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Das Leben des Galilei

Frage: Das Leben des Galilei
(keine Antwort)


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Hi ich muss eine Dialog-Analyse des 1.Bildes machen. Wäre schön wenn ihr mir sagt, was ich noch verbessern könnte.:


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Dialoganalyse– Galilei Bild 1

Das Drama „Leben des Galilei“ von Bertolt Brecht, geschrieben 1938, thematisiert in die zentralen Aspekte der Wissenschaft vs. Kirche vs. Verantwortung. Ebenso werden innere Konflikt des Menschen und der Konflikt mit der Obrigkeit, in diesem Fall mit der Kirche deutlich gemacht.
Das 1. Bild des Schauspiels spielt sich im Zeitraum 1592-1610 in Padua ab. Galilei stellte seiner Universität einen Antrag auf eine Gehaltserhöhung von 500 Skudi, um einige seiner Schüler zu entlassen und mehr Zeit zum lernen hat. Der geldgerichtete Kurator lehnt diesen Antrag ab und erklärt Galileo Galilei, dass die Mathematik eine brotlose Kunst sei, hingegen die Philosophie und die Theologie den wahren Gewinn erbringen. Galilei sieht nach einer lebhaften Diskussion ein, dass er froh sein sollte, überhaupt frei forschen darf, denn in anderen Universitäten Italien könnte ihm ein beliebiger Mönch der Inquisition die Gedanken verbieten.
Kurator Priuli, der Vermögensverwalter der Universität Padua erscheint bei Galilei. Galilei fragt ihn nach einem halben Skudi, womit er dann Andrea zum Brillenmacher schickt um Linsen zu besorgen. Der Kurator teilt Galilei mit, dass die Universität ihm die gewünschte Gehaltserhöhung von 500 Skudi nicht genehmigt habe: "Mathematik ist eine brotlose Kunst [...] nicht so nötig wie die Philosophie, noch so nützlich wie die Theologie" (Z.16),
Galilei hingegen will seine ganze Zeit nicht nur mit unterrichten verbringen, er braucht Muße zum Forschen, denn: "Ich bin dumm. Ich verstehe rein gar nichts." (Z.17) Dem setzt der Kurator entgegen, dass die Universität Padua zwar schlecht bezahle, dafür aber unter keiner kirchlichen Aufsicht stehe, so wie an manchen anderen Universitäten Italiens, wo "jeder beliebige, ungebildete Mönch der Inquisition Ihre Gedanken einfach verbieten kann." (Z.18)
Die Universität Padua hingegen schätzt ihren Mathematiker und lässt ihn frei arbeiten. Und wenn dabei auch noch eine Erfindung herauskommt, die nützliche ist und sich gut verkaufen lässt, so wird sich das auch für ihn auszahlen. Galilei: "Ich verstehe: freier Handel, freie Forschung. Freier Handel mit der Forschung, wie?“ (Z.18) Er stellt eine solche Erfindung in Aussicht, was den Kurator zufrieden von dannen eilen lässt.
Außerdem kommt in diesem Bild Galileis Charaktereigenschaft zur Geltung. Man erkennt einen deprimierenden Wissenschaftler, der nicht die nötigen Mittel besitzt, um die Welt zu verändern genauso wie sich selbst. "Ich bin dumm. Ich verstehe rein gar nichts." (Z.17)
Dies zeigt deutlich Galileis Überheblichkeit und Egoismus, der durch die Aggressivität gegenüber dem Kurator gekennzeichnet ist. Sein Egoismus bezieht sich hauptsächlich auf die Mathematik bzw. Wissenschaft. Er gönnt es den anderen Abteilen wie Philosophie und Theologie nicht, eine höhere Stellung zu besitzen. "Mathematik ist eine brotlose Kunst ... nicht so nötig wie die Philosophie, noch so nützlich wie die Theologie". (Z.16)



Die meiste Zeit an dem Gespräch ist der Kurator beteiligt, da er Galileo davon überzeugt, dass er froh sein sollte, überhaupt „frei“ arbeiten zu können. In diesem Gespräch ist gut zu erkennen, wie sich Galileis Aggressivität später zu Einsicht entwickelt ("Ich verstehe: freier Handel, freie Forschung. Freier Handel mit der Forschung, wie?“ Z.18), die verbunden mit Trauer ist. Dort erkennt man auch, dass Galileo abhängig von der Universität ist. jeder beliebige, ungebildete Mönch der Inquisition Ihre Gedanken einfach verbieten kann." (Z.18)
An dieser Stelle ist ein großer Wendepunkt zu erkennen. Der Dialog hat hier seinen Höhepunkt der Lebendigkeit. Dies ist durch seine gewählte Sprache zu erkennen. Er versucht sich, durch seine gewählte aggressive Sprache, seine Wissenschaft zu verteidigen. Er versucht sich „durch zu boxen“, um somit eine gleichberechtigte Rangangehörigkeit zu erlangen, die es ihm am Ende erlauben würde, eine Gehaltserhöhung und somit mehr Zeit für die Wissenschaft zu bekommen. Die wilde und lebhafte Auseinandersetzung, die sich anfangs als ein kleiner „Schlagabtausch“ zeigte und sich immer weiter steigerte, fiel nun durch die Einsicht Galileis.
Der Dialog selbst ist besonders wichtig für den späteren Verlauf der Geschichte. Galileo erkennt die Abneigung der gelehrten gegenüber der Mathematik, was ihn dazu veranlasst, die Menschen davon zu überzeugen, dass sie Vernunft zeigen. Zudem wird in diesem Gespräch die Charakteristik Galileis wiedergegeben. Man erkennt einen wortgewandten, sturen und dennoch sympathetischen Mann, der jeden von seinen Ideen überzeugen möchte.
Frage von shiZZle | am 13.02.2008 - 16:40





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