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Referat: Abtreibungsmethoden

Alles zu Handlungsspielräume

Gesetzliche Lage


„Die Würde eines Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlicher Gewalt.“ Dieser Satz steht am Anfang des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. Weiter heißt es: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich.“
Das ungeborene Leben ist die schwächste Form menschlichen Lebens. Aber wird es auch als Mensch anerkannt?! Nein – zumindest nicht vor dem Gesetz. Hier beginnt das Leben erst mit dem Zeitpunkt der Geburt. Vorher hat allein die Mutter das Recht über das Leben ihres ungeborenen Kindes zu entscheiden. Laut §218a des StGB ist eine Abtreibung durch den Arzt – egal aus welchem Grund – bis zur 12. Schwangerschaftswoche nicht strafbar, wenn vorher ein Beratungsgespräch stattgefunden hat. Weiterhin wird der Schwangeren aber auch das Recht eingeräumt ihr Kind bis kurz vor Ende der Schwangerschaft abtreiben zu lassen, sollte eine Gefahr für ihre körperliche oder seelische Gesundheit bestehen. Dies ist allerdings eine sehr allgemeine Formulierung.

Abtreibungsmethoden
Im Folgenden möchte ich euch nun sechs verschiedene Abtreibungsmethoden vorstellen. Dies sind: die Absaugmethode, die Curettage, die Abtreibungspille Mifegyne, die Prostaglandin-Hormon-Methode, der Kaiserschnitt und die Salzverätzung.

Absaugmethode
Das Absaugen ist die am häufigsten praktizierte Abtreibungsmethode. In Deutschland werden ca. 83% aller Schwangerschaftsabbrüche auf diese Weise durchgeführt. Angewandt wird sie zwischen der 6. und der 12. Schwangerschaftswoche.
Durch den erweiterten Muttermund wird ein flexibler Plastikschlauch in die Gebärmutter eingeführt. Durch einen Sog, der etwa zehnmal so stark ist wie der eines Staubsaugers, wird das Kind mitsamt Mutterkuchen in Stücke zerrissen. Zuerst werden die Arme und die Beine vom Körper getrennt, dann der Rumpf vom Kopf. Da der Kopf zu groß ist um durch den Schlauch zu passen, knackt ihn der Arzt mit Spezialinstrumenten wie eine Nuss und saugt die Bruchstücke einzeln ab. Das Ergebnis sieht dann folgendermaßen aus. Oft kann man wie hier in diesem blutroten Brei noch winzige Ärmchen und Beinchen erkennen.

Curettage

Die Curettage kommt ebenfalls bis zur 12.Schwangerschaftswoche zur Anwendung. Allerdings entscheidet sich nur etwa jede zehnte Frau für diese Abtreibungsmethode. Mit Hilfe verschiedener Instrumente wird der fest verschlossene Muttermund erweitert, so dass der Arzt mit einem scharfen gebogenen Messer in die Gebärmutter eindringen kann. Das Kind wird in Stücke zerschnitten und die einzelnen Körperteile entfernt. Daraufhin wird die Gebärmutter mit einer Curettage – ein stumpfes Schabeisen – ausgeschabt. Zum Schluss müssen noch die einzelnen Leichenteile wie ein Puzzle zusammengesetzt werden, um sicher zu gehen, dass die Gebärmutter leer ist. Sonst könnten starke Blutungen und Infektionen auftreten. Das Kind sieht nach dieser Prozedur folgendermaßen aus:

Mifegyne
Die Abtreibungspille Mifegyne, oder auch RU 486 genannt, ist erst seit kurzem auf dem Markt und kann nur bis zum 49.Tag der Schwangerschaft angewendet werden. Daher entscheiden sich auch nur etwa 4% aller Frauen für diese Abtreibungsmethode. Die Schwangere muss drei Tabletten schlucken, die jeweils 200g Mifepriston enthalten. Dieses Mifepriston belügt den Körper der Frau und sagt: „Du bist gar nicht schwanger.“ Das hat zur Folge, dass die Funktion von Gebärmutter und Nabelschnur aufgehoben werden; Sauerstoff und Nahrung gelangen nicht mehr zum Kind. Mifegyne lässt das Kind im Mutterleib langsam verhungern und verdursten – ein Tod, der sich über zwei Tage hinziehen kann. Nach diesen 48 Stunden bekommt die Frau ein wehenauslösendes Mittel verabreicht – das tote Kind wird ausgestoßen.
Die folgenden drei Methoden sind Spätabtreibungen, sprich nach der 12.Woche. Diese dürfen, wie ich ja bereits erwähnte, unter bestimmten Umständen bis kurz vor der Geburt durchgeführt werden.

