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Referat: "In 300 Jahren vielleicht" von Tilman Röhrig

Alles zu Tilman Röhrig  - In 300 Jahren vielleicht

Nr. Seiten Ort Personen Zeit Geschehen 1 5 - 7 Kirche Elsa Hobe,



Sohn Tobias,
Mann Matthias 3. Oktober 1641 Familie Hobe ein Netz vor den Kircheingang und ihr Mann lässt einen Schuss los, so dass die aufgeschreckten Vögel ins Netz gehen, denen die Mutter gleich die Köpfe abreißt und sie in einen Beutel steckt. 2 7 - 8 Vor Kirche Veit, Tobias und Mathias Hobe 3. Oktober 1641 Durch den Schuss kommen Veit und 3 Frauen zur Kirche. Elsa Hobe läuft mit den Vögeln weg. Veit fragt, was Mathias geschossen habe, und dass es ihnen allen gehöre, da er es in der Kirche geschossen habe. Doch Mathias antwortet, das er die Kirche nur gesäubert und die Vögel verjagt habe. 3 8 - 9 Kirche Veit, Tobias und Mathias Hobe 3. Oktober 1641 Veit folgt beiden in die Kirche. Sie binden Tobias an ein Seil, dass der Vater, wie ein Lasso an der Decke um einen Balken geschwungen hat, und sie ziehen ihn hoch, damit er den Hochaltar und das Rundfenster säubern kann. 4 9 - 11 Waldlichtung Elisabeth, Jockel, Valentin und Leonard Markart; Anne Hobe 3. Oktober 1641 Kinder spielen einen Überfall auf eine Frau nach, wobei die Frau (Elisabeth) an einem Baum festgebunden ist, als ein Bauer (Jockel) sie findet und sie losbinden will, schlagen die anderen ihn spielerisch nieder und schreien. 5 11 - 14 Waldlichtung Obengenannte + 14 weiter Kinder 3. Oktober 1641 15 Kinder springen aus dem Gebüsch und bilden einen Halbkreis. Nachdem sie erfahren haben, welche Lebensmittel die Kinder haben, gehen sie zum Angriff über. Jockel kann sie nur kurz durch Warnungen aufhalten, doch es hilft nichts. Als er die Anführerin zu Boden geworfen hat, ihr mit einem Messer droht und schreit, dass sie aufhören sollen, bemerkt er, dass der Kampf schon lange beendet ist. Plötzlich tauchen uniformierte Frauen auf und schlagen Jockel bewusstlos. 6 14 - 16 Waldlichtung Alle Obengenannten, außer Angreifer 3. Oktober 1641 Als Jockel aufwacht sind die Frauen und Kinder wieder verschwunden. Es ist keinem etwas passiert, doch Jockel bemerkt, dass der jüngste seiner Schützlinge fehlt. Er findet ihn bei einem anderen Jungen, der auf dem Boden liegt und die Pest hat. Er befiehlt Leonard keinem etwas davon zu sagen und sie gehen zu den anderen zurück. 7 16 – 18
Weg nach Eggebusch Obengenannte + Tobias 3. Oktober 1641 Auf dem Weg nach Eggebusch sind alle wieder etwas fröhlicher und haben den Vorfall schon fast wieder vergessen, als Tobias ihnen entgegenkommt und sie fragt, warum sie nicht mehr auf der Lichtung seinen. Dann erzählen sie ihm alles und Tobias versteht. 9 18 - 19 “ Obengenannte + Dorfvogt und 3 Soldaten 3. Oktober 1641 Plötzlich kommt der Dorfvogt mit einer Kutsche den Weg entlang geraßt. Er wird von 3 Soldaten verfolgt, doch als sie merken, dass der Vogt schon zu nah am Dorf ist, stoppen sie und kehren um. Da schreit Jockel und rennt in das Dorf: „Soldaten“ die anderen folgen seinem Beispiel. 10 20 - 22 Marktplatz Alle Dorfbewohner “ Der Vogt hält auf dem Marktplatz an und ruft die Dorfbewohner zusammen. Als die Kinder auch schreiend auf dem Marktplatz eintreffen, hat das Dorf sich bewaffnet mit Stöcken, Sensen und Heugabeln versammelt, doch der Vogt warnt sie, dass sie sich nicht wehren sollen, da sie nicht stark genug wären. Sie sollen alle in die Häuser gehen und sich verstecken, denn die Soldaten könnten zu jedem Zeitpunkt eintreffen. 