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Stresss; Sympatikus; Schwitzen

Frage: Stresss; Sympatikus; Schwitzen
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Hallo Leute,

ich versuche gerade zu verstehen, wieso man genau in einer Stresssituation schwitzt bzw.
welche Vorgänge im Körper hierbei ablaufen....
was ich bis jetzt herausgefunden habe:

der Stressor wird vom ZNS aufgenommen, und an den Hypothalamus im Zwischenhirn weitergeleitet. Der Hypothalamaus aktiviert den Sympatikus im Rückenmark( wie?wie aktiviert er ihn; über Nervenbahnen) und parallel dazu wird Adrenalin+ Noradrenalin ins Blut ausgeschüttet. Da die beiden Hormone jedoch keine Membran passieren können....reagieren sie mit einem Rezeptormolekül an der Zellmembranaußenseite und bilden ein Enzym in der Zellinnenseite. Dieses Enzym bildet unter Energieverbrauch ein zweites Enzym( Second-messenger-Prinzip), welches dann die Information in der Zelle weitergibt und eine Reaktion auslöst.....

Kann mir vllt jemand sagen, wie denn die Hormonausschüttung bzw. ob die Hormonausschüttung Auswirkung auf das Schwitzen hat oder ob die endokrinen Drüsenzellen einfach nur durch den Sympatikus aktiviert werden....falls sie aktiviert werden, wie werden sie aktiviert?

Bitte helft mir:-)
Frage von yogi123 | am 14.04.2011 - 07:30


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Antwort von Prometheus700 | 14.04.2011 - 13:15
Zentrales Steuerzentrum liegt beim Hypothalamus/Hypophyse.
In letzterer werden die Steuerhormone(Releasinghormone)ACTH,FSH, TSH etc.
für die Produktion von Östrogenen, Schilddrüsenhormonen und Katecholaminen(Adrenalin, Noradrenalin)produziert und/oder freigesetzt.
Diese wiederum beeinflussen indirekt die Schweißbildung durch Freisetzung der Effektorhormone wie Östrogen(zu wenig im Klimakterium, daher Hyperhydrosis, weil zu vilel Releasing-Hormone produiziert werden), Adrenalin/Noradrenalin(--> Sympathikusstimulation), Thyroxin(Schilddrüse).
Zwar ist der Sympathikus im vegetativen Nervensystem für die Schweißbildung verantwortlich, die Schweißdrüsen werden aber über Acetylcholin(normalerweise Transmitter des Parasympathikus) gesteuert.

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Antwort von yogi123 | 14.04.2011 - 18:08
heißt das also, dass die Schweißdrüsen generell gar nicht von dem Sympatikus inerviert werden?dachte nämlich, dass der Sympatikus auch Drüsenzellen interveniert und nciht nur Organe
vielen dank für deine Antwort!hilft mir echt


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Antwort von Prometheus700 | 14.04.2011 - 18:16
Natürlich innerviert der Sympathikus die Schweißzellen. Aber der postsynaptische Transmitter ist nicht der normalerweise beim Sympathikus übliche, sondern das Acetylcholin(cholinerg).
Du kennst den Aufbau und die Funktionsweise des vegetativen Nervensystems?


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Antwort von yogi123 | 14.04.2011 - 18:32
was ich über das veg. System weiß, ist, dass es aus Sympatikus und Parasympatikus besteht....der Sympatikus erstreckt sich in Grenzsträngen an der Wirbelsäule entlang und innerviert Muskeln, Organe, Drüse....findet diese Innervation normalerweise durch Acetylcholin und in diesem Falle durch einen anderen Transmitter statt?nämlich acetylcholincholinerg!?!?!


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Antwort von yogi123 | 14.04.2011 - 18:35
was ich nun bisher verstanden habe ist, dass der Hypothalamus in einer Stressitaution die Hypophyse inerviert. und diese dann als übergeordnete hormondrüse acth produziert und hierdurch die produktion von adrenalin in der nebennierenrinde bewerkstelligt....parallel zu dieser freiseitzung von adrenalin ins blut, inerviert der sympatikus verschiedene organe, um diese auf die fight oder flight situation umzustellen....ich verstehe nicht wie die hormonausschüttung und die innervation der drüsen durch den sympatikus miteinander zusammen hängen?


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Antwort von yogi123 | 14.04.2011 - 18:41
ich glaube ich habe es jetzt verstanden, meinst du vllt, dass in dem Fall der Transmitter mit dem der Sympatikus die schweißdrüsen innerviert Adrenalin und nicht Acetyhcholin wie normalerweise ist?
falls ja, wie gelangt, das sich im Blut befindliche Adrenalin zum Sympatikus!?!?!?spinne ich jetzt!?


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Antwort von paradoxon | 14.04.2011 - 21:07
Der Hypothalamus ist, wie schon gesagt, die übergeordnete Zentrale, die auswählen kann, wie sie auf Reize reagiert, d.h. nicht jeder Reiz wird gleich beantwortet. Wie der Hypothalamus antwortet, scheint über das limbische System gesteuert zu werden. In welcher Form der Hypothalamus seine "Befehle" weitergibt, kann über Hormone (Releasing- oder Inhibitorhormone) oder Neuronen erfolgen. "Befehlsempfänger" sind Hypophyse, das vegetative und das somatische Nervensystem.
Im Fall von Stress (nehmen wir man an, durch Angst oder Schmerz entstanden, aber Stress für den Organismus ist z.B. auch eine Organfehlfunktion) schüttet der Hypothalamus ein Releasinghormon aus, dass den Hypophysenvorderlappen zur Sekretion von ACTH anregt. Dieses wiederum regt die Nebennierenrinde zur Cortisolausschüttung an, was u.a. zur Freisetzung von Energie (Glukose) führt.
Gleichzeitig wird über den Hypothalamus der Sympatikus erregt. Dieser veranlasst im Nebennierenmark die Ausschüttung von Katecholaminen und Adrenalin, bzw. Noradrenalin, was den Organismus bereit für Angriff oder Abwehr macht. Und sollte sich in meinem Beispiel der Stress dadurch entwickelt haben, dass sich jmd. verletzt hat, wird dem somatischen Nervensystem der Befehl gegeben, z.B.die verletzte Hand zurückzuziehen.

Nun ist aber noch nicht die Frage geklärt, warum man bei Stress schwitzt. Die meisten Organe, Drüsen etc. werden sowohl vom Sympathikus (der, vereinfacht gesagt, anregt) und vom Parasympathikus (der, ebenso vereinfacht gesagt, wieder "abwiegelt") innerviert. Nicht so die Schweißdrüsen. Diese werden ausschließlich vom Sympatikus innerviert. Wenn dieser also angeregt ist, kommt es zwangsläufig zu einer Anregung der Schweißdrüsen: Man schwitzt.

Das, was du über Adrenalin und Noradrenalin bezüglich der Zellmembranen geschrieben hast, hat mit Stress und der Funktion der beiden Substanzen als Hormone nichts zutun. Adrenalin und Noradrenalin fungieren auch als Neurotransmitter. Und hier spielt das, was du bezüglich Membran, Rezeptor und second messenger geschrieben hast, eine Rolle - bei der Hormonwirkung nicht.

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