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Nietzsche "Unmittelbare Gewissheit"

Frage: Nietzsche "Unmittelbare Gewissheit"
(3 Antworten)

 
Daß aber »unmittelbare Gewißheit«, ebenso wie »absolute Erkenntnis« und »Ding an sich«, eine contradictio in adjecto in sich schließt, werde ich hundertmal wiederholen: man sollte sich doch endlich von der Verführung der Worte losmachen! Mag das Volk glauben, daß Erkennen ein zu Ende-Kennen sei, der Philosoph muß sich sagen: wenn ich den Vorgang zerlege, der in dem Satz »ich denke« ausgedrückt ist, so bekomme ich eine Reihe von verwegnen Behauptungen, deren Begründung schwer, vielleicht unmöglich ist, – zum Beispiel, daß ich es bin, der [580] denkt, daß überhaupt ein Etwas es sein muß, das denkt, daß Denken eine Tätigkeit und Wirkung seitens eines Wesens ist, welches als Ursache gedacht wird, daß es ein »Ich« gibt, endlich, daß es bereits feststeht, was mit Denken zu bezeichnen ist – daß ich weiß, was Denken ist.
Denn wenn ich nicht darüber mich schon bei mir entschieden hätte, wonach sollte ich abmessen, daß, was eben geschieht, nicht vielleicht »Wollen« oder »Fühlen« sei? Genug, jenes »ich denke« setzt voraus, daß ich meinen augenblicklichen Zustand mit andern Zuständen, die ich an mir kenne, vergleiche, um so festzusetzen, was er ist: wegen dieser Rückbeziehung auf anderweitiges »Wissen« hat er für mich jedenfalls keine unmittelbare Gewißheit. – An Stelle jener »unmittelbaren Gewißheit«, an welche das Volk im gegebnen Falle glauben mag, bekommt dergestalt der Philosoph eine Reihe von Fragen der Metaphysik in die Hand, recht eigentliche Gewissensfragen des Intellekts, welche heißen: »Woher nehme ich den Begriff Denken? Warum glaube ich an Ursache und Wirkung? Was gibt mir das Recht, von einem Ich, und gar von einem Ich als Ursache, und endlich noch von einem Ich als Gedanken-Ursache zu reden?« Wer sich mit der Berufung auf eine Art Intuition der Erkenntnis getraut, jene metaphysischen Fragen sofort zu beantworten, wie es der tut, welcher sagt: »ich denke und weiß, daß dies wenigstens wahr, wirklich, gewiß ist« – der wird bei einem Philosophen heute ein Lächeln und zwei Fragezeichen bereitfinden. »Mein Herr«, wird der Philosoph vielleicht ihm zu verstehen geben, »es ist unwahrscheinlich, daß Sie sich nicht irren: aber warum auch durchaus Wahrheit?«

4. Fassen sie die Thesen des Autors zusammen.
5. Setzen sie sich mit der Position des Autors auseinander: Wie steht er im Verhältnis zu anderen Philosophen und welche kritische Ansatz verfolgt er? im vergleich zu Kant z.B

Ich übe gerade für eine Klausur.
Wie geht man sowas an?
Mir geht es hauptsächlich um die Formulierung.
ANONYM stellte diese Frage am 12.06.2011 - 15:58


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Antwort von matata | 12.06.2011 - 16:32
http://www.lernen-mit-spass.ch/lernhilfe/schuelerforum/faq/eroerterung.php

siehe textgebundene Erörterung


http://www.lernen-mit-spass.ch/lernhilfe/schuelerforum/faq/eroerterung/eroerterung_wortschatz.php

http://www.rhetoriksturm.de/textgebundene-eroerterung.php

http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb04/download/KadeTexteroerterung.pdf

http://hajer.com/unterricht/deutsch/allgemein/methoden/textgebundene_eroerterung.htm


http://www.petertepe.de/mim/editionMIM/a06_hs_nietzsche/hs_nietzsche2331.htm

http://www.cultd.net/texte/nietzsche/gra/gram/gram.htm

http://www.tu-harburg.de/rzt/rzt/it/Fritz_Woody/node10.html

http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=978112016&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=978112016.pdf

http://www.ev.theologie.uni-mainz.de/Dateien/wgz.pdf

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Antwort von Pianist94 (ehem. Mitglied) | 12.06.2011 - 17:16
Danke für die schnelle Hilfe.
Mal sehen, ob es mir nun leichter fällt.


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Antwort von Pianist94 (ehem. Mitglied) | 12.06.2011 - 17:18
Falls jemand noch weitere hilfreiche Links kennt.....
immer her damit ;)

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