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Facharbeit: Schmerzen und Schmerzarten sowie das Schmerzempfinden zusammengefasst

Alles zu Reize

Schmerz - Was ist das?



Inhaltsverzeichnis:
Akuter Schmerz
Chronischer Schmerz
Beispiel Erziehung
Beispiel ökonomische Lage

Einleitung
Mich interessiert das Thema Schmerzen, weil ich mich selbst sehr oft frage: "Warum zum Teufel tut das so Weh?" Ich wollte herausfinden wozu sich unser Körper selbst manchmal solche Schmerzen zufügt. Deshalb werde ich in den folgenden Zeilen erklären warum es Schmerzen überhaupt gibt, wie Schmerzen funktionieren und welche Schmerzarten es gibt. Am Ende werde ich noch ein bisschen tiefer auf das Schmerzempfinden eingehen, hierzu einige Beispiele nennen und daraus mein Fazit ziehen.

1.Warum gibt es Schmerzen?
Die International Association for the Study of Pain (Internationale Schmerzgesellschaft) definiert Schmerzen folgendermaßen: "...ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit aktueller oder potenzieller Gewebeschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird" Das heißt er signalisiert dem Gehirn, dass der Körper in Gefahr ist. Schmerzen teilen unserem Gehirn mit, dass etwas nicht in Ordnung ist. Sie sagen dem Körper: "Da stimmt etwas nicht, unter nimm etwas dagegen!". Schmerz lehrt uns auch, etwas nicht nochmal zu tun. Meist reicht ein schmerzhaftes Erlebnis aus (z.B. eine heiße Pfanne), um uns in Zukunft mit dem Gegenstand/ der Situation vorsichtig werden zu lassen und uns anders zu verhalten, als beim ersten Mal. Solche Erfahrungen sind ein Lernprozess, der im Alter von 0- 7Jahren besonders häufig vorkommt.

2.Wie Funktioniert Schmerz?
Schmerzrezeptoren leiten Reize an das zentrale Nervensystem (also Gehirn und Rückenmark) weiter. Die Rezeptoren reagieren dabei auf Temperaturen (Hitze und Kälte) und auf chemische sowie mechanische Reize (z.B. Druck oder Verletzung).Die erste Verarbeitung der Signale erfolgt im Rückenmark und löst häufig einen Reflex aus, der eine schnelle Reaktion möglich macht. Dies dient als Schutz, um den Körper aus dem Schmerzhaften zustand zu entfernen. So ziehen wir bei Verbrennung automatisch die Hand von der heißen Gefahrenquelle zurück. Dabei werden elektrische Impulse durch das Nervensystem weiter gegeben, jede einzelne Nervenzelle nimmt dabei diese Information auf und gibt sie über Synapsen an die nächste Nervenzelle weiter. Die Nervenzellen sind durch Synapsen verbunden. In die Synapsen kommende elektrische Impulse veranlassen die Ausschüttung chemischer Stoffe, der sogenannten Neurotransmitter. Die Neurotransmitter durchwandern die Synapse und geben die Signale an eine andere Zellen weiter. Synapsen sind sozusagen die Kontaktellen von Nervenzellen, über die sie kommunizieren.

3.Welche Schmerzarten gibt es?
Man kann Schmerz nach verschieden Kriterien in Kategorien einteilen, entweder nach der Ursache des Schmerzes (Auslöser), Art und Weise des Schmerzes (Psychisch oder Physisch), Auswirkung des Schmerzes, Empfindung des Schmerzes (Ziehend, stechend, pulsierend, etc.) oder nach der Dauer die, der Schmerz anhält.

I.1 Akuter Schmerz
Akuter Schmerz signalisiert dem Körper, dass eine akute Gefahr besteht, beispielsweise eine Verletzung. Bei akuten Schmerzen ist die Ursache daher meist eindeutig erkennbar und lässt sich auch gezielt behandeln.

I.2 Chronischer Schmerz
Chronischer Schmerz fühlt sich im Unterschied zum akuten Schmerz mit der Zeit wie eine Krankheit an. Die Ursache der Schmerzen lässt sich meist nicht mehr feststellen oder besteht nicht mehr, so dass eine Behandlung der Ursache meist nicht mehr möglich ist. Die Nerven senden anhaltend Schmerzimpulse an das Gehirn, obwohl kein Reiz mehr vorhanden ist. Die Nervenzellen haben eine Art Schmerzgedächtnis entwickelt. Die Zeitgrenze, ab der schmerzhafte Empfindungen als chronische Schmerzen gelten, liegt bei sechs Monaten.

