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Sage

Frage: Sage
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Kann mir jemand helfen ich muss mal eine Sage schrieben über gruselige Wald))
Frage von Amina26 | am 26.09.2017 - 05:37


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Antwort von cleosulz | 26.09.2017 - 11:44
https://e-hausaufgaben.de/Hausaufgaben/D910-Sagen.php

Kurze Sage über die Eiche im Stumpen

Bei uns wird die Sage über ein altes Weiblein und einen alten Baum und über das Aussterben eines Adelgeschlechts erzählt.
Es war vor langer Zeit, als es noch bewohnte Burgen und Burgherrinnen gab, als der Wald unterhalb der Burgruine Hohen Hofen noch hoch stand, ein Teilstück, das wild und zugewuchert war.
Die Bewohner des Ortes nahmen den kurzen Weg durch den Stumpenwald nur ungern und wenn, dann nur bei Tag, weil bei der Quelle oben ein altes Weiblein in einer Mooshütte hauste. Dem Weiblein wurde allerhand nachgesagt. Frauen, die Kinder wollten und solche, die keine haben wollten, gingen da hin. Der Weg ging durch dichtes Unterholz und viele Hecken machten auch den Tieren ein Durchkommen schwer, so dass es in dem Teilstück des Waldes unter der Burg immer sehr still war. Tiere gab es dort so gut wie keine, ein paar düstere Fledermäuse und ein altes Käuzlein, dessen Ruf einen erschaudern ließ. Es geht die Sage, dass eine Burgherrin keine Kinder bekam und deshalb wollte, dass das Weiblein zu ihr kommt. Sie schickte zwei Bedienstete hinunter, um das Weiblein zu holen. Sie fanden die Mooshütte aber nur leer vor. Auf lautes Rufen meldete sich niemand und so setzten sie sich bei der Quelle unter die Eiche. Einer der Männer fing an, im Moosbett des Weibleins mit einem Stock herumzustochern. Plötzlich fing es in den Blättern über ihm an zu rauschen, ja fast ein Sturm kam auf. Die übrigen Kiefern und Tannen wankten nur leicht. Auch Äste brachen und fielen aus dem mächtigen Baum auf die Männer hinunter. Erst als er seinen Stock aus dem Moos nahm, wurde es wieder ruhiger. Ängstlich - wegen des Naturschauspiels und ängstlich wegen der zu erwartenden Strafe, weil sie das Weiblein nicht mitbrachten, gingen die Männer wieder zur Burg. Dort erstatteten sie Bericht und wurden auch bestraft.
Wenige Tage später brach die Burgherrin mit zwei Hofdamen alleine zur Mooshütte auf. Sie kämpfte sich durch Himbeer- und Brombeerhecken und durch dichtes Unterholz bis zur Hütte. Manch ein Rock der Hofdamen wurde von den Dornen der Hecken zerrissen. Nur der der Herrin blieb verschont. Auffällig war, dass sie kein Tier hörten oder sahen, während sie gingen. Angekommen bei der Hütte unter der großen Eiche bei der Quelle stand das Weiblein und hatte einen Becher mit dampfenden Tee in der Hand, den sie der Burgherrin wortlos entgegenstreckte. Die Herrin der Burg nahm den Becher und setzte an daraus zu trinken. Die Hofdamen rieten ihr davon ab, aber die Herrin trank trotzdem.
Da fing das Weiblein zu sprechen an: "Ich bin müde und will mich anschicken meinen ewigen Schlaf zu schlafen. Sorge dafür, dass immer Eichen an meiner Quelle stehen. Geh heim und sage den deinen, dass sie im Herbst, wenn die Blätter gefallen sind, aus meiner Eiche eine Wiege bauen sollen. Sie sollen aber eine handvoll Eicheln bei der Quelle einpflanzen. So lange hier Eichen wachsen, so lange, wird das Geschlecht der Hofener nicht aussterben."
Die Herrin dankte der Frau für den Trank und die drei Frauen gingen zurück zur Burg. Es fiel ihnen auf, dass plötzlich Vögel in den Bäumen waren und dass die Röcke sich nicht mehr an den Beerenhecken verfingen. Nur ein paar Fledermäuse huschten über sie hinweg.
Als es Herbst wurde, fällte der Förster die große Eiche im Stumpenwald. Die Mooshütte lag einsam und verfallen da und das Weiblein war verschwunden. Der Schreiner baute aus dem Holz eine große Wiege und nicht lange Zeit danach gebar die Burgherrin einen Sohn und später noch zwei Töchter. Der Förster tat wie geheißen und legte eine Handvoll Eicheln um die Quelle herum. Daraus wuchsen im Laufe der Jahre 3 Eichen heran. Der Stumpenwald unter der Burg verlor irgendwie seine Düsternis. Nach und nach wurde dort wieder Holz geschlagen und nach ein paar Generationen stand nur noch eine Eiche an der Quelle. Als eine große Kältewelle das Tal heimsuchte, forderte die neue Herrin der Burg ihre Männer auf, auch im Stumpenwald Holz zu schlagen, damit ihr Ofen genug Nahrung habe. Und es kam, wie es kommen musste, auch die letzte Eiche an der Quelle landete im Feuer. Was will ich sagen: Das Geschlecht der Hoferer starb aus, die Burg wurde zur Ruine und den Namen "Hofer" gibt es seit mehreren Jahrhunderten nicht mehr bei uns im Ort.

Das ist meine Sage um einen Wald, der gruselig war und um ein Weiblein, dass der Burgherrin zum Kind verhalf und das Aussterben des Namens "Hofer" in unserem Ort.

Du kannst jetzt gerne deine Sage verfassen.
Beachte dabei die Merkmale der Sage => www.kapiert.de
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Antwort von cleosulz | 26.09.2017 - 11:54
www.bayerischer-wald.de

viasaga.de

gruselgeschichte.wordpress.com

Nicht abschreiben , nur inspirieren lassen.
Viel Erfolg beim Schreiben deiner eigenen (erfundenen) Sage.

Gerne würde ich den Text hier lesen.
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Antwort von Amina26 | 27.09.2017 - 22:48
Vielen Dank

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