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Referat: GFS Vortrag Gewinner der Globalisierung

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Gewinner der Globalisierung



GGK
Gewerbliche Schule Tübingen
Gewinner der Globalisierung



Einleitung 4
Konzerne 4
Staaten 7
Politik und die Gesellschaft 9
Privatpersonen 10
Resümee 11

Einleitung
Unter Globalisierung versteht man das internationale Agieren von Firmen, Staaten, Institutionen aber auch Privatpersonen. Globalisierung. Ein Wort, das wohl jeder aus den Medien zur Genüge kennt. Überall wird von der Globalisierung geredet. Sie ist meist Teil von Gesellschafts- oder Wirtschaftskritik. Die Globalisierung wird deshalb meist mit negativen Dingen wie Ausbeutung, Kinderarbeit, Zerstörung mittelständischer Unternehmen, Verlust von Arbeitsplätzen, etc. assoziiert. Doch die Globalisierung ist nicht nur negativ, wie sie oftmals zu sein scheint. Folgend werde ich näher auf die Gewinner der Globalisierung eingehen.

Konzerne
Vor allem große Konzerne profitieren an der Globalisierung. Ich möchte das am Beispiel Adidas verdeutlichen.


Adidas ist ein 1920 gegründeter deutscher Konzern. Damals in Deutschland aufgebaut, agiert Adidas heute weltweit und ist mittlerweile auf Platz 60 der wertvollsten Marken der Welt. Doch wie genau agiert Adidas? Was nutzt Großkonzernen wie Adidas die Globalisierung?

Adidas plant von hier aus, ganz in unserer Nähe, im ca. 300 Kilometer entfernten Herzog Aurach bei Nürnberg.
Hier spielen sich all die wichtigen Dinge des Konzerns ab. Die Unternehmensstrategie wird hier entworfen und die neuen T-Shirts, Schuhe oder Jacken werden hier designt, neue Marketingstrategien entwickelt und der Unternehmensumsatz berechnet. Dies macht natürlich nicht irgendwer, sondern dafür werden Fachkräfte im Bereich Modedesign, Managing, Vertriebsplanung, Marketing und der Finanzbuchhaltung angeworben. Obwohl das Werk in Deutschland liegt, wirbt Adidas natürlich nicht nur deutsche Fachkräfte an, sondern sucht sich diese auf dem internationalen Arbeitsmarkt. Denn für einen Großkonzern wie Adidas zählt nicht, woher die Fachkraft kommt. Für sie zählt, wie gut die Arbeit ist, die sie verrichtet. Dieser Konkurrenzkampf führt zwar zu mehr Druck für die Fachkräfte, bringt aber ebenfalls eine Leistungs- und Qualitätssteigerung der Arbeit.
Stellt der Vertrieb also beispielsweise fest, in Frankreich sind Sportschuhe sehr gefragt, weist es seine Designer in Herzog Aurach an, einen neuen Sportschuh zu designen. Diesen entwirft der Designer dann mit Hilfe von Informationen, die französische Marktanalytiker ihm gesendet haben und sendet es an das Management. Das Management wiederum teilt der Zentrale für Einkaufs- und Beschaffungsorganisation in Asien mit, was und wie viel für die Produktion eingekauft werden muss. Dafür muss es aber nicht mehr große Dokumentenpakete versenden, sondern gibt die Information schnell und einfach zugreifbar über das Internet weiter. Die Zentrale kauft dann, meist bei anderen Firmen, mit denen es schon länger zusammenarbeitet, billige Waren ein. Diese waren werden dann zu den Produktionsstätten in China, Indonesien, Korea und Taiwan gesendet. Dort werden sie dann zu anderen Gütern, in unserem Fall Schuhen weiterverarbeitet. Die für die Weiterarbeit verwendeten Technologien stammen meist selbst aus dem Ausland, aus Ländern mit älterer Textilproduktion. Für die Produktion zahlt Adidas auch nicht viel, denn die Menschen in China produzieren sehr billig. Chinesische Löhne, aber auch Lebenshaltungskosten sind niedrig und so findet Adidas immer genug Arbeiter. Die fertigen Schuhe werden dann mit dem Boot oder per Flugzeug nach Frankreich geflogen. Dank Wirtschaftsabkommen zwischen verschiedenen Staaten müssen sie auch keine sonderlich hohen Zölle mehr dafür zahlen. In Frankreich hat unterdessen die Marketingabteilung von Adidas Werbung für den Schuh gemacht und Adidas kann die Schuhe dann um ein Vielfaches der Produktionskosten in Frankreich oder anderen Ländern teuer verkaufen. Sollten sich in Frankreich nicht genug Leute für den Schuh interessieren, oder schon zu viele Schuhe besitzen, kann Adidas dank der Globalisierung problemlos auf andere Märkte z.B. in Großbritannien oder den USA ausweichen. Oder kann die Waren über das Internet vermarkten.

