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Referat: Schiller, Friedrich - Maria Stuart, ein klassisches Drama

Alles zu Friedrich Schiller  - Maria Stuart

Friedrich Schiller: "Maria Stuart"



Einführung

Im Stück von Friedrich Schiller ist Maria ungefähr 25 und Elisabeth 30 Jahre alt. In Wirklichkeit war aber Maria 44 und Elisabeth 53. Schiller wollte eine junge Elisabeth, die noch Ansprüche stellen darf, und so musste sie von einer jungen Schauspielerin, welche Liebhaberin zu spielen pflegt, gespielt werden.
Maria, die schottische Königin, wurde verdächtigt am Mord ihres zweiten Mannes Darnley beteiligt gewesen zu sein. Nach einigen Schwierigkeiten flieht sie nach England um dort bei ihrer Verwandten Schutz zu suchen. Für Elisabeth ist es eine schwierige Situation, denn sie fürchtet, dass Maria Ansprüche auf ihren Thron erhebt. Sie lässt Maria einkerkern.

Inhalt

1. Aufzug:
Maria erscheint leidend
Der Anteil am Mord von Darnley wird deutlich
Sie zeigt ihre königliche Würde, ist aber über ihr Schicksal keinesfalls erhaben
Maria fordert ein Treffen mit Elisabeth, da sie von einem Gericht verurteilt wurde indem nur Männer sitzen und sie möchte jetzt mit einer Frau reden
Attribute Marias: Schönheit und Jugend, die nicht der Wirklichkeit entsprechen, um die Elisabeth sie sehr beneidet
Maria erhält durch Sir Paulet den Urteilsspruch
Sie sieht aber noch eine Hoffnung indem Brief an Graf Leicester, der eine tiefere Neigung für sie empfindet
Zum Schluss des 1. Aufzugs wird Maria überlegener
Lord Burleigh teilt ihr offiziell das Todesurteil mit, welches sie ja schon kennt, widerlegt es und beweist zudem die Unzuständigkeit des Gerichts

2. Aufzug:
Elisabeth will den französischen Herzog von Anjon nicht heiraten, um ihre Jungfräulichkeit zu erhalten. In Wirklichkeit will sie ihre Macht erhalten
Stadtratsszene:
Burleigh: er stellt die Stimme des Volkes in den Vordergrund; ist für das Urteil
Shrewsbury u. Leicester: wollen Elisabeth bewegen nicht zu unterschreiben
Leicester versucht Elisabeth zu einem Treffen mit Maria zu überreden
Burleigh versucht dies aber zu verhindern
Schluss: Leicester bereitet das Treffen auf raffinierte Art vor

3. Aufzug:
Höhepunkt des Stücks
Maria und Elisabeth treffen sich in einem Park
Elisabeth greift Maria persönlich und auch politisch an
Maria versucht hingegen zuerst mit unglaublicher Beherrschung, Unterwürfigkeit und Verwandtschaft das Herz Elisabeths zu erreichen
Nach abermaliger Erniedrigung bricht der Hass aus Maria heraus
Sie behält aber ihre Würde und triumphiert am Schluss über Elisabeth


4. Aufzug:
Burleigh entlarvt das Doppelspiel von Leicester
Leicester verrät Mortimer indem er ihn verhaften lässt
Mortimer entgeht allem durch Selbstmord
Burleigh will ein Zusammentreffen von Leicester mit Elisabeth verhindern, damit Leicester sich nicht rechtfertigen kann; gelingt ihm nicht
Leicester nutzt seine Stellung in Elisabeths Herz aus und spielt um sein Leben
Er berichtet von Mortimers Verhaftung und stimmt letztendlich sogar für Marias Hinrichtung
Elisabeth ist nun hin und hergerissen und zu keiner Entscheidung bezüglich des Todesurteils fähig
Sie übergibt es Davison
Burleigh sieht es in Davisons Händen und entreißt es ihm

5.Aufzug:
Marias Schicksal ist nun entgültig besiegelt
Sie ist aber nun über ihr Schicksal erhaben und kann sogar noch vor der Hinrichtung schlafen
Vielmehr weint sie um das Schicksal von Mortimer und Sir Paulet als um ihr eigenes
Maria ist sehr an den christlichen Glauben gebunden ohne den sie nie diese Schuldbewältigung geschafft hätte
Nach neunzehnjähriger Gefangenschaft wird Maria Stuart hingerichtet; sie stirbt voll Würde und Fassung
Elisabeth denkt sich nun in Sicherheit; sie schiebt die Schuld von sich und lässt dafür Davison und Burleigh einkerkern
Shrewsbury verlässt freiwillig das Land und Leicester geht nach Frankreich wo Marias Leichnam beerdigt wird
Elisabeth ist nun noch einsamer als am Anfang


Epochale Eingliederung

Ein wichtiger Grundsatz der Klassik ist, dass der Held mit seinem Schicksal ringt, wie Maria es tut
Maria ist sich ihrer Schuld bewusst, ringt aber mit ihren Schuldgefühlen und der Situation eingesperrt zu sein
Zudem kommen die Erniedrigungen Elisabeths, die sie auch sehr bedrücken
Maria muss ihre Schuld überwinden um zu einem erhabenen Menschen zu werden
Schiller unterscheidet zwischen "Übereinstimmung von Neigung und Pflicht(schöne Seele)" und "Sieg der Pflicht über die Neigung im Konfliktfall(Würde)"
Die Verwirklichung dieser Gegensätze führt zur Schönheit im Menschen und zum Erhabenen im Menschen
Der Mensch verfügt über ein Äußeres( Taten, Triebe, Begebenheiten) und über ein Inneres( geistiges Ideal). Das Zusammenwirken beider gibt dem Menschen seine Individualität
Maria Stuart ist am Schluss ein erhabener Mensch im klassischen Sinn, da sie nicht gescheitert ist, sondern ihrem Schicksal getrotzt hat und über die übernatürlichen Kräfte gesiegt hat, da diese nur ihren physischen Körper beeinflussen können aber nicht ihren psychischen
Inhalt
Inhaltsangabe jedes einzelnen Aktes
epochale Eingliederung des Dramas Maria Stuart von Friedrich Schiller
Erklärung der Grundzüge eines klassischen Dramas (759 Wörter)
Hochgeladen
06.07.2002 von turtle
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