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Kurzgeschichte: Klausurtext - Der Filialleiter

Frage: Kurzgeschichte: Klausurtext - Der Filialleiter
(7 Antworten)


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Der Text von meiner Klausur

Thomas Hürlimann: Der Filialleiter

Als der Filialleiter des Supermarktes auf dem Fernsehschirm seine Frau erblickte, erschrak er zu Tode.
Nein, er täuschte sich nicht – das erste Programm zeigte Maria-Lisa, seine eigene Frau. Im schicken Blauen saß sie in einer größeren Runde, und gerade jetzt, da der Filialleiter seinen Schock überwunden glaubte, wurde Maria-Lisa von der Moderatorin gefragt, was sie für ihren Ehemann empfinde.
«Nichts», sagte Maria-Lisa.
«Maria-Lisa!», entfuhr es dem Filialleiter, und mit zittriger Hand suchte er den Unterarm seiner Frau. Wie jeden Abend saßen sie nebeneinander vor dem Fernseher, und beide hatten ihre Füße in rote Plastikeimerchen gestellt, in ein lauwarmes Kamillenbad – das stundenlange Stehen im Supermarkt machte ihnen zu schaffen.
Die Bildschirm-Maria-Lisa lächelte. Dann erklärte sie, über den Hass, ehrlich gesagt, sei sie schon hinaus.
Der Filialleiter hielt immer noch Maria-Lisas Arm. Er schnaufte, krallte seine Finger in ihr Fleisch und stierte in den Kasten. Hier, fand er, war sie flacher als im Leben. Sie hatte ihr Was-darfs-denn-sein-Gesicht aufgesetzt und bemerkte leise, aber dezidiert: «Mein Willy ekelt mich an.»
Und das in Großaufnahme!
Nun sprach eine blonde Schönheit über die Gefahren der Affektverkümmerung 1 und der Filialleiter, dem es endlich gelang, die Augen vom Apparat zu lösen, versuchte seine Umgebung unauffällig zu überprüfen. Jedes Ding war an seinem Platz. In der Ecke stand der Gummibaum, an der Wand tickte die Kuckucksuhr, und neben ihm saß die Frau, mit der er verheiratet war. Kein Spuk – Wirklichkeit! Maria-Lisa war auf dem Bildschirm, und gleichzeitig griff sie zur Thermosflasche, um in die beiden Plastikeimer heißes Wasser nachzugießen.
Sein Fußbad erfüllte Willy auch an diesem Abend mit Behagen. Dann rief er sich in Erinnerung, was ablief. Ungeheuerlich! Auf dem Schirm wurde das emotionale Defizit eines Ehemanns behandelt, und dieser Ehemann war er selbst, der Filialleiter Willy P.! Er griff zum Glas und hatte Mühe, das Bier zu schlucken. Hinter seinem Rücken war Maria-Lisa zu den Fernsehleuten gegangen. Warum? Willy hatte keine Ahnung. Willy wusste nur das eine: Vor seinen Augen wurde sein Supermarkt zerstört.
Maria-Lisa reichte ihm das Frotteetuch, aber der Filialleiter stieg noch nicht aus dem Eimer. Er hielt das Tuch in der Hand, und so stand er nun, nur mit Unterhemd und Unterhose bekleidet, minutenlang im Kamillenbad – ein totes Paar Füße, im Supermarkt plattgelatscht.
«Das Wasser wird kalt», sagte Maria-Lisa.
Der Filialleiter rieb sich die Füße trocken, dann gab er Maria-Lisa das Tuch. Als die Spätausgabe der Tagesschau begann, saßen sie wieder auf dem Kanapee 2 . Maria-Lisa und der Filialleiter, Seite an Seite, er trank sein Bier und sie knabberte Salzstangen.
Frage von DiNexz | am 11.01.2016 - 18:21


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Antwort von matata | 11.01.2016 - 18:27
Und wie hiess die Aufgabe, die du dazu bekommen hast?

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Antwort von DiNexz | 11.01.2016 - 18:30
Analysieren Sie die Kurzgeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Kommunikation!


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Antwort von matata | 11.01.2016 - 18:34
Gut, das ist klar. Aber deine Texte kann ich trotzdem nicht ordnen. Ich weiss wirklich nicht, in welcher Reihenfolge ich sie lesen soll.
Aber stell sie bitte nicht noch einmal alle ein.

Ich werde keine Verbesserungsvorschläge machen dazu.
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Antwort von DiNexz | 11.01.2016 - 18:47
Wenn ihr mir nicht weiterhelft, kann ich doch nicht meine Note verbessern . Außerdem weiß ich ehrlich gesagt nicht, wo ich sonst Hilfe besorgen soll. Klar kann man zur einer Nachhilfe gehen, kostet aber viel zu viel Geld. Sie sind doch nicht die einzige, die arbeitet oder ? LG Ibrahim


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Antwort von matata | 11.01.2016 - 18:51
Nein, es gibt noch andere User oder Userinnen, die helfen und korrigieren. Aber wir arbeiten alle freiwillig hier. Vielleicht ist ja später jemand so nett und versucht es noch mit einem der Texte. Du musst einfach warten.
Aber versuchen kannst du es ja wirklich selber. Lernen kannst du am meisten, wenn du selber arbeitest und nicht, wenn du abschreibst.
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Antwort von cleosulz | 11.01.2016 - 22:20
Vielleicht siehst du dich mal im Internet zu der Kurzgeschichte um - was andere dazu geschrieben haben.

www.inhaltsangabe.info

www.abipur.de

www.rhetoriksturm.de

www.e-hausaufgaben.de

Danach machst du dich mal an die Arbeit und bearbeitest deine Klausur nach den Anmerkungen deiner Lehrerin.
Die überarbeitete Fassung kannst du ja noch einmal einstellen (möglichst als Fliestext und nicht als 10 Fotos in 10 verschiedenen Threads).
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Antwort von cleosulz | 11.01.2016 - 22:22
Ach ja, beherzige Matatas Rat:
Lesen, Gedanken machen und selbst etwas (eigenständig) formulieren.
Abschreiben bringt dich nicht wirklich weiter.
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