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Referat: Karlheinz Stockhausen - Was ist Musik, Ideen geschichtlicher Betrachtung

Alles zu Stockhausen, Karlheinz

KARLHEINZ STOCKHAUSEN


WAS IST MUSIK? – IDEEN GESCHICHTLICHER BETRACHTUNG

Aufbau:
Karlheinz Stockhausen – Kurzbiografie
Was ist Musik für Stockhausen?
HYMNEN
Serielle Musik
Punktuelle Musik
Aleatorik bei Stockhausen
Collagen
Gruppenkompositionen
Glossar
Quellen
1) Karlheinz Stockhausen - Kurzbiografie
geboren am 22. August 1928 in Kerpen-Mödrath bei Köln
einer der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts
studierte an der Kölner Musikhochschule Musikpädagogik und Klavier
studierte an der Universität zu Köln Musikwissenschaften, Germanistik und Philosophie
seit 1950 Komponist
zunächst Beschäftigung mit serieller Musik, später mit elektronischer
2) Was ist Musik für Stockhausen?
Karlheinz Stockhausen beschäftigte sich vor allem mit serieller Musik, deren Grundlage die Zahlen sind, er stützt sich damit auf die Lehre des Pythagoras, dass alles auch die Musik aus Zahlen besteht. Außerdem beschäftigte sich Stockhausen mit einer stilistischen Ausprägung der seriellen Musik, der punktuellen Musik, bei der die Parameter der Töne durch Elementreihen festgelegt sind, deren Schnittpunkte jeweils die Qualität des Einzeltons bestimmte. Stockhausen legt der jeglicher Art von Musik Zahlen zu Grunde, so auch der Aleatorik, bei der es sich um die Einführung des Zufalls in die Kompositionspraxis handelt. Stockhausen fasst den Zufall als mathematisch-statistische Fragestellung auf und er formulierte die Theorie von Gruppenkompositionen. Bei Gruppenkompositionen gelten musikalische Eigenschaften nicht mehr für Einzeltönen sondern für übergeordnete Einheiten (Gruppen). Karlheinz Stockhausen waren einer der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, da er durch seine Theorie der Gruppenkompositionen die Artikulation komplexer musikalischer Formen ermöglichte.

3) HYMNEN
Karlheinz Stockhausen plante über viele Jahr ein größeres Werk elektronischer, vokaler und instrumentaler Musik mit den Nationalhymnen verschiedener Länder zu komponieren. Für ihn waren Nationalhymnen mehr als das: sie sind ‚geladen’ mit Zeit, mit Geschichte – mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Außer den Nationalhymnen wurden weitere „gefundene Objekte“ verarbeitet: Sprachfetzen, Volksklänge, aufgenommene Gespräche Ereignisse aus Kurzwellenempfängern, Aufnahmen von öffentlichen Veranstaltungen usw.

4) Serielle Musik
Serielle Musik basiert auf dem Versuch möglichst alle Eigenschaften der Musik auf Zahlen- oder Proportionsreihen aufzubauen. Diese Idee ist rational-mathematisch ausgerichtet. Alle Parameter der Musik werden durch mathematische Operationen quantifiziert und in einer vorab ermittelten Zahlenproportion reihenmäßig erfasst.
Beispiel: Karlheinz Stockhausen – Gruppe für 3 Orchester

5) Punktuelle Musik
Die Punktuelle Musik ist eine stilistische Ausprägung der seriellen Musik. Man versteht darunter jene Art von serieller Musik, bei der die Parameter der Töne durch Elementreihen festgelegt sind, deren Schnittpunkte jeweils die Qualität des Einzeltons bestimmte.

