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Referat: Olympe de Gouges - eine der ersten Frauenrechtlerinnen

Alles zu Olympe de Gouges

Olympe de Gouges



Olympe de Gouges, von ihren Eltern auf den Namen Marie Gouze getauft, wurde am 07. Mai 1748 in Montauban bei Toulouse in Südfrankreich geboren. Sie war kleinbürgerlicher Herkunft und ihre Eltern waren Anne- Olympe Mouisset und der Metzger Pierre Gouze, der nicht als ihr leiblicher Vater gilt.

Da es früher nicht üblich war, dass Mädchen zur Schule gingen, lernte sie weder das Schreiben noch das Lesen.

Mit siebzehn Jahren wurde Olympe mit dem sehr viel älteren Verwalter Louis- Yves Aubry verheiratet. Aus dieser Ehe stammt ihr Sohn Pierre, den sie 1766 gebar. Noch im selben Jahr starb ihr Mann und Olympe wurde mit noch nicht einmal 20 Jahren Witwe. Aus dieser Erfahrung resultierte ihre Abneigung gegen die Ehe, die ihrer Meinung nach das Grab der Liebe und des Vertrauens war. Genau aus diesem Grunde beschloss sie nie wieder zu heiraten.

Bevor sie 21 Jahre alt war, zog sie mit einem reichen Transportunternehmer nach Paris.

Dort gab sie sich den besser klingenden Namen Olympe de Gouges, Olympe nach dem Vornamen ihrer Mutter und Gouges in Abwandlung des Familiennamens.

In den kultivierten Kreisen wurde sie bald als „"femme galante"“ oder auch „"femme de lettres"“ bekannt.

Nach 1778 wendet sie sich der Schriftstellerei zu und verfasst eine Autobiographie. Da sie aber selbst über kaum Schulbildung verfügt, lässt sie ihre Texte von Sekretären schreiben oder verbessern.

Olympe versucht sich schließlich als Theaterautorin. Jahrelang kämpft sie um die Aufführung ihrer Stücke, in denen sie auf die Situation der Sklaven aufmerksam machte. Jedoch setzte man ihr erstes Stück schon nach der Uraufführung im Jahre 1789, ab.

Ab 1788, ein Jahr vor dem Ausbruch der französischen Revolution, wendet sich Olympe immer mehr der Politik zu. Sie verfasst zum ersten Mal patriotische Schriften, in denen sie an die Regierung appelliert, dass jeder Mensch frei sein solle, weil er auch frei geboren sei. Sie erhoffte sich dadurch die Verbesserung der Situation der Sklaven und auch der Frauen.

Während der Revolution wurde de Gouges eine leidenschaftliche Verfechterin der Menschenrechte. Sie musste aber bald große Enttäuschung erfahren, denn die Revolutionäre genossen die „Brüderlichkeit“ im Überfluss, ohne auch nur eine Minute an die Rechte der „Schwestern“ zu denken.

1791 gründet Olympe den Cercle Social – einen Verein mit dem Ziel, die politische und rechtliche Gleichberechtigung der Frauen anzustreben. Im selben Jahr stellt sie ihre „Erklärung der Frauen- und Bürgerinnenrechte“ der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789 entgegen. Sie erregte damit in ganz Frankreich und sogar im Ausland großes Aufsehen, denn sie kritisierte in ihrem Manifest die jahrhundertelange Unterdrückung ihres Geschlechts. Sie wollte dass ihre darin 17 vorgestellten Artikel von der Nationalversammlung verabschiedet werden, jedoch ohne Erfolg.

Nicht einmal die Frauen gewann sie für sich, denn, wie sie es auch schon ihrem 1788 erschienenen „Portrait der Frauen“ geschrieben hatte, schlagen die sich lieber auf die Seite des Stärkeren, also des Mannes.

Olympe mischte sich überall ein, wo ihr Ungerechtigkeiten auffielen. So setzte sie sich zum Beispiel auch 1792 für die Verteidigung von Ludwig XVI. ein, als dieser ohne Gerichtsverfahren geköpft werden sollte.

Schließlich führt ihre Schrift „Drei Urnen oder das Wohl des Vaterlandes“ , in der sie die Bürger auffordert selbst zu bestimmen, welche der drei Regierungsformen, also Monarchie, föderative oder republikanische Regierung sie als Verfassung haben wollen, am 20. Juli zur Verhaftung und am 03.November 1793 zur Hinrichtung.

Aus der „Erklärung der Frauen- und Bürgerinnenrechte“

„Mann, bist du fähig, gerecht zu sein? Es ist eine Frau, die dich danach fragt; wenigstens dieses Recht wirst du ihr nicht nehmen. Sag mir - wer hat dir die unumschränkte Macht gegeben, mein Geschlecht zu unterdrücken? Deine Kraft? Deine Talente? [...]“

(Forderung der Gleichberechtigung der Geschlechter)

„Die Mütter, die Töchter, die Schwestern, Vertreterinnen des Volkes, verlangen, in die Nationalversammlung aufgenommen zu werden! [...]

Demnach erkennt und erklärt das in den Schmerzen der Mutterschaft an Schönheit wie an Mut überlegene Geschlecht in Gegenwart und unter dem Schutz des Höchsten Wesens folgende Frauen- und Bürgerinnenrechte: [...]“

(aus dem Vorwort der Erklärung)

Artikel 1

Die Frau ist frei geboren und bleibt dem Mann an Rechten gleich. Gesellschaftliche Unterschiede dürfen nur im gemeinen Nutzen gegründet sein.

[...]

„Frauen wacht auf! Die Stimme der Vernunft lässt sich auf der ganzen Welt vernehmen!“

(Anfang des Nachworts der Erklärung)

Zusammenfassung:

Olympe de Gouges war also eine Frau, die ihr Geschlecht stark vertreten hat und die als die Mitbegründerin der Frauenbewegung gilt. Durch ihre Erklärung der Frauen- und Bürgerinnenrechte wollte sie erreichen, dass die Frauen nicht länger von den Männern unterdrückt werden und mehr Rechte bekommen. Sie wollte außerdem damit bezwingen, dass auch das weniger starke Geschlecht in der Politik mitbestimmen kann. Auch wenn alles was sie versucht hat nichts gebracht hat, denke ich, dass sie eine ganz große, starke Frau war, die sehr viele als Vorbild hatten, weil sie fast als einzige Frau mal den Mut hatte sich gegen die Männerwelt aufzulehnen. Sie wollte was erreichen, wollte ihrem Ziel näher kommen auch als Frau angesehen zu werden und als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft gelten. Die Bürger haben sie damals nicht ernst genommen, weil sie eben der Meinung waren, dass die Frau alles zu machen hat. Ob waschen, kochen, Kinder verpflegen, usw. Auch wenn die Frauen heutzutage fast gleich auf mit den Männern liegen, was die Arbeit angeht, trotzdem werden sie immer noch als Haushaltsgerät und als das schwächere Geschlecht angesehen, das nichts zu sagen hat.

Dass das immer noch so ist, ist nicht gerade toll. Ich finde, dass Olympe de Gouges das Richtige gemacht hat oder zumindest hat sie es versucht.
Inhalt
Referat über die Frauenrechtlerin Olympe de Gouges zur Zeit der französischen Revolution.... mit kleinem Ausschnitt aus ihrer "Erklärung der Frauen- und Bürgerinnenrechte" (911 Wörter)
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