11 22 - 26 “ alle “ Die Menschen hören auf den Vogt und eilen in ihre Häuser. Als der Vogt selber Verschwunden ist, und nur noch Jockel und sein Vater auf der Straße stehen, fragt der Vater, ob er nicht kommen wolle, doch auch auf den Befehl des Vaters zu kommen, läuft Jockel zum Haus des Vogtes und versteckt sich hinter der Regentonne. Er beobachtet, wie Katharina ihre roten Haare von ihrem Vater geschoren bekommt, rußgeschwärzt wird und lumpen anzieht und schließlich im Vorratsschacht versteckt wird. Nun ist Jockel beruhigt, da sie in Sicherheit ist. 12 26 - 28 Zuhause Ganze Familie Markart “ Als Jockel zurückkommt, gerät er mit seinem Vater in einen Streit, da sich Jockel immer herumtreiben würde und nichts für die Familie tun würde. Darauf kann er nichts entgegenbringen und geht ins Haus. Er fragt ihre Mutter, wie es ihr geht. Sie sagt, dass das Kind in den nächsten tagen kommen werde. Leonard sitzt bei seiner Großmutter und sagt, dass sie nicht mehr mit ihm redet. Daraufhin erwidert Jockel, dass sie bald sterben werde. Bei diesem Bild erinnert er sich wieder an die Pest, hofft aber, dass Leonard sich nicht angesteckt hat. 13 28 - 36 Eggebusch Familie Markart + Soldaten “ Die Familie sitzt am Tisch und Jockel spricht das Tischgebet, als plötzlich Schüsse erschallen. Der Vater und Jockel bewaffnen sich und flüchten auf das Dach des Hauses. Die anderen verstecken sich im Stall, oder wo sie Unterschlupf finden. Die Soldaten stürmen in die Häuser. Sie töten Jockels Großmutter, legen Brände und hoffen, dass die Bewohner herauskommen, um die Brände zu löschen, doch es kommt keiner. Sie schleppen einen Mann zum Brunnen, zerhacken ihn und werfen ihn in den Brunnen.
14 36 - 37 “ Familie Markart “ Christoph Markart nimmt seine Mutter und trägt sie in die Werkstatt und bleibt bei ihr. Die Kinder suchen brauchbare Gegenstände zusammen und Jockel eilt zum Haus des Vogtes, um zu schauen, ob Katharina etwas zugestoßen ist, doch sie ist unversehrt. 15 38 - 39 Dorfplatz 4. Oktober 1641 Elsa Hobe + Küster Ehepaar sucht nach Anne. Sie meinen die Soldaten haben sie in den Brunnen geworfen, doch sie ist es nicht, und der Vater meint, dass die Soldaten sie mit ins Lager genommen haben. 16 39 - 41 Stall “ Tobias Hobe + Jockel Markart Tobias findet Jockel schlafend im Stall. Als er ihn geweckt hat, erzählen sie sich, was sie letzte Nacht erlebt haben: Jockels Großmutter ist tot. Anne haben sie mitgenommen. Jockel und Tobias entschließen sich Anne zu suchen. 17 41 - 45 Waldrand “ Obengenannte + Anne Sie suchen den Weg zum Waldrand ab und finden Anne nackt, blutverschmiert und gelähmt, aber lebend auf dem Boden. Jockel läuft zurück ins Dorf, um Hilfe zu holen, während Jockel bei seiner Schwester bleibt. 18 45 - 49 “ “ Obengenannte Tobias versucht Anne wach zuhalten, damit sie das Bewusstsein nicht verliert. Er redet mit ihr vom „Frieden“, und wie schon dann die Welt sei. Da sie Durst hat, aber kein Wasser in der Nähe ist, spuckt Tobias ihr in den Mund, damit er den Durst löschen kann. Als er Rufe aus dem Dorf hört, will er es seiner Schwester sagen, doch sie ist tot. 19 49 - 50 Friedhof “ Totengräber + Spitz (Hund) Totengräber hebt Gräber für die toten auf dem erweiterten Friedhof aus. Sein Hund spielt mit einem Blutgetränkten Lappen. 20 51 Dorfplatz “ Kinder Die Kinder suchen aus dem Gerümpel, dass auf der Straße liebt und keinem mehr gehört brauchbare Gegenstände zusammen. 21 51 - 53 Dorf “ Veit, Dorfvogt + Bürger Veit und Dorfvogt fahren mit einer Kutsche durchs Dorf und fragen in jedem Haus, ob es Tote gibt und wenn ja, dann laden sie sie auf den Karren und bringen ihn zum Friedhof. 22 53 - 54 Friedhof “
Mathias, Totengräber + Hund Als er mit dem Grab fertig ist, steigt er die Leiter hinauf und nimmt seinen Hund auf den Schoß. Als er den Küster am Zaun stehen sieht, fragt er, ob er ein eigenes Grab brauche. Dieser nickt und der Totengräber weist ihm eine ungenutzte Stelle, an der sich Zaun und Mauer treffen. Der Küster gibt sich direkt an das Ausheben des Grabes. 23 54 - 57 Bei Jockel zu Hause
Friedhof “ Familie Markart, Vogt, Veit,
Küster und Totengräber Als der Vogt an der Gerberei anhält, kommen die Kinder und wollen für ihre Großmutter läuten, doch ihre Eltern wollen sie selber begraben. Der Vogt fragt Jockel, ob er beim Reinigen des Brunnens helfen könne. Er sagt zu.