Zusammengefasst ziehen Konzerne folgende Vorteile aus der Globalisierung:
Internationale Fachkraftsuche
Schneller Informationsfluss
Billige Waren/ Rohstoffkauf im Ausland
Internationale Zusammenarbeit mit Unternehmen
Billige Produktion in Schwellenländern
Fortschrittliche Technologien aus anderen Ländern importiert
Teilweiße niedrige Zoll- / Transportkosten
Hoher Verdienst beim Verkauf in Industrienationen
Keine Gefahr durch Marktsättigung
Einfache Erreichbarkeit von Kunden
Auch kleine Unternehmen können global agieren
Neue Erfindungen können einfacher vermarktet werden


Staaten
Aber nicht nur Konzerne verdienen an der Globalisierung, je mehr Waren in einem Land produziert werden, die dann in eine anderes Land exportiert werden, desto mehr Geld fließt in das produzierende Land. Bei jedem Import, als auch bei jedem Export verdient der Staat zusätzlich an Zöllen. Mit diesem Geld kann dann die Wirtschaft des Landes wachsen und in armen Ländern sogar die Armut bekämpft, in die Bildung investiert und die Infrastruktur verbessert werden.
Viel Geld wird außerdem für Subventionen, Investitionen und Direktkredite an Schwellenländer geschickt, die damit dann Firmen aufbauen oder ihre Infrastruktur, ihre IT-Systeme oder ihre Energieversorgung verbessern können. Dabei entstehen Metropolen, da Firmen die Versorgungssicherheit der großen Städte brauchen und sich deshalb in deren Nähe ansiedeln. Firmen die nicht zukunftsgerichtet sind, können sich dabei Dank des Konkurrenzdruckes nicht halten, was für die Staaten ein sicheres Wachstum in der Zukunft bedeutet, da nur wachsende Firmen bestehen.
Eine andere positive Folge ist, dass es beispielsweise weniger politische Auseinandersetzungen gibt, denn einzelne Staaten entscheiden nicht mehr gegeneinander, sondern fällen ihre Entscheidungen in internationalen Verbänden und Organisationen miteinander. 1949 wurde beispielsweise die Nato gegründet, in der Staaten gemeinsam über Kriegseinsätze entscheiden oder 1994 die WTO, die Weltwirtschaftsorganisation, die die internationalen Märkte verwaltet und sich für einen Abbau von Handelsbarrieren einsetzt. Oder die 1975 gegründeten G6, heute G8, in der die Regierungschefs der größten Industrienationen über ihr weiteres Vorgehen in der Weltpolitik debattieren. Oder die UNO die sich für den Weltfrieden und das einhalten von Völkerrechten einsetzt.
Sollte sich in irgendeinem Land eine Katastrophe ereignen, kann und muss ihm dank der Globalisierung schnell und einfach geholfen werden. Zum Einen können Spenden, Hilfsgelder und Hilfsgüter für Naturkatastrophen leicht mobilisiert werden, zum anderen muss Staaten auch bei wirtschaftlichem Misserfolgen geholfen werden, da bei Staatsbankrotten nicht nur eigene Firmen im Ausland betroffen sind, sondern auch der nationale Warenexport anderer Länder gemindert werden kann.