Prostaglandin-Hormon-Methode
Eine besonders gängige Spätabtreibung ist die Prostaglandin-Hormon-Methode. Dieses Medikament wird in die Gebärmutterschleimhaut gespritzt und löst anhaltende Geburtswehen aus. Das Kind wird, wenn es die Belastung der Wehen übersteht, lebend geboren – und dann dem Tod überlassen. Eine Krankenschwester berichtet, dass die Kinder oft Stunden nach dem Eingriff in Abfallbehältern noch zucken und wimmern.

Kaiserschnitt
Ähnlich ist es auch bei der Hysterotomie, dem „Kaiserschnitt“. Der Leib und die Gebärmutter der Frau werden chirurgisch geöffnet. Daraufhin wird das Kind aus der Gebärmutterhöhle gehoben – und weggeworfen. Fast alle Kinder kommen lebend zur Welt. Sie werden nach der Entbindung entweder getötet oder unversorgt liegengelassen, bis sie – oft nach stundenlangem Todeskampf – gestorben sind.

Salzverätzung
Die Salzverätzung ist in Deutschland nicht weit verbreitet. Hierbei wird eine konzentrierte Salzlösung in die Fruchtblase der Mutter gespritzt. Das Kind schluckt die Flüssigkeit und wird so langsam verätzt. Der Todeskampf des Kindes dauert über eine Stunde – manchmal werden sie sogar lebend geboren. Das Ergebnis einer Salzverätzung sieht folgendermaßen aus: … Die zerstörerische Wirkung des Salzes hat die gesamte äußere Hautschicht verbrannt – das rohe, rote Fleisch wurde freigelegt. Wenn man bedenkt, dass die Mundhöhle und die Körperoberfläche bereits seit der achten Woche zum größten Teil reiz- und schmerzempfindlich sind, kann man sich wohl ziemlich gut vorstellen, welche Schmerzen das Kind vor seinem Tod empfindet.

Post Abortion Syndrom
Und schlussendlich muss man auch bedenken, dass es bei einer Abtreibung neben dem Kind noch ein weiteres Opfer gibt: seine Mutter. Sehr viele Frauen leiden nämlich am Post Abortion Syndrom, kurz PAS, das die Folgen einer Abtreibung beschreibt. Die häufigsten körperlichen und seelischen Schäden sind: Entzündungen der Gebärmutter und der Eileiter, was zu dauernder Unfruchtbarkeit führen kann. Früh- und Fehlgeburten sind nach einer Abtreibung dreimal so häufig aber auch Missbildungen bei späteren Kindern treten zunehmend öfter auf. Viele Frauen leiden nach einer Abtreibung an Depressionen und Schlafstörungen. Oft kommt es auch zu Eheproblemen. Einige Frauen kommen mit sich selbst nicht mehr klar und sehen als einzigen Ausweg nur noch den Tod.
Zum Schluss sei noch angemerkt, dass über 90% der Frauen, die bereits eine Abtreibung hinter sich haben, nicht mehr abtreiben würden. Jede zweite Frau wünscht sich ihr Kind zurück und 75% aller Frauen hätten sich gegen eine Abtreibung entschieden, wenn sie in der Entscheidungszeit unterstützt und korrekt informiert worden wären. Erschreckend ist auch, dass viele Frauen gar nicht wussten, wie weit ihr Kind zum Zeitpunkt der Abtreibung bereits entwickelt war. Diese Frauen berichten, sie hätten niemals abgetrieben, wenn sie richtig informiert gewesen wären.
Falls ihr euch jetzt noch tiefgründiger mit diesem Thema befassen wollt, empfehlen wir euch folgende Internetseiten: …
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Ergänzung zu der Präsentation zu den Themen "gesetzliche Lage", "Abtreibungsmethoden" sowie dem "Post Abortion Syndrom". (1000 Wörter)
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17.09.2004 von unbekannt
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