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Beschneidung

Frage: Beschneidung
(28 Antworten)

 
Ich hab mich letztens mal mit zwei Freundinnen über das Thema Beschneidung (bei Jungen und Mädchen - auch im Zusammenhang mit Religion) unterhalten.
Da kamen teilweise echt viele, manchmal auch etwas sinnlose, Fragen auf, die man aber trotzdem gern beantwortet haben würde.

Eine war zum Beispiel, ob es beim Sex irgendwelche Unterschiede gibt, wenn der Mann nun beschnitten ist oder nicht oder dann halt auch Fragen, wie, ob es nicht generell verboten werden sollte, Mädchen zu "beschneiden" etc.

Habt ihr auch solche Fragen zu dem Thema oder Antworten darauf? Wie ist eure Meinung dazu? (Auch im Zusammenhang mit Religion und wie es teilweise "ausgeübt" wird etc..)

Würde ganz gerne mal eine Diskussion dazu starten, da ich selbst nicht mal viel über das Thema weiß, es eigentlich aber recht interessant finde.

lg
GAST stellte diese Frage am 05.10.2007 - 22:36

 
Antwort von GAST | 05.10.2007 - 22:38
http://tinