwoch und du weißt, dass wir nur Montags Pizza backen." "Aber, meine Mama hat gestern auf dem Speiseplan gelesen, dass es heute Pizza zum Mittag gibt und da möchte ich mithelfen." Kathrin lächelte kurz und sagte, dann im sanften Ton: " Du weißt doch, dass wir nur in der kleinen Küche kochen und backen und nicht in der anderen. Ihr seid noch zu klein und in der Küche ist es zu gefährlich." Der kleine Junge schaute traurig und enttäuscht zu Kathrin, drehte sich wieder um und lief davon.
In dieser Situation kann man deutlich sehen, dass die Kinder nicht immer wie Erwachsene behandelt werden. Bei der Sicherheit werden die "kleinen Erwachsene" wie kleine unerfahrene Kinder behandelt, was sie ja eigentlich auch sind. Manche Kinder könnte es vielleicht durcheinander bringen, wenn sie merken, dass die Kindgärtner sich selbst widersprechen, aber den meisten Kindern fällt so was nicht auf und somit ist das nur halb so schlimm.
Die Eingangshalle wurde langsam langweilig und ich beschloss in andere Räume zu gehen. Ich stand auf und ging durch einen großen Flur. Ich ging an einem großen Knettisch vorbei mit einer menge Knete auf dem Tisch und drei Kindern, die konzentriert etwas formten und mich gar nicht beachteten, als ich über ihre Schulter schaute. Ich ging weiter und an eine "Legoecke" vorbei, wo zwei, schon etwas ältere Kinder, mit Lego spielten und viel lauter waren als die anderen Kinder die am Knettisch waren. Diese Kinder, zwei Jungs, schrieen lauthals herum und versuchten Kampfgeräusche nachzuahmen. Ich grinste und erinnerte mich daran, dass ich früher auch gerne mit Lego kleine Flugzeuge, na ja ich nannte sie Flugzeuge, baute und dann mit meinem Bruder immer Star Wars oder andere Filme nachspielte. Ich ging weiter und betrat einen nicht allzu großen Raum. Er war mit einem angenehmen gelb ton erleuchtet und wirkte gemütlich. In einer Ecke stand ein Sessel und direkt gegenüber stand ein Regal mit einer Menge Brettspielen. Rechts neben dem Regal stand ein kleiner Tisch und fünf kleine Stühlchen standen drum herum. Jeweils zwei auf einer Seite. Ich erkannte den Raum wieder. Es war der Spielraum für die Kleinen. Karin hat mir das heute morgen gesagt, als sie mir den Kindergarten gezeigt hatte.
Am Tisch saß eine Erzieherin. "Maggie, ich will auch mit spielen." Sagte ein kleines schwarzhaariges Mädchen das an mir vorbeisauste. "Ja, kein Problem. Setzt dich doch zu uns." Sagte Maggie in einem kindsähnlichen Ton. Ich betrat den Raum und ging auf den Sessel zu und setzte mich hin. Maggie drehte sich zu mir um und lächelte und begann mir dann zu erklären was für Lernmethoden es gibt und wieso das Spielen so wichtig ist. "Wie du siehst spielen wir hier ein Spiel zum Herbst. Passend zur jetzigen Jahreszeit. In dem Spiel lernen die Kinder verschiedene Farbe und Namen von Früchten, welche im Herbst vorkommen. Im Allgemeinen zum Spielen kann man sagen, dass man die Kinder motivieren soll indem der Erzieher die Beschäftigung originell beginnt. Man soll dabei die Neugier und Fragehaltung der Kinder nutzen und diese auch erhalten. Durch "spannendes" Vorgehen bleibt die Motivation im Verlauf des Lernens erhalten. Man soll auch an das Vorwissen und den Erfahrungshintergrund der Kinder anknüpfen und die vorhandenen Kenntnisse voll ausschöpfen, denn so kann das neu zu Lernende leichter integriert werden. Man soll auch die sprachliche Ausdrucksfähigkeit der Kinder üben, indem man Impulse für Gespräche gibt und fragen stellt. Es gibt noch eine Menge anderer Regeln und Methoden, aber das Wichtigste meiner Meinung nach ist Humor. Ein Erzieher soll humorvoll sein und für eine gelöste Atmosphäre sorgen."
Ich bedankte mich und ging aus dem Raum. Ich musste erst mal alles sortieren was Maggie mir erzählt hatte. Ich ging wieder zurück zur Eingangshalle und setzte mich wieder auf die quietschgelbe Bank und machte mir Notizen von dem was Maggie mir erzählt hatte. "Und? Alles aufgeschrieben?" ich zuckte kurz zusammen. Ich hatte gar nicht gemerkt das Karin plötzlich hinter mir stand. "Ja, also ich habe bald genügend Informationen und Notizen für meine Hausarbeit. Dann bin ich fertig."