Der Totengräber versucht mit dem Küster ein Gespräch anzufangen, was ihm nicht gelingt, da er um Anne trauert. 24 57 - 58 Brunnen “ Veit, Vogt und Jockel Als der Karren auf dem Dorfplatz erscheint, laufen alle Kinder weg, da sie nicht Zeuge der Brunnenreinigung sein wollen. Der Voigt und Veit lassen Jockel mit Hilfe des Gaules und eines Seils den Brunnenschacht herab. Jockel graut es in dem dunklen Schacht und fängt an zu beten. 25 58 - 64 Friedhof
Dorfplatz “ Alle Die Dorfbewohner versammeln sich an den Gräbern: Anne wir in die jetzt unbrauchbare Brautkiste, in das Einzelgrab gelegt, Jockels Großmutter in ein weiteres Einzelgrab. Insgesamt sind es 13 Tote. Alle sind betrübt, doch Jockel trauert mehr um Anne, als um seine Großmutter.
Nach der Beerdigung versammeln sich alle auf dem Dorfplatz und sie wollen aus dem Dorf fliehen, da sie sonst sterben würden. Doch eine alte Frau beschuldigt Marta, da der Teufel in ihr sei, da sie heute nicht zu sehen sei und dass sie noch mehr Unheil bringen werde. Der Küster ermahnt sie, da die Soldaten die Bösen seien und sie nur die Beute, auch Martha. So sind die bösen Gedanken über Martha verschwunden. 26 64 - 65 Dorfplatz “ “ Der Küster und der Vogt können die Burger auch davon überzeugen, dass das Weglaufen keinen Sinn hat, da sie so alle sterben würden. Dies sehen sie ein und gehen in ihre Häuser zurück. Jockel und seine Geschwister gehen Brenneseln pflücken, um die Geburt ihres Schwesterchens vorzubereiten. 27 65 - 66 Wiese Mittag Kinder (Markart) Die Kinder gehen die trockenen Äcker ab; Da es lange nicht mehr geregnet hat, ist es sehr trocken; bis sie an eine „grüne Insel“ aus Brenneseln und Disteln stoßen. Da sie angst vor den Stichen haben, werfen sie Steine hinein. Jockel kann immer noch nicht den Vormittag vergessen und muss wieder an Katharina denken. 28 66 - 68 “ “ “ Der 10 jährige Valentin scheitert am pflücken der Brenneseln, dadurch lachen die anderen und bevor es zum Streit kommt, lässt Jockel von den Gedanken an Katharina ab und nimmt die Sache selber in die Hand: Er schickt seine 2 kleinsten Geschwister Sauerampfer und Löwenzahn sammeln. Als er anfängt Brenneseln zu pflücken findet er Getreide und Senf, dass ihn sehr erfreut. 29 68 - 71 Feld Nachmittag Kinder Plötzlich sieht Jockel Krähen über der Lichtung kreisen und ekelt sich vor ihnen. Dann hört er Geschrei und rennt zu den Anderen. Diese erzählen ihm, dass Leonard spucken würde. Er ist entsetzt, denn er meint dass Leonard die Pest hat. Doch es stellt sich heraus, dass er Regenwürmer gegessen hat und die Anderen ihm versprochen haben, dass er dann ein Huhn geschenkt bekäme. Erleichtert setzt sich Jockel hin und schließt die Augen. Als er von seinem Alptraum erwacht verjagt er die Krähen und ruft die Geschwister zusammen, um nach Hause zu gehen. 30 71 - 74 Stall / Hof “ Jockel und Leonard Jockel schickt die Kinder, außer Leonard nach Hause, denn er schickt ihn in den Stall, da er ihm jetzt das versprochenen Geschenk geben will. Er geht an die Stallmauer und nimmt aus seinem geheimen Versteck einen Pfeil und Dachshaare heraus, die gegen die Pest schützen sollen. 