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Führerschein Österreich

Frage: Führerschein Österreich
(2 Antworten)


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Ich bin 15 Jahre alt und fage mich gerade, was besser ist:
entweder den Mobedführerschein machen
oder mit 15,5 Jahren den Kleinmotorradführerschein und den Traktorführerschein machen.
Ein Kleinmotorrad haben wir sogar zuhause.
Aber ich weiß trotz recherchen im Internet was billiger (alles mit inkl. Versicherung) kommt. Oder vielleicht kommt es billiger den Traktorführerschein mit den Autoführerschein zu machen?
Bitte schreibt eure Meinung mit eventuellen Seiten woher ihr euch bezieht auf.
Frage von Clara4444 | am 27.06.2017 - 20:48


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Antwort von cleosulz | 30.06.2017 - 10:00
Hallo Clara4444,
ich kenne mich mit der Fahrerlaubnis in Österreich nicht aus, aber die Führerscheine sind ja durch die Angleichung innerhalb der EU zwischenzeitlich angepasst.

Das, was du als Kleinmotorradführerschein bezeichnest => ist das der Führerschein A1?
Zitat:
A1
  • Motorräder mit und ohne Beiwagen
    maximal 125 ccm Hubraum und 11 kW (15 PS) sowie maximal 0,1 kW/kg Eigengewicht
  • dreirädrige Kraftfahrzeuge bis 15 kW (20 PS)

oder

meintest du den Führerschein AM?
=> Dieser Füherschein wird nicht auf den Stufenführerschein angerechnet.

Zitat:
Kleinkrafträder (Moped) - Code 117 Zwei- od.
dreirädrige KFZ
mit max. 45 km/h und 50 cm3 bei Verbrennungsmotor, 4 kW bei Elektromotor
Elektro-Scooter mit mehr als 25 km/h oder über 600 W
Vierrädrige Leicht-KfZ - Code 118 mit max. 45 km/h und max. 350 kg (ohne Batterien) und
50 cm3 max. bei Fremdzündungsmotoren (Benzin)
4 kW bei anderen Verbrennungsmotoren (Diesel) oder
4 kW bei Elektromotoren

siehe auch: www.meinschein.at
bzw.: www.meinschein.at

Der Traktorführerschein ist in Österreich der Füherschein "F".

Zitat:
Mindestalter
  • Beginn der Ausbildung: frühestens 15 ½ Jahre
  • Den Führerschein bekommst du frühestens:
  • mit 16 Jahren für Traktoren und landwirtschaftliche Fahrzeuge
  • mit 18 Jahre für sämtliche Fahrzeuge der Klasse F
Berechtigungen
Ein Führerschein F berechtigt zum Lenken von
  • Zugmaschinen bis 50 km/h
  • Motorkarren bis 50 km/h
  • selbstfahrende Arbeitsmaschinen bis 50 km/h
  • landwirtschaftliche Arbeitsmaschinen bis 50 km/h
  • Transportkarren bis 50 km/h
  • außerdem: Sonderkraftfahrzeugen und Einachszugmaschinen


Mit dem F-Führerschein darf man auch alle ein- und mehrsprurigen Mopeds und Leichtkraftfahrzeuge fahren: => www.new-drive.at


Wegen deiner Frage hinsichtlich der finanziellen Vorteile, musst du dich mal an eine Fahrschule wenden und dort einfach anfragen.
Wegen der Vorteile bei der Versicherung fragst du einfach bei 1 oder 2 Versicherungen nach (ich würde auf jeden Fall bei mindestens 2 Stellen anfragen, oft wissen nicht alle Mitarbeiter gleich gut Bescheid - sind ja auch nur Menschen ^^).
In Deutschland ist es so, dass es schon von Vorteil sein kann, wenn man den Führerschein schon länger hat oder man den "Führerschein mit 17" gemacht hat.
Die Versicherungen gehen davon aus, dass diese jungen Fahrer weniger Unfälle machen und geben dann zumindest in Deutschland einen Rabatt/Prämiennachlass.

Lass dir ein Angebot für den AM, den A1 und den Traktorführerschein F geben.
Wenn du mit dem F auch das Kleinkraftfrad fahren darfst, das ihr schon daheim habt, dann wäre es für mich klar: Dann mach den Traktorfüherschein.
=> Notfalls schnapp die Fahrzeugpapiere und frage bei der Führerscheinstelle nach (s.u.)
Ich denke jedoch, dass es ein Kleinkraftrad ist, für das du den A1 brauchst. (?)

