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bitte um korrektur =)

Frage: bitte um korrektur =)
(keine Antwort)

 
hallo... also zum ganz durchlesen ist der text euch bestimmt zu lang aber wäre lieb wenn ihr ihn wenigstens überfliegt um fehler zu finden.. mein altes word findet eh nicht soviel und einen duden korrektor hab ich nicht :( aber ich muss den text danach an meinen lehrer mailen und er ist echt wichtig für meine note


vielen dank +

Der Kommentar „Glücklich ist, wer vergisst...“, verfasst von Johannes Gawert ist in Ausgabe 4/ 2000 in „medien praktisch“ auf Seite 2 erschienen.
Der Text mit dem Untertitel „Zur Genese der Unterhaltung aus Langeweile und Erinnerungslosigkeit“ beschreibt genau diese Aspekte, Langeweile und Erinnerungslosigkeit, kritisch, indem er sich genauer mit dem Medium Fernsehen und der Gewohnheiten vieler Menschen auseinander setzt. So behauptet der Autor Unterhaltung sei zur Überbrückung der Langeweile auf ein tiefes Niveau gesunken und beschreibt dieses ausführlich. Die Erinnerungslosigkeit lässt er zum Faktor für die Fernsehsendungen ohne tieferen Sinn werden und wirft den Menschen vor, ernsthafte Weltgeschehnisse zu verdrängen.
Meiner Meinung nach ist Gawerts Intention eine Charakterisierung der heutigen Gesellschaft und Kritik an ihr, die er als „Spaßgesellschaft“ (Z.47) abstempelt, um vorzuführen, was Unterhaltung heute bedeutet bzw. was aus ihr gemacht wird. Nebenbei erwähnt er seine Vorstellung, wofür die Zeit genutzt werden sollte. Möglicherweise will er nebenher noch unterhalten.
Gawert beschreibt in den ersten Zeilen, woraus das Leben seiner Meinung nach nicht bestehen sollte. Seiner Vorstellung nach sollte man aktiv sein, das betont er durch ein Asyndeton des Gegenteils: „da sein; nicht arbeiten; [...] nichts erleben“ (Z.1 ff.). Ein weiteres Asyndeton folgt: „Muße, Faulenzen, Ausspannen“ (Z.3) seien wertvoll und müssten quasi erarbeitet werden.
Die These des Autors ist, dass die Angst vor der Langeweile der Ursprung der heutigen Medien ist, die sonst nicht so existieren würden, wie sie es tun. Die Überleitung findet durch ein indirektes Argument statt, Gawert wertet die Informationsneugierde der Zuschauer ab und macht allein diese Angst vor der Langeweile für das Unterhaltungsprogramm verantwortlich: „Neugier [...] und das Bedürfnis nach Informationen [...] können die heutige Bedeutung der Medien nicht erklären“ (Z. 9 ff.). Durch eine Inversion bzw. ein Faktenargument wird betont, dass Langeweile sehr aktuell ist, wie ein Test im Internet bestätigt (vgl. Z.11 ff.). Google würde eine hohe Anzahl an Treffern zu dem Stichwort „Langeweile“ finden. Gawert benutzt außerdem auf ein Autoritätsargument, um seine These zu stützen. Er bezieht sich auf das BAT Freizeit-Forschungsinstitut, das bestätigt, dass Jugendliche das Risiko der Langeweile vorziehen (vgl.Z.17 ff.).
„Unterhaltung ist der Name für eine gewaltige Maschine“ (Z. 21), durch diese Inversion hebt er das zu definierende Wort, Unterhaltung, hervor und beschreibt dann den möglichen Inhalt, wie Nachrichten etc. Anschließend, an ein normatives Argument, der Behauptung, dass sich „bürgerliche Ethik [nicht mehr] mit der Vermeidung von Langeweile zufrieden geben [kann]“ (Z.24 ff.), führt er fort, wie wichtig Zeit sein und was man tuen sollte, seiner Meinung nach.