31 74 - 79 Kirche / Friedhof Abend “ Als er Leonard abholt und den Ungeduldigen zur Kirche lockt, mit ihm betet und ihm die Dachshaarkette geschenkt hat, gehen sie über den Friedhof und treffen auf Tobias und Maria an Annes Grab, stören sie jedoch nicht, sondern gehen nach Hause 32 79 - 80 Friedhof / Kirchturm “ Tobias, Mathias und Maria Der Vater geht zu beiden ans Grab und schickt Tobias zur Mutter, da sie ihn suche. Er schickt Maria ebenfalls heim. Danach steigt er mit Gewehr auf den Kirchturm, um wache zu halten, da sie dies beschlossen haben. Er trauert immer noch um die Toten. 33 81 - 83 Hütte 5. Oktober 1641 Familie Markart Mutter wacht wegen wehen auf. Versucht aber leise zu bleiben, um die Familie nicht zu wecken. Sie hat schon 11 Kinder geboren: 3 waren tot zur Welt gekommen, 2 früh gestorben und 1 von den Soldaten verschleppt worden. Durch eine starke Wehe schreit die Mutter und die Familie wird wach. Sie wissen was zu tun ist und führen sie auf ein Strohbett. 34 83 - 84 “ “ “ Maria spielt schon seit 2 Jahren die Hebamme. Vater und Jockel warten am Feuer, die anderen sind bei der Mutter. 35 84 - 86 “ “ “ Mutter ruft nach Maria, diese hilft ihr, das Kind zu bekommen. Es ist schwach, aber es lebt. Mutter will haben, dass der Pfarrer kommt, um es zu taufen, damit ihm Gott beisteht. Sie entschließt sich es David zu nennen, da es ein Junge ist und es so vielleicht durchkommt. Vater verlässt die Hütte. 36 86 - 87 “ “ “ - Vater Jockel mischt das Badewasser. Kinder essen das „Fett“, Mutter schläft vor Erschöpfung ein. 37 87 - 90 Kirchturm “ Mathias Hobe und Weißgerber Weißgerber findet Küster auf dem Kirchturm, indem der Küster die Nacht über wache gehalten hat. Er ist am schlafen. Weißgerber weckt ihn und sie sitzen eine Zeit lang nur schweigend da. Plötzlich fängt Küster an zu lachen, da er nicht verstehen kann, warum seine Tochter sterben musste und der Weißgerber einen neuen Sohn bekommt. Er will sich zuerst beruhigen, bevor er das Kind tauft. 38 90 - 92 Haus des Dorfvogts “ Jockel und Familie des Vogtes Jockel geht zum Vogt, um ihm mitzuteilen, dass David geboren ist und dass am Mittag die Taufe stattfindet. Er fragt Katharina schüchtern, ob sie auch komme, als sie dies bejaht verlässt Jockel zügig den Hof. 39 92 Dorf “ Veit und Kinder des Weißgerbers Veit und die Kinder ziehen von Haus zu Haus und verkünden die gute Nachricht. Die Menschen lächeln und sind etwas glücklicher. 40 92 - 93 Kirchturm “ Mathias und Christoph Die Beiden betrachten ungläubig die Gruppe, die zur Gerberei zieht und begreifen, dass sie zur Taufe wollen. Beide gehen, um David zu Taufen. 41 93 - 95 Bei Martha zuhause “ Veit und Martha Veits Gefährten haben Kameraden gefunden und lassen Veit alleine weiterziehen. Er kommt bei Martha an die Tür, an der es nach Fleisch riecht. Martha glaubt Veit die gute Nachricht nicht und glaubt, er wolle nur ihren Hasen, was eigentlich auch stimmt, doch geschlagen kehrt er zurück und geht Richtung Gerberei. 42 95 - 96 Kirchturm “ Totengräber Während der Taufe hält Totengräber wache, obwohl er zur Taufe eingeladen ist, doch er meint, dass es Unglück bringt, wenn er dabei sei. 43 96 - 97 Gerberei “ Alle außer Totengräber Die Taufe Davids bringt Freude in die Herzen der Bürger, doch als sie vorbei ist, kommt die Angst wieder, bis der Dorfvogt sagt, dass morgen ein Fest gefeiert wird, wegen der Taufe. Alle freuen sich und die Angst vor den Soldaten und dem Leid verschwindet. 44 97 - 98 “ “ Tobias, Jockel und Maria Als die Leute gehen, entdeckt Jockel Tobias und Maria. Er fragt sie, ob sie nicht mit ins Lager gehen wollen. Dies bejaht Tobias, da er die Mörder ihrer Schwester sehen will. Maria geht zu ihrer Mutter. 