4.Schmerzempfinden
Jeder kennt Schmerzen, aber jeder beschreibt sie auch anders. Das ist etwas, dass wir sonst nur bei Gefühlen wie Liebe oder Trauer kennen. Jeder Mensch empfindet anders. Darum sind Schmerzen nicht objektiv zu beschreiben, also nicht zu Verallgemeinern. Versucht man dennoch, seine Schmerzen für einen anderen verständlich zu machen, so ist es bei unser Beschreibung relevant wie wir uns ausdrücken (Schreien, Weinen, Fluchen, etc.) und wie auch unser Körper sich bei den Schmerzen verhält. (Gestik, Mimik, etc.) Wichtig sind auch solche Dinge wie Alter, Geschlecht, soziales Umfeld und ökonomische Lage . Auch der bisherige Umgang mit Schmerzen bei sich selbst und in seiner Familie spielt eine wichtige Rolle.

I.3 Beispiel Erziehung
"Ein kleines Kind geht mit den Eltern spazieren. Es rennt voraus, stolpert und fällt hin. Dabei verletzt es sich geringfügig am Knie. Ein alltäglicher Vorgang. Wie es weitergeht, hängt jetzt nicht zuletzt von den Eltern ab." (Wehner, J. (2013). Schmerzempfindung - Was ist das?)
Hierbei wird das Schmerzempfinden von dem Kind, von seinen Eltern beeinflusst. Übertriebene Fürsorge und großes Theater um die Verletzung vom Kind, wird es um so lauter schreien lassen. Auch der Schmerz, den das Kind empfindet ist stärker, als bei einer zwar tröstenden aber doch ruhigen Reaktion der Eltern.

I.4 Beispiel ökonomische Lage
"Ein Bauarbeiter, ein harter Beruf in einer wirtschaftlich schlechten Zeit. Wer keine Zeit und kein Geld hat. Er braucht den Job unbedingt und er will eine Kündigung nicht riskieren, er wird auch mit Schmerzen zur Arbeit gehen." (Wehner, J. (2013). Schmerzempfindung - Was ist das?)
Dieser Bauarbeiter hat keine Zeit und kein Geld, sich von seinen Schmerzen beeinflussen zu lassen. Er wird aber auch Schmerzen nicht so stark empfinden, wie ein anderer, dem vergleichbares zugestoßen ist, weil er versucht sie einfach wegzustecken bzw. sie zu ignorieren.

Fazit
Diese Beispiele zeigen, dass Schmerzen und Schmerzempfinden von vielen subjektiven Faktoren beeinflusst werden. Das bedeutet auch, dass Menschen, die sagen, sie hätten starke Schmerzen, obwohl vielleicht die Ursache unser Meinung nach geringfügig ist, nicht simulieren (schauspielern). Sie empfinden diese Schmerzen wirklich als so schlimm und leiden entsprechend doll unter ihnen. Das Schmerzempfinden (sog. Nozizeption) ist immer individuell ausgeprägt. Über körpereigene Botenstoffe (z.B Endorphine) ist der Körper in bestimmten Situationen in der Lage, das Schmerzempfinden zu dämpfen.
Literaturverzeichnis

Stern.de Schmerz: Die körpereigene Alarm-Anlage

http://www.aoz-soest.de/pas_haeufig-gestellte-fragen/items/warum-gibt-es-schmerzen.html

Wehner, J. (2013). Schmerzempfindung - Was ist das?

Gofeminim.de GmbH (2014). Schmerzen: Definition

Nobis, Hans Günter (2012). Schmerz und Psyche

Grünenthal GmbH (2014). Schmerzarten

Haag, Hinrich & Haag, Renate & Schmale, Julia (2011 - 2014). Wie ist Schmerz?

Zenz, Jurna (1993). Lehrbuch der Schmerztherapie
Schriftliche Versicherung
Erklärung:
Die/der Unterzeichnete versichert, dass sie/er die vorliegende schriftliche Hausarbeit (Seminararbeit) selbstständig verfasst und keine anderen als die von ihr/ihm angegebenen Hilfsmittel benutzt hat. Die Stellen der Arbeit, die anderen Werken dem Wortlaut oder dem Sinne nach entnommen sind, wurden in jedem Fall unter Angabe der Quellen (einschließlich des World Wide Web und anderer elektronischer Text- und Datensammlungen) kenntlich gemacht. Dies gilt auch für beigegebene Zeichnungen, bildliche Darstellungen, Skizzen und dergleichen. Der/dem Unterzeichneten ist bewusst, dass jedes Zuwiderhandeln als Täuschungsversuch zu gelten hat, der die Anerkennung der Hausarbeit als Leistungsnachweis ausschließt und weitere angemessene Sanktionen zur Folge haben kann.

Datum
Unterschrift
Inhalt
Ausführlicher Artikel über das Thema Schmerzen: Warum gibt es Schmerzen, wie funktioniert Schmerz? Die Schmerzarten akuter Schmerz und chronischer Schmerz werden erläutert sowie Schmerzempfinden. Ergänzend werden Beispiele im Bereich Erziehung und Arbeit genannt. Inkl. Quellen-Angaben. (1134 Wörter)
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08.06.2015 von Imme
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