Zusammengefasst haben Staaten folgende Vorteile aus der Globalisierung
Exportgewinne für Staaten
Zölle für internationale Transaktionen
Investitionen und Subventionen in Schwellenländern
Weniger politische Auseinandersetzungen
Schnelle Krisenhilfe

Politik und Gesellschaft

Für die Bevölkerung in Schwellenländern ist die wachsende Anzahl an internationalen Firmen natürlich keineswegs negativ, denn mehr Menschen finden Arbeit und die Arbeitslosigkeit sinkt. Zudem zahlen die internationalen Firmen zwar für europäische Verhältnisse geringe Löhne, im Vergleich zu den inländischen Firmen zahlen sie jedoch häufig mehr, so dass die Arbeit in internationalen Firmen oft sehr beliebt ist. Durch die verringerte Arbeitslosigkeit sinkt die absolute Armut weltweit erheblich.

Doch die Globalisierung hat nicht nur wirtschaftliche Aspekte, sie ist für die Bevölkerung in- sofern gut, dass es einfacher ist an Bildung und Wissen heranzukommen. Zum einen können sehr viele Informationen über das Internet abgerufen werden, zum anderen wird durch die Verschiebung von Fachkräften auch Wissen an andere Teile der Welt weitergegeben.
Auch gesellschaftspolitisch ist die Globalisierung sehr wichtig, da nun politische Aufrufe wie beispielsweise der gegen die Privatisierung des Wassers oder für die Unterstützung der Bevölkerung in der Türkei schneller verbreitet werden können. Und in Syrien und Ägypten können sogar Regime gestürzt werden, da die Welt, dank der Globalisierung Medienzensuren, die früher üblich waren, heute problemlos umgehen kann.

Zusammengefasst ergeben sich folgende Vorteile für Gesellschaft und Politik:
Sinkende Arbeitslosigkeit in Schwellenländern
Steigender Bildungsstandard
Politische Aufrufe sind einfacher zu verbreiten
Zensuren können umgangen werden



Privatpersonen
Auch wir nutzen, bewusst oder unbewusst, jeden Tag die Vorteile der Globalisierung. Ich, als deutscher Konsument, habe meist ein recht großes Geldvolumen, über das ich verfügen kann. Ich verdiene hier, in Deutschland, einer Industrienation viel, auch weil unsere exportreichen Firmen hohe Löhne zahlen können. Beim Einkaufen muss ich aber meist trotzdem nur sehr geringe Preise zahlen, weil die Waren billig im Ausland produziert wurden. Ich verdiene somit viel Geld und muss nur wenig ausgeben. Mir bleibt somit viel Geld für Luxusgüter, Freizeitbeschäftigungen und das Sparen für große Anschaffungen. Und trotzdem werde ich gut beraten, und habe qualitativ hochwertige Waren, da die Firmen versuchen, Kunden durch Kundennähe, Qualität und Service an sich zu binden um so dem starken Konkurrenzdruck Stand zuhalten. Beim Einkaufen habe ich außerdem den Vorteil, aus einer großen Vielfalt auswählen zu können, da der internationale Markt, Waren aus allen Kulturkreisen zu bieten hat. Ich persönlich beispielsweise besitze eine Goahose aus Indien, mache mir auch des öfteren eine Fertigpizza aus Amerika und besitze ein Handy aus Südkorea. Diese Internationalisierung steigert auch die Toleranz der Menschen, jeder kann aussehen und anziehen wie oder was er will. Einiges ist man gewöhnt und "anders" ist nicht mehr gleich "komisch"
Jeder von uns kann außerdem dank der Barrierefreiheit oder /-reduzierung unkompliziert ins Ausland gelangen. Auslandsjahre oder Semester, Auslandsreisen oder gar Auswanderungen stellen kein grosses Problem mehr dar.
Lernt man nun beispielweise während eines Urlaubs in Marokko nette Leute aus Indien kennen, ist es auf Grund der Globalisierung sehr einfach, den Kontakt zu ihnen zu halten. Die internationale Telekommunikation ist sehr fortschrittlich und vor allem über das Internet, über Facebook, per E-Mail oder Skype kann leicht Kontakt gehalten werden.
Und zum Schluss noch das in der Klasse wahrscheinlich beliebteste Argument; durch die Globalisierung ist sowohl das legale als auch illegale Filesharing überhaupt möglich geworden. Bildungsmaterialien aber auch Entertainmentsoftware kann leicht verbreitet werden und aus dem Internet geladen werden.