45 98 - 100 Wald / Lager “ Veit, Jockel, Tobias und Maria Sie gehen zum Lager. Es ist kein großes Heer! Veit will in ein bestimmtes Zelt, da er dort ihre Vorräte vermutet. Er will alles, was er findet in die Büsche werfen, und die Kinder sollen es dann aufheben. 46 100 - 102 “ “ “ Als Veit im Lager verschwunden ist, gehen die Kinder hinunter und verstecken sich in einem Busch. Sie erspähen die Vorratszelte, Kinder und Wagen. Eine Weile später kommt Veit mit Käse und Wein wieder, das er gegen seine Kette eingetauscht hat, doch er will noch mehr und schickt die Kinder zum Hügel zurück. 47 102 - 104 “ Abend “ Als die Kinder schon einige Zeit gewartet haben, es ist schon dunkel, hören sie Geschrei aus dem Lager. Die Soldaten schleppen Veit über den Boden. Die Kinder laufen ein Stück zurück und warten wieder. Vor lauter Hunger und das Fest vergessend essen sie den kopfgroßen Käse, bis auf einen faustgroßen Rest, den sie wieder einwickeln. 48 104 - 105 “ “ Tobias und Jockel Auf einmal sammeln sich Lichter im Lager. Die Soldaten ziehen wieder los, aber nicht nach Eggebusch, sondern nach Osten. Jockel fragt Tobias, ob er Maria liebt. Dieses bejaht er und beide denken an ihre Freundinnen. 49 105 - 107 “ “ Tobias, Jockel und Veit Auf einmal hören sie eine leise Stimme. Es ist Veit. Sie helfen ihm, doch er ist schwer verwundet: Die Soldaten haben ihm das steife Bein aufgeritzt, seine Narben im Gesicht wieder aufgeschnitten und ihm einen Stock in den Bauch gestoßen. Tobias und Jockel wechseln sich mit Stützen ab und so schaffen sie es bis zum Morgengrauen nach Eggebusch. Der Weißgerber sieht sie vom Kirchturm aus und weckt die anderen. 50 108 - 109 Gerberei / Dorf 6. Oktober 1641 Familie Markart Die Nachricht, dass Veit zurück ist, geht durch das Dorf, doch sie wissen nichts von seinen Verletzungen. Der Weißgerber hat neue Schuhe für seine Frau gemacht, damit David nicht fallen soll. Er will sich vor dem Fest noch einige Stunden ausruhen. 51 109 - 111 Gerberei “ Maria und Ursula Markart Maria bring David Ziegenmilch, die Ursula ihm in den Mund tröpfelt. Maria fragt ihre Mutter, wie es sei, wenn man liebt. Sie erzählt von ihrer Hochzeit und sagt schließlich, dass man zusammen gehöre. 52 111 - 112 Dorfplatz “ alle Der Vogt dirigiert die Vorbereitungen des Festes. Die Bürger suchen Brennholz zusammen, um ein großes Freudenfeuer herzurichten. 53 112 - 113 Bei Hobes “ Mathias und Elsa Hobe Elsa Hobe hat alle Hoffnung aufgegeben, da ihre Tochter tot ist. Ihr Mann sagt, dass es weiter gehen müsse, doch seine Frau will nicht mehr. 54 113 - 115 Dorfplatz “ alle Die Vorbereitungen gehen voran: Tische werden aufgestellt, die Kinder pflücken Blumen, der Boden wird gefegt, eine Bühne wird aufgestellt und die lange nicht mehr benutzten Instrumente werden geputzt und gestimmt. 55 115 - 116 “ “ “
Die Leute suchen schöne Festkleider aus ihren Truhen, die Männer freuen sich wie Kinder, die Kegelbahn wird wieder hergerichtet und Erinnerungen an alte Zeiten kommen wieder hoch. 56 116 - 118 Veits Wohnung “ Veit Veit sitzt vor seinem Haus und reinigt und verbindet seine Wunden und flucht über die Übeltäter. 57 118 - 120 “ “ Veit und Vogt Dorfvogt kommt, um Veit zu sagen, dass er läuten soll, doch als er seine Verletzungen sieht, geht er in den Stall, holt die Glocke und will selber gehen und läuten, doch das lässt Veit nicht zu und schreit ihn an. Daraufhin nimmt er den Wein und lässt Veit zurück. 