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Referat: Gandhis Methoden und Prinzipien der Gewaltlosigkeit

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Gandhis Methoden und Prinzipien der Gewaltlosigkeit


Gandhi verstand unter Gewaltlosigkeit nicht einfach passiven Widerstand, der einen zum Schwächling abstempelt, sondern ein Prinzip, das zwar Opfer fordert, den Schwächeren aber schlußendlich zum Stärkeren macht. In seinen Augen war Gewaltlosigkeit die einzige Möglichkeit zur friedlichen Koexistenz aller Völker und Rassen.
So kämpfte Gandhi ohne jegliche Anwendung von Gewalt für die Unabhängigkeit Indiens, das zu dieser Zeit von den Engländern besetzt wurde. Zum Beispiel hat Gandhi einen landesweiten Streik organisiert. In ganz Indien hat an diesem Tag nichts mehr funktioniert. Kein Bus oder Zug fuhr, kein Geschäft war offen und, was sehr wichtig war, die Telegraphen funktionierten nicht mehr. Die Briten waren von ihrem Mutterland abgeschnitten. Das hat ihnen Angst gemacht. Und Gandhi hatte wieder viel Aufmerksamkeit von der weltweiten Presse.
Ein anderes Mal, hat er die Leute bei einer Veranstaltung aufgefordert, alle Klamotten, die aus England kamen, zu verbrennen. Viele der indischen Klamottenindustrien sind bankrott gegangen, weil die Briten Klamotten importiert haben. Dadurch sind sehr viele Menschen in Indien arbeitslos geworden. Das Feuer, das nach der Veranstaltung angezündet wurde, war riesig und wurde von der Welt bestaunt. Später, als Gandhi noch mal in London war, um über die Unabhängigkeit Indiens zu diskutieren, hat er sich auch die Zeit genommen und die Fabrikarbeiter in den Fabriken besucht, die die Klamotten hergestellt haben. Viele von ihnen sind durch den indischen Boykott der britischen Klamotten arbeitslos geworden. Aber sie konnten Gandhi gut verstehen und haben ihn gemocht. Er hat ihnen erklärt, dass ein Arbeitsloser in Indien gar nichts hat, während es in England ja noch Hilfsgelder und vieles mehr gibt. Sie haben ihn verstanden und wollten ihren Wohlstand nicht auf dem Rücken hungernder Menschen aufbauen. Außerdem fanden sie es gut, dass Gandhi sie besucht hat, um mit ihnen zu reden. Das war etwas, was ihre eigenen Politiker nie gemacht hatten.
Einmal hat er sogar eine Gruppe Inder, die er versammelt hatte, aufgefordert, ihre britischen Pässe zu verbrennen, da sie nicht die Rechte der Briten hatten. Er hat die Pässe der Leute gesammelt und in ein Feuer geschmissen. Ein Polizist hat immer wieder auf ihn eingeschlagen, aber solange er sich noch bewegen konnte, hat er Pässe ins Feuer geschmissen. Das hat ihm Schlagzeilen in den Zeitungen und die Sympathie vieler Menschen eingebracht.
Die wahrscheinlich spektakulärste Tat war der berühmte Salzmarsch von Ahmedabad an die Küste (200km). Er hat dort vorgehabt, dass sich jeder Mensch symbolisch eine handvoll Salz nimmt. Das Salz aus dem Indischen Meer sollte auch den Indern gehören. Vor den Salzwerken haben die Engländer Soldaten postiert. Die Inder sind in kleinen Gruppen auf die Soldaten zu und in Richtung Eingang der Salzwerke gegangen. Die Soldaten haben jeden einzelnen mit ihren Schlagstöcken niedergeschlagen. Keiner hat sich gewehrt. Sie haben sich einfach niederschlagen lassen. Das fand den internationalen Anklang und die Briten wussten nicht, wie sie damit umgehen sollten. Wie sollten sie einen Feind bekämpfen, der keine Gewalt benutzt und trotzdem so resolut ist? Dazu kam, dass England durch den zweiten Weltkrieg geschwächt war und so wurde Indien 1947 unabhängig.
Als dann die Hinduisten und die Muslime anfingen, sich gegenseitig zu bekämpfen, fing er an zu fasten. Er fastete so lange, bis er fast starb. Er sagte, er wolle erst aufhören, wenn die Schlachten aufhörten. Kurze Zeit später hörten die Kämpfe auf und Gandhi fing wieder an zu essen.
Durch diese doch ziemlich einfachen Methoden der Gewaltlosigkeit hat Gandhi mehr erreicht als jede Drohung, jeder Anschlag und jeder Krieg.
Sein Prinzip der Gewaltlosigkeit hat sich auch bei Martin Luther King gut bewährt.
Gandhi war ein Mann, den Niemand so schnell vergessen wird!
Inhalt
Die Aufgabenstellung dieses Referats war, Ghandis Methoden und Prnzipien der Gewaltlosigkeit herauszuarbeiten. (596 Wörter)
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18.02.2003 von unbekannt
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