Lass dir von einer Fahrschule ein Angebot für den gewünschten Führerschein machen und gehe mit dieser Preisinformation zur nächsten. Fahrschulen sind Dienstleister und können ihre Preise selbst gestalten. Sie sind auf möglichst viele zahlende Fahrschüler angewiesen und daher ist es denkbar, dass du bei einem Konkurrenzunternehmen ein besseres Angebot bekommst. Preise vergleichen lohnt sich auf jeden Fall!
Frag auch nach, ob du beim Führerschein B später einen Rabatt bekommst, wenn du den Mopedführerschein bei ihnen machst. => Vorsorge ist besser als Nachsicht ^^

Nachfragen kannst du auch bei der Füherscheinstelle, ob und wie sinnvoll der eine oder andere Führerschein ist.
Zitat:
In Führerscheinangelegenheiten sind grundsätzlich die Bezirkshauptmannschaften bzw. Magistrate sowie die Landespolizeidirektionen in ihrem örtlichen Wirkungsbereich zuständig.

Wer das ist, kannst du hier abfragen: www.help.gv.at


Also um es kurz zu fassen:

Mit dem F-Führerschein darfst du alle Fahrzeuge fahren, die die Führerscheinklasse AM enthält.
Wenn der F-Führerschein nicht wesentlich teurer ist als AM, dann mache F, dann darfst du auch noch Traktor fahren (wer weiß, wann das mal erforderlich ist - ich bin noch nie in meinem Leben selbst Traktor gefahren).

Mit dem Führerschein AM darfst du nur Zweiräder fahren bis 45 km/h und bis zu 50 ccm.
=> Der Führerschein AM ist kein Stufenführerschein = wird nicht für die Probezeit einbezogen.

Mit dem Führerschein A1 darfst du Zweiräder fahren bis 125 ccm (max. 15 PS), unabhängig von der Höchstgeschwindigkeit.
=> Der Führerschein A1 ist Teil der Stufenführerscheine. Das heißt, wenn du später mit 18 ein größeres Moped/Motorrad fahren möchtest, musst du nur noch eine Ergänzungsprüfung machen und nicht den neuen kompletten Führerschein. Den A2 mit 18 und den A kannst du mit 24 Jahren bzw. 2 Jahren nach Ablegung A2 (frühestens also mit 20 Jahren) machen.

Die Führerscheine AM und F zählen nicht zu den Probezeiten.
Das heißt, wenn du später einen B-Führerschein machst, beginnt deine Probezeit neu.
Anders, wenn du den A1 machst. Da beginnt die Probezeit mit dem A1 und bei der Erweiterung auf einen B - Führerschein nicht nochmals von vorne.
=> www.help.gv.at

So nun gilt es für dich vor Ort die Preise für die jeweiligen Führerscheine zu ermitteln
und bei den Versicherungen die Prämeien-Vorteile abzuklären.
Kläre auch ab:
Neuanschaffung Moped + Versicherungsprämien
Anmeldung vorhandenes Kleinkraftrad + Versicherungprämeien (Vorteil: Probezeit wird angerechnet)

Übrigens:
Meine Brüder haben in D den A1 gemacht, auch wenn er erheblich teurer als der M ist
(ca. 1200 EUR statt 650 EUR M). Aber die Anrechnung der Probezeit war das ihnen Wert - und wer zuckelt denn schon mit 45 km/h durch die Gegend, wenn er mit 80 km/h fahren kann? (Das Frisieren der Mopeds auf mehr als 45 km/h stellt eine Straftat dar und führt zum Verlust der Versicherung im Innenverhältnis => etwas was niemandem zu empfehlen ist!)
Die Kleinkrafträder waren außerdem bei der Versicherung recht preisgünstig und die Versicherungsverträge/Rabattherabstufungen konnten später bei der Autoprämie mitübernommen werden, so dass dann das erste Auto gleich in einer günstigeren Prämienklasse versichert werden konnte.
Dies hat dann den höheren Preis für den Führerschein wieder wett gemacht.

Ich empfehle immer: Mach möglichst den weitreichenden Führerschein, die Versuchung zu fahren ist immer groß - und wenn du erwischt wirst, ist es dämlich, keinen zu haben.

Viel Spaß beim Vergleichen und Informationen einholen.
Mach dir im Vorfeld eine Tabelle, in denen du die Vor- und Nachteile einträgst.
Dann wird es übersichtlicher.
________________________
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Antwort von n8flug (ehem. Mitglied) | 30.06.2017 - 13:08
Gibt´s noch die Möglichkeit, das Fahrzeug bei den Eltern mitversichern zu lassen, und dann viel günstiger eingestuft zu werden? Erkundige Dich mal bei Versicherungen, wenn das Fahrzeug als Zweitfahrzeug angemeldet wird. Allerdings baust Du einen Unfall, steigen möglicherweise auch die Versicherungskosten Deiner Eltern. Kriegstes halt vom Taschengeld abgezogen, lol.

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