Sagte ich. Karin nickte, lächelte und drehte sich um. Sie hatte immer noch das kleine blonde Mädchen auf dem Arm. "Komm mit. Jetzt beginnen die Angebote. Alle Kinder gehen in einen Raum und die Erzieher suchen sich die Kinder aus die sie mit in ihren Funktionsraum nehmen um zu basteln, zu malen oder um zu lesen. Komm, die fangen gleich an!" Ich stand auf, nahm mein Notizblock und folgte Karin durch einen Flur und vorbei am Bastelraum und am Spieleraum. Auf der anderen Seite des Flures, sah ich alle Kinder des Kindergartens vor einer Tür stehen und alle Erzieherinnen waren auch da. Die Tür wurde geöffnet und alle Kinder stürmten rein und setzten sich auf den Boden und waren auf einen Schlag mucksmäuschen still, als Monika sich vorne hinstellte. Wie eine alltägliche Routine standen alle Erzieherinnen in einer Reihe nebeneinander und Monika sprach als erste: Okay, wer möchte mit mir Basteln?" Die Finger der Kinder schossen hoch. "Du Katja, Mehmet, Isabell, Florian und Marie. Ihr kommt mit." Die Kinder standen auf und folgten Monika aus dem Raum. Jetzt war Maggie dran. "Wer möchte mit mir Turnen und Spielen in der Turnhalle?" Schon wieder schossen alle Finger hoch, aber diesmal durften mehr Kinder mitkommen. Maggie verließ den Raum und ich folgte ihr. Ich wollte gern sehen wie die Kinder turnen, was sie Spielen werden und ob auch Lernmethoden zum Vorschein kommen werden. Die Kinder liefen alle zurück in die Eingangshalle und auf eine blaue Tür zu. Der Turnhalleneingang. Maggie schloss die Tür auf und alle Kinder stürmten herein und stellten sich in einem Kreis in die Mitte des Raumes. Maggie kam auch rein und stellte sich dazu. Ich setzte mich auf eine Bank neben dem Eingang und bereitete mich darauf vor alles mitzuschreiben, wenn ich was wichtiges für meine Hausarbeit erfahren werde.
Erstens haben die Kinder fangen zum Aufwärmen gespielt und dann haben sie sich wieder in einem Kreis in die Mitte gestellt. "Wer weiß denn heute noch was wir für ein neues Spiel das letzte mal dazu gelernt haben?", fragte Maggie in einem kindischen Ton. "Ich, Ich....!!!" alle Kinder riefen laut durcheinander. Dann zeigte Maggie auf ein Mädchen und es begann die Regeln zu erklären. Direkt danach wurde das Spiel gespielt. Die Kinder schrieen und lachten und jagten sich gegenseitig durch die Turnhalle. Nach circa fünf Minuten war das Spiel zu ende und alle Kinder versammelten sich in einer Ecke. Maggie stellte sich vor sie und sagte: "Okay. Das war wirklich gut von dir Miriam. Super! Wer möchte jetzt fangen?" Schon wieder schossen alle Finger hoch und wirklich niemand wollte nicht fangen. "Okay. Mehmet. Du fängst, aber bevor du dran bist sagst du den anderen noch mal die Regel." Hier konnte man sehen, dass das Spielen in der Turnhalle nicht nur die Ausdauer der Kinder trainiert sondern auch das Gedächtnis. Die Kinder müssen die Regeln jedes Spiels auswendig können und sie dann vor jedem Spiel noch einmal aufsagen (Dabei wird auch der Wortschatz erweitert und das Selbstbewusstsein gestärkt, weil die Kinder die Regeln vor allen anderen Kindern aufsagen müssen.) Als das Spiel dann fertig war und der kleine Junge namens Mehmet es geschafft hatte alle Kinder zu fangen, waren alle total erschöpft und durstig. Fast alle hatten knallrote Gesichter und atmeten schnell, aber waren glücklich denn jedes von den Kindern hatte noch ein Lachen auf dem Gesicht. Plötzlich öffnete sich die Tür neben mir und eine Erzieherin kam mit einem Wagen vor sich hergeschoben auf dem zwei Sodamaxx Flaschen standen und ganz viele kleine bunte Plastikbecher, in die Turnhalle. Sie stellte den Wagen hin und ging wieder raus. Maggie ging auf den Wagen zu und stellte sich hinter den Wagen, nahm eine Flasche in die Hand und rief: "Jetzt gibt es was zu trinken!!!" Alle Kinder standen hinter einander in einer Reihe und warteten bis sie dran waren etwas zu trinken zu bekommen. Ich hatte meiner Meinung nach genug Informationen gesammelt und verließ die Turnhalle. Ich betrat die Eingangshalle und war meiner Meinung nach für heute fertig. Zehn Minuten vor dem eigentlichen Schluss des Kindergartens. Ich ging in das Zimmer für das Personal. Diesmal war der Raum leer und kein Rauch störte meinen Blick oder reizte meine Nase. Ich holte meine Jacke und meine Tasche und verließ wieder den Raum. In der Eingangshalle angekommen sah ich Karin und Kathrin vor dem Eingang sprechen. Perfekt. Ich musste keinen von beiden Suchen um mich zu verabschieden und zu bedanken. Ich ging auf beide zu und sie wurden genau mit ihrem Gespräch fertig, als ich bei ihnen angekommen bin.
Ich verabschiedete mich von ihnen und bedankte mich für alles und ging durch die Eingangstür in den kalten Tag hinein.
Rückblick
Inhalt

Positiv :
- Informationsreiche Gespräche mit Erzieherinnen
- gute Umgebungsbeschreibung
- gute Interpretierung von Kinderverhalten

Negativ :
- kein direkter Kontakt mit Kindern (keine Gespräche...)
Methodik

Positiv:
- Erzählungsperspektive des Textes
- Das Erlebte interpretiert und mit dem Forschungsinteresse verknüpft

Negativ:
- nichts
Inhalt
Mein Tag im Kindergarten. Das Verhalten zwischen KindergärtnernInnen und Kindern und die Lernmethoden die im Kindergarten benutzt werden. (3981 Wörter)
Hochgeladen
von unbekannt
Schlagwörter
Kiga | Kindergarten Fuhr | Mein Tag im Kindergarten | Das Verhalten zwischen Kindergärtnern und Kindern | Lernmethoden im Kindergarten | Facharbeit | Bericht | Referat
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