6) Aleatorik bei Stockhausen
Aleatorik (lat. alea: Würfel) ist die Einführung des Zufalls oder der Improvisation in die moderne Kompositionspraxis.
Stockhausens Auffassung von Zufall wurzelte in mathematisch-statistischen Fragestellungen. Mit Hilfe von Zufallsoperationen stellte er aus bestehenden Texten künstliche her und untersuchte deren Redundanz. Solche Experimente führte n zur Idee, Klänge mit Hilfe statistischer Kriterien zu komponieren.
Stockhausen sieht in der Synthese von reiner Zufallskomposition Cage'scher Prägung und den systematisch-deterministischen Methoden der seriellen Musik den "Quell einer reichen und lebendigen neuen Musik, in der zwischen den Extremen des Unkontrollierten und des äußerst Organisierten eine weite Skala von Ordnungsgraden erlebbar würde". Das anarchistische Moment des Cage'schen Zufalls wird ins serielle Konzept übernommen und so modifiziert, dass es scheinbar widerspruchslos darin eingeschmolzen werden kann. Wiederum begegnet einem die Idee des Kontinuums: die Vermittlung zwischen Ordnung und Chaos. In seinem ersten kompositorischen Beitrag zum Thema Zufall wird kontinuierlich zwischen dem ganz Determinierten und dem völlig Freien vermittelt: "die Struktur mit dem größten Freiheitsgrad ist so geformt, dass sie der ihr unmittelbar folgenden äußerst determinierten Struktur zum Verwechseln ähnlich wird."
Die Zufallsentscheidungen werden nicht im Inneren der Komposition selbst getroffen, sondern als Wahlmöglichkeiten für den Interpreten an die Oberfläche gekehrt. Damit soll der seriellen Musik ihre Sterilität genommen und dem Interpreten ein Bereich der "freien Entscheidung" eingeräumt werden. Unterschied zur entwickelnden Variation des 19. Jahrhunderts werden hier die einzelnen Strukturen nicht voneinander abgeleitet, was eine definierte Abfolge in der Zeitrichtung zwingend erforderlich macht, sondern gehen richtungslos aus einem gemeinsamen Keim hervor. Deshalb kann ihre Anordnung auch beliebig erfolgen, da es keine Konsequenz hinsichtlich der zeitlichen Abfolge gibt.

7) Collagen
Gezielte Verwendung von vorgegebenen musikalischem Material in ursprünglicher oder verfremdeter Form.

8) Gruppenkompositionen
Gruppenkompositionen sind Kompositionen deren Material aus Gruppen besteht. Diese sind nach Karlheinz Stockhausen „eine bestimmt Anzahl von Tönen, die durch verwandte Proportionen zu einer übergeordneten Erlebnisqualität verbundne sind.“
Die Theorie der Gruppenkompositionen wurde von Karlheinz Stockhausen formuliert, sie stellt die Korrektur des ursprünglichen seriellen Konzepts dar. Bestimmte musikalische Eigenschaften gelten nicht mehr für Einzeltöne, sondern für übergeordnete musiklaische Einheiten („Gruppen“). Dadurch wird die Artikulation komplexer musikalischer Formen wieder möglich.
9) Glossar
Parameter: akustische Eigenschaften des Klangs.
Redundanz: Der Begriff Redundanz (v. lat. redundare – im Überfluss vorhanden sein) bezeichnet allgemein das mehrfache Vorhandensein funktions-, inhalts- oder wesensgleicher Objekte.
10) Quellen

Internet:
de.wikipedia.org/wiki/Karlheinz_Stockhausen
de.wikipedia.org/wiki/Serielle_Musik
www.sim.spk-berlin.de/pdf/hmt/HMT_SIM_Punktuelle_Musik.pdf

Lexika:
dtv-Atlas zur Musik, Band 1
Knaus Musik Lexikon
Musik im Leben, Band 3
Musik in Geschichte und Gegenwart
Spielpläne 9/10, Musibuch
Inhalt
Diese Datei beschäftige sich mit dem Komponisten Karlheinz Stockhausen. Es werden seine Betrachtungsweisen der Musik dar gelegt und erläutert.

Aufbau:
1) Karlheinz Stockhausen – Kurzbiografie
2) Was ist Musik für Stockhausen?
3) HYMNEN
4) Serielle Musik
5) Punktuelle Musik
6) Aleatorik bei Stockhausen
7) Collagen
8) Gruppenkompositionen
9) Glossar
10) Quellen (783 Wörter)
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25.09.2005 von unbekannt
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