Das darauf folgende Argument ist erneut ein normatives, er stellt die These auf, dass „Infanilisierung, Verblödung und Verrohung“ (Z.30 f.) Teil des Konzepts vieler Sendungen sei und versucht im folgenden das mit einem Beispiel zu untermalen: Er bezieht sich auf die Sendung „Pleiten, Pech und Pannen“ des „Bayerischen Rundfunks“, die Kleinkinder zeigt, wie sie zum Beispiel einen Dreirad-Unfall haben, und sich sicherlich verletzen, doch davor passiert der Schnitt und der Zuschauer bekommt die nächste Pointe zu sehen. Eine Ellipse „Kein Schrei, kein Weinen, kein Blut.“ (Z.38) zeigt, was genau er kritisieren will- denn sowas schauen sich Menschen an und lachen darüber, vergessen jedoch diesen Kontext. Dieser Inhalt bildet die Überleitung zur zweiten These ab Zeile 41.
Dass die moderne (Fernseh-) Unterhaltung auf dem problematischen Verhaltensmechanismus „(bewusstes) Verdrängen/ Vergessen von Negativem“ beruht bildet die Aussage der zweiten These. Gawert beginnt diesen Abschnitt mit einer Aufzählung von Unglücken, die weltbekannt sind, aber man sollte auch die persönliches berücksichtigen: „erschossene[...] Jugendliche [...] im Gazastreifen; Tod des Freundes“. Seine zweite These wiederholt er in umformulierter Form nochmal und betont, dass die Schuld an dieser Fernsehunterhaltung bei dem „anthropologischen Alzheimer“ (Z.49) liege. Das ausgewählte Zitat „Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist“, der Operette „die Fledermaus“ von Johann Strauß entnommen spiegelt Gawerts Kritik deutlich wieder, Menschen übersähen die Kontextausblendung, um sich zu amüsieren, so folgt ein Rückblick auf sein „Pleiten, Pech und Pannen“ - Beispiel und er sagt explizit „sein [Zuschauer] Hirn muss leer sein“ (Z.53) und legt klar seinen Kritikpunkt dar.
Zum Schluss wird ein Gegenbeispiel herangezogen, um sein Verständnis von Humor zu definieren, ein Witz „jenseits platter Lustigkeit der Negativität“ (Z.55).
Insgesamt denke ich, dass Gawerts Kritik an der Unterhaltung aus Langeweile und Erinnerungslosigkeit sehr deutlich heraus tritt, zumal er sich auch teils wiederholt. Er macht darauf Aufmerksam und verdeutlicht genau, worin die Mängel seiner Meinung nach bestehen und greift auf diese Weise natürlich auch sehr die Machart der Unterhaltungssendungen an, die aus der Anspruchslosigkeit des Zuschauers ein Profil für ihre Sendungen gebastelt haben.
Der Text ist an die Allgemeinheit gerichtet, denn wenn es Sendungen in diesem Format gibt, scheint es auch genügend Leute mit diesen abgewerteten Eigenschaften zu geben, ansonsten würden sich die Programme nicht bewähren und würden abgesetzt. Aber natürlich ist er auch an Menschen gerichtet, die dieser Unterhaltung nicht verfallen sind, denn er besitzt zudem einen Informationscharakter und drückt Gawerts Meinung aus.
Meiner Meinung nach kann ein Text solche Missstände zwar aufgreifen, wirklich ändern wird sich aber nichts, da das Thema dann von einer bedeutenderen Zeitung aufgegriffen werden müsste um wirklich in das Bewusstsein der Menschen einzudringen. Zudem scheint die betroffene Zielgruppe nicht am Lesen diverser Zeitung interessiert zu sein, sondern vielmehr an schneller Unterhaltung.
Der Text an sich ist aber gut geschrieben, logisch verknüpft und legt ein gutes Beispiel an, ich würde ihm zustimmen. Obwohl ich nicht sagen würde, dass das gewählte Beispiel an für sich nur negativ zu bewerten ist, da man diese Sendung manchmal auch komisch finden und sich trotzdem der Folgen bewusst sein kann. Aber Fernsehen aus purer Langeweile und Unterhaltungsnot sollte eigentlich nicht notwendig sein, da es genug zu tuen gibt, um ausgelastet zu sein.
GAST stellte diese Frage am 22.11.2006 - 20:08





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