58 120 - 123 Dorfplatz “ alle Als Veit die Glocke schwingt und alle ihm folgen, kommt Freude auf und alle Tanzen, lachen und spielen. Es herrscht eine ausgelassene Stimmung, doch Mathias bemerkt, dass keiner Wache hält und geht Richtung Kirche, doch seine Frau hält ihn zurück, da sie gehen will. 59 123 - 125 “ Abend “ Am Abend legen die Musikanten ihre Instrumente weg, da sie sehr müde sind. Sie setzen sich bei die anderen ans Feuer und Veit erzählt Geschichten über den eisernen Soldaten und alle hören gespannt zu. 60 126 -128 Dorf / Kirchturm / Gerberei 7. Oktober 1641 Vogt, Elsa und Mathias Hobe, Tobias, Jockel und Christoph Der Dorfvogt geht am nächsten Morgen durch die Stadt und begutachtet den Dorfplatz. Er nimmt sich vor, seinen Acker zu pflügen, da er meint, dass bessere Zeiten kommen. Er löst Elsa und Mathias ab, die seine Freude nicht teilen können. Jockel und Tobias haben im Stall bei der Ziege geschlafen und Christoph weckt die beiden. 61 128 - 129 Gerberei “ Familie Markart Als sie David füttern wollen, bemerkt die Mutter, dass er tot ist. Das Fest war nur Schein, es konnte das Elend nicht verdrängen, doch Jockel ist froh, da Leonard die Pest nicht bekommen hat. 62 129 - 131 Kirchturm / Friedhof “ Familie Markart und Dorfvogt Als die Familie David begraben hat, und der Dorfvogt auf dem Kirchturm ein Gebet für ihn gebetet hat, sieht er auf einmal die Soldaten kommen, er schreit, lässt einen Schuss los und rennt zu seinem Haus, da er Angst um seine Familie hat. Durch den Schuss bleiben die Soldaten zuerst eine Weile stehen, setzten aber dann zum Angriff über. 63 131 - 134 Dorf / Friedhof “ “
Die Familie Markart versteckt sich hinter der Friedhofsmauer, da sie zuhause auch keinen Schutz mehr finden können. Die anderen Bürger haben keine Zeit mehr sich zu verstecken. Die Soldaten treiben sie auf dem Marktplatz zusammen, reißen den Frauen und Mädchen die Kleider vom Leib und stürzen sich auf sie. 64
134 - 138 “ “ “ Die Soldaten haben sie kein Glück, da es nichts mehr in Eggebusch zu holen gibt. Sie kommen auch bei die Hobes. Elsa tut so, als ob sie ihnen etwas geben will, doch dann ersticht sie einen Soldaten. Mathias stürzt sich auf den anderen, doch durch das Geschrei kommen andere Soldaten, erstechen Mathias und Esa und nehmen die Bibel mit. 65 138 - 141 “ “ Veit, Familie Markart und Tobias Die Soldaten wollen sich für ihren Kameraden rechen und legen die Stadt in Brand. Daraufhin verlassen sie die Stadt. Die Familie Markart will in die Moore flüchten, da sie sonst nirgends mehr sicher sind, doch Veit kommt ihnen entgegen und sagt, dass alle tot sind und dass sie sich beeilen sollen, da die Frauen der Soldaten nur auf das erlischen der Flammen werten würden. Jockel kann die Ungewissheit über Katharina nicht mehr ertragen und stürzt Richtung Marktplatz. Sein Vater will ihn noch aufhalten, doch Veit meint, dass er schon nicht mehr Verloren gehen werde. 66 141 - 144 “ “ Zurückgebliebene Jockel erreicht das Haus und rettet Katharina. Die anderen, außer Veit und Christoph verlassen die Stadt und gehen ins Moor. Veit und Christoph suchen Werkzeug und andere brauchbare Gegenstände für einen Neuanfang.
Inhalt
Textzusammenfassung in Tabellarischer Form des Werkes "In 300 Jahren vielleicht" von Tilman Röhrig (3680 Wörter)
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21.12.2004 von unbekannt
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