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Das Spätmittelalter

Alles zu Mittelalter (500-1500)

Das Spätmittelalter



Allgemeiner Überblick:
- Rittertum sank von seiner Höhe herab
politische Zuchtlosigkeit und erschreckender moralischer Verfall
auch mit militärischer Überlegenheit der Ritter war es nach der Schlacht bei Morgarten vorbei (1315)
zwischen 1300 und 1500: Umschichtungspolitik
Dichtung hat aristrokratisch-höfischen Charakter verloren und ist bürgerlich-volkstümlich geworden
Bürgertum ist bildungsinteressiert

Die Mystik
Schwermut beherrschte vielfach die Menschen, Hungersnöten, Stadtbrände und Pest wurden als Strafen Gottes angesehen
Neue Frömmigkeit brach sich Bahn (da der Leib hinderlich ist bei der Vereinigung mit Gott muss er durch Askese abgetötet werden)
Volkslied, Volksbuch und später der Meistergesang sind Ausdrucksformen für das poetische Empfinden der Bürger
Starker Trieb zu dramatischen Gestalten, äußerte sich in Mysterien, Passionsspielen; Volksschauspielen; Fastnachtspielen und Puppenspielen
Gegen Ausgang des MA: Drang nach Gesang und dramatisch gestaltetem Kult
Neuer Geist des Humanismus brachte Zersetzung des mittelalterlichen Geistes
Zwiespalt fand seinen ergreifendsten Niederschlag im „Ackermann aus Böhmen“ (1400) => Bruch mit dem Mittelalter war vollzogen
Das Volkslied
Entstehung: verdankt sein Entstehen, Wort und Weise einzelnen Menschen
Dichter erhebt keinen Anspruch auf sein geistiges Eigentum, jeder kann es verändern, wird so Eigentum des Volkes
Eigenschaften: drückt allgemeine Empfindungen aus, wie z.b. Liebe, Treue, Untreue, Abschied von der Geliebten, Abschied von der Heimat, Sehnsucht nach der fernen Heimat, Begeisterung für einen Helden, Freude an der Natur
Sprachlich meist etwas unbeholfen, jedoch von großer Dichte und Innigkeit, Wort und Weise ergeben zusammen ein Lied
Die Dichter: besonders in den wandernden Städten zu suchen, oder wo der Beruf viel freie Zeit lässt, z.B. Studenten, Handwerksburschen, Soldaten; Jäger, Hirten; Müller
Geistliche Volkslieder sind z.B. die in der Liturgie verwendeten, z.B. „Es ist ein Ros entsprungen“, der Liebe gewidmet, z.B. „Wie schön blüht uns der Maien“, der Heimatsehnsucht gewidmet, z.B. „Innsbruck ich muss dich lassen“, historische Zügen tragend, wie z.B. „Die Schlacht von Pavia“ oder balladenartig, wie z.B. „Lilofe“
Blütezeit des Volksliedes fällt in das 14. und 15, Jhd, Verbreitung erfolgte von Mund zu Mund
Humanismus hatte kein Interesse an der Volkspoesie, daher auch nicht am Volkslied
Reformation schätzte das Volkslied (Luther dichtete weltliche Volkslieder in geistliche um)
In der Romantik entstehen bedeutenste Volksliedsammlungen
Volksliedsammlungen: u.a. Herder „Stimme der Völker in Liedern“ (1778/79) schuf den Ausdruck „Volkslied“
Brentano und Arnim „Des Knaben Wunderhorn“ (1806-08) erlauben sich willkürliche Änderungen
L. Uhland „Alte hoch- und niederdeutsche Volkslieder“ (1844/45) erste nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten herausgegebene größere Sammlung
dem mächtig gestiegenen Lebensbedürfnis der Volksmassen halfen Volksbücher ab
erste Formen gehören noch zum Ausklang des MA
finden erst im 16. Jhd durch den Buchdruck weite Verbreitung
bereits zu Beginn des 14. Jhds in Frankreich Prosa dem Volk zugänglich
in Deutschland erst im 15. Jhd
den ältesten dieser Werke liegt Sagenstoff zugrunde
Bsp: „Tristan“, „Die vier Haimonskinder“, „Die schöne Melusine“, Genoveva“, Fortunat“, „Griseldis“
Neben diesen Volksbüchern einige, die ihren Stoff aus der Gegenwart nahmen (Inhalt komisch oder possenhaft)
Bsp: „Till Eulenspiegel“, „Die Schildbürger“, „Die Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen“
„Das geistliche Drama“: Gottesdienst bildet den Ausgangspunkt (schon im 10.Jhd das Osterevangelium in verteilten Rollen gelesen, Passionsgeschichte im Wechselgesang vorgetragen, Verkündigung der Geburt Christi an die Hirten dramatisch dargestellt) daraus entstanden im 12. Jhd die Weihnachts- und Dreikönigsspiele
Bsp für älteste Dramen des MA: „Benediktbeurener Osterspiel“, „Osterspiel von Muri“, „Weihnachtsspiel aus Beneditktbeuren“
Auch andere bibl. Stoffe dramatisiert, daraus entstanden bibl. Dramen und die Prophetenspiele
Lat. Sprache allmählich durch deutsch ersetzt
„Das weltliche Drama“ entstanden aus alten Frühlingsbräuchen, zB. Der Kampf zwischen Sommer und Winter
allerlei Berufsstände, aber auch Juden, Teufel in Aufzügen verspottet
aus diesen Aufzügen entstanden Fastnachspiele
Vorläufer sind Rosenplüt und Hans Folz, Höhepunkt ist Hans Sachs
Ältestes überliefertes weltliches Drama ist „St. Pauler Neidhartspiel“
Andere z.B. „Großes Tiroler Neidhartspiel“, „Rumpholt und Mareth“
„Das Werk als Spiegelbild der Zeit“
Tod vertritt Anschauungen des asketischen MA: Leib ist Gefäß der Sünde, alle Schönheit ist vergänglich
Ackermann Vertreter der neuen Zeit: Mensch ist Krone der Schöpfung, Körper ist zweckmäßig und in seiner Schönheit bewundernswert
Sprache: Grundlage ist die Kanzleisprache der Luxemburger (in Prag entstanden unter humanistischem Einfluss)
Kennzeichen für humanistischenCharakter sind Zierlichkeit, gehäufte Bilder, feierliche Pracht des Vortrages
Vorbild war Gedicht von Engländer W. Langland „Piers the Ploughman“
Neuhochdt. Zeit setzt mit Renaissance ein, Nachahmung der Antike in Sprache und Form

Auslösung bringt man mit folgenden drei Ereignissen in Verbindung:
1. mit Eroberung Konstantinopels
2. mit Entdeckung Amerikas
3. mit Luthers Reformation
17. Jhd ist Zeitalter des Barocks
nachfolgende Epochen: Aufklärung, Pietismus, Sturm und Drang, deutsche Klassik, Romantik
19. Jhd eingeleitet durch Romantik
Inhalt
Unser Deutschlehrer hat uns ein paar Seiten aus seinem Buch kopiert aus denen wir das Wichtigste zum Thema "Spätmittelalter" rausschreiben sollten. Hier enthalten zum Beispiel die Mystik, das Volkslied, das Volksbuch, ... (724 Wörter)
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09.12.2004 von unbekannt
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