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Multinationale Unternehmen: Apple - Kurzportrait als Global Player

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Apple - Kurzportrait als "Global Player"



Apple Incorporated, gegründet von Steve Wozniak, Ronald Wayne und dem allseits bekannten Steve Jobs mit einem Startkapital von 1300 US-Dollar am 1. April 1976, ist mit einem Wert von rund 185 Milliarden US-Dollar aktuell die wertvollste Marke der Welt. Der Hauptsitz dieses amerikanischen Unternehmens liegt im kalifornischen Cupertino. Die Herstellung der Computer, mobiler Unterhaltungselektronik, Betriebssysteme und Anwendungssoftware liegt im Kern der Firma, wohingegen zu beachten ist, dass die Produktion an andere Firmen, hauptsächlich in Asien, ausgelagert wird. Ende September 2013 arbeiteten 80.300 Mitarbeiter für Apple. 2013 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von rund 170,9 Mrd. US-Dollar. Die Leitung des Unternehmens übernahm Tim Cook als CEO nach dem Tod von Steve Jobs, sowie Arthur D. Levinson als Chairman.

Im heute bekannten Silicon Valley entwickelte Steve Wozniak die ersten Rechner, die in der Garage von Steven Paul Jobs zusammengebaut wurden. Der Apple I wurde einige hundert Mal verkauft, wohingegen der Nachfolger Apple II sich bis 1985 bereits knapp zwei Millionen Mal verkaufte.
Der erste Macintosh, welcher wesentlich billiger war als die missglückten Vorgänger nach dem Apple II, schaffte es durch das Graphical User Interface sich auf dem weltweit entstehenden PC-Massenmarkt zu etablieren. 2014 stellt das 30-Jährige Jubiläum dieses erfolgreichen Bildschirmcomputer dar. Auf der offiziellen Internetseite der Firma kommentiert die Firma das Jubiläum folgendermaßen: "1984 stellte Apple der Welt den Macintosh vor. Alles an ihm war so einfach, dass die Leute ihn einfach nutzen konnten. Und er enthielt ein Versprechen - die Kraft der Technologie aus den Händen weniger in die Hände aller zu legen, um so die Welt zu verändern. [...]" Anhand dieses Kommentars ist bereits die enthusiastische gefühlsgeladene Art der Firma zu ihren Produkten zu erkennen.
Bis 1996 befand sich Apple anschließend auf einem Abstiegskampf, wobei es fast zur Zahlungsunfähigkeit kam oder zu einer Übernahme durch Oracle oder Sun. Den Weg aus der Krise meisterte das Unternehmen durch die Übernahme des Computerherstellers NeXT in demselben Jahr, wobei dessen Betriebssystem NeXTStep die Grundlage für das aktuelle Betriebssystem Mac OS X und das mobile iOS bildete. Fünf Jahre später stellte Apple den MP3-Player iPod vor und entwickelte eine eigene Einzelhandelspräsenz, um einen höheren Gewinn zu erwirtschaften, wobei erst ab 2007 die Firma, durch das iPhone, den iPod Touch und dem iPad, zu weltweiter Berühmt-heit in den meisten gesellschaftlichen Schichten gelangte. Die Umsatzsteigerungen erfolgten jedoch hauptsächlich in den Jahren 2004 bis 2013, wie auch aus der folgenden Grafik hervorgeht.
In den Jahren 2009 bis zu 2013 hat der Umsatz noch mal stark zugelegt. Jedoch ist im Jahr 2013 der Zuwachs deutlich kleiner ausgefallen und durch erhöhte Kosten sogar gesunken. Dies geht allerdings auch auf Lasten der Produkte zurück, da sich der verkaufte Anteil der Mobiltelefone stark vergrößert hat und somit der Anteil der restlichen Produkte verringert. Der Gewinn liegt bei den Mobiltelefonen und vor allem den aktuellen Mobiltelefonen deutlich niedriger, als in den vorherigen Jahren. Trotz der starken Konkurrenz durch Samsung gelingt es Apple den ersten Platz der wertvollsten Marken zu verteidigen. Die Anleger haben ein großes Vertrauen, obwohl dem Unternehmen langsam, zumindest scheinbar, die Innovationen ausgehen.

Die Produkte des Hardware- und Softwarehersteller werden von der Gesellschaft meist als besonders innovativ und kunstvoll betrachtet. Zudem besitzt das stark funktionale Design eine klare und schnörkellose Linienführung, was sich in den Produkten des deutschen Elektrogeräteherstellers Braun wiederfindet. Die Inspiration des Senior Vice President of Design bei Apple Sir Jonathan Paul Ive liegt bei den Produkten von Braun. Hierbei lassen sich sehr oft Parallelen hinsichtlich der Optik zwischen den Produkten feststellen.

Der Verkauf der Produkte wird hauptsächlich in den Industrienationen und ausgewählten Schwellenländern sowie Entwicklungsländern betrieben, wohingegen deren Fertigung bzw. Produktion in Ostasien bei Auftragsfertigern wie Foxconn oder Pegatron liegen, was eine Schattenseite zu der "perfekten" Außensicht und somit einen extremen Kontrast darstellen. Foxconn ist stark in Kritik geraten, da die Selbstmordraten in den betroffenen Produktionsstätten, aufgrund der mangelhaften Arbeitsbedingungen und der arbeitsrechtlichen Belange, stark angestiegen ist. Zudem verdienen die Mitarbeiter dort sehr wenig, obwohl sie ein hochwertiges Produkt, wie iPhones, zusammenstellen. Begonnen hat die Kritik zu Foxconn in den Medien 2006, da die Menschen in unmenschlichen Arbeits- Gesundheits- und Wohnbedingungen arbeiten und leben. So mussten die Mitarbeiter, laut den Medienberichten, monatlich rund 80 Übersunden leisten und bekamen dennoch knapp 50 Euro pro Monat weniger, als es das Mindestlohn-Gesetz eigentlich vorschreibt. Um auf die Missstände hinzuweisen wurden auch Bilder erstellt, die sich mit der Firma auseinandersetzen. Laut der süddeutschen Zeitung gab es einen Todesfall eines 15-Jährigen, der angeblich durch einen gefälschten Ausweis eine Anstellung erhielt und nach nur knapp einem Monat nach Arbeitsbeginn an einer Lungenentzündung verstarb. Trotz des Wissens seitens Apple gibt es kaum Reaktionen. Die offiziellen Sprecher versuchen die Medien zu beruhigen, indem sie behaupten, dass der Fall untersucht wird. Ein Engagement in den betreffenden Produktionsstätten ist nur unzureichend, da eine möglichst günstige und effiziente Produktion gewährleistet werden soll, was ohne die unmenschlichen Zustände unmöglich scheint.

Zudem gibt es eine starke Kritik des US-Senats an Apples Steuertricks, da das Unternehmen durch diese im Ausland Milliarden US-Dollar unterschlägt.

Quellenangaben:
http://de.wikipedia.org/wiki/Apple (letztes Aufrufdatum: 11.02.2014)
http://www.apple.com/de/ (letztes Aufrufdatum: 11.02.2014)
Steve Jobs von Walter Isaacson, 2. Auflage des C. Bertelsmann Verlag, München ISBN 978-3-570-10124-7
http://pravdatvcom.files.wordpress.com/2013/05/apple-foxconn-selbstmord.jpg?w=640
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/zulieferer-in-china-apple-nach-tod-von-jaehrigem-in-der-kritik-1.1841832-2
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/apple-vermied-steuerzahlungen-in-milliardenhoehe-a-900861.html
Inhalt
Dieses Dokument ist eine Art Steckbrief zu Apple als Global Player. Beleuchtet werden die Entwicklung der bekanntesten Geräte, die Firmenstrukturen, Umsätze und Gewinne. Auch fehlt der Hinweis nicht auf Probleme und Kritik in diesem multinationalen Unternehmen. (909 Wörter)
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03.06.2014 von cerusch.khan
Schlagwörter
Multinationale Unternehmen | Global Player | Globalisierung | Apple | Kurzportrait | problematische Arbeitsbedingungen in Zulieferfirmen
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