Unsere zusammengefassten Vorteile aus der Globalisierung:
Billige Waren trotz hohem Einkommen
Qualität und Kundennähe dank Konkurrenzdruck
Internationale Auswahl an Gütern
Leichtere Entfaltung der Individualität
Unkomplizierte Auslandsaufenthalte
Halten und knüpfen internationaler Kontakte
Resümee

Die größten Gewinner der Globalisierung sind also Großkonzerne, Entwicklungsländer und Privatpersonen. In irgendeiner Weise profitiert jeder von der Globalisierung, manche mehr und andere weniger. Doch der Globalisierung selbst kann sich heute keiner mehr entziehen.

Trotz allen eben genannten Vorteilen der Globalisierung bin ich selbst kein uneingeschränkter Befürworter der Globalisierung. Dass mein Vortrag der Globalisierung sehr positiv gegenüber zu stehen scheint liegt daran, dass ich versucht habe die Vorteile absolut objektiv auszuführen. Natürlich hat die Globalisierung einige wirkliche Vorteile, andere dieser Vorteile haben aber auch ihre Kehrseiten. Die Globalisierung hat auch viel Schlechtes, einige Nachteile. Zum Beispiel der Wegfall von Arbeitsplätzen in Deutschland oder die Bedingungen der Arbeiter in Asien oder Osteuropa. Auf die Nachteile der Globalisierung wird Benni aber noch genauer eingehen/ ist Benni ja bereits genauer eingegangen.

Quellen:
Inhaltlich:
http://www.wirtschaftundschule.de/lehrerservice/lexikon/g/globalisierungskritik/
Handelsblatt "Unterrichtseinheit Globalisierung" von Michael Koch und Katrin Eggert (Institut für Ökonomische Bildung an der karl von Ossietzky Universität Oldenburg)
https://sites.google.com/site/globalisierung1/beurteilung/vor--nachteile-1
http://www.globalisierung-fakten.de/globalisierung-informationen/globalisierung-der-politik/
http://www.supply-markets.com/Marktwahl/Downloads/China_Indien_MOE.pdf


Bild Quellen:
http://endtheneglect.org/wp-content/uploads/2012/04/g8logo.jpg (g8)
http://us.123rf.com/400wm/400/400/derocz/derocz0703/derocz070300110/833780-schwarz-weiss-welt--sehr-detaillierte-darstellung-der-erde.jpg (welt schwarzweis)
www.modernukraine.eu/wp-content/uploads/2012/12/WTO-globalvoices.org_.au_.png (wto)
http://rrredaktion.eu/wp-content/uploads/2013/02/uno-wordpress.gif (uno)
http://highschoolexchange.files.wordpress.com/2011/02/afs.jpg (afs)
http://4.bp.blogspot.com/-xuOFaSjA0nw/UI_dzSuvTqI/AAAAAAAAB-0/bM7G4dqJnCM/s1600/Adidas%2BSale.JPG (sale adidas)
http://www.fluter.de/de/117/thema/11185/ (armutsentwicklung)
http://de.wikipedia.org/wiki/NATO (nato)
http://www.right2water.eu/de/node/296 (wasser)
http://www.right2water.eu/de/node/296 (metropolen sykline)
http://www.abload.de/img/adidas_copyrightvcy2.png (adidas schuh)
https://de.wikipedia.org/wiki/Adidas (adidas logo)
Handelsblatt "Unterrichtseinheit Globalisierung" von Michael Koch und Katrin Eggert (Institut für Ökonomische Bildung an der karl von Ossietzky Universität Oldenburg)
(adidas wirtschaftswege)
Inhalt
Es wird genauer auf die Vorzüge der Globalisierung eingegangen, Jedoch wird aufgrund der Aufgabenstellung nur das Positive der Globalisierung hervorgehoben, Negatives wird ausser Acht gelassen, beziehungsweise vom Partner in diesem Referat bearbeitet.
gut aber, um die Pro-Liste über die Globalisierung zu füllen, da die Medien meist nur Negatives berichten.
Wie Konzerne gewinnen, wird anhand des Beispiels Adidas erklärt. In dem Referat steckt viel Information in kurzer Zeit, kann also vor allem Unterstufenklassen überfordern! :) (1993 Wörter)
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01.07.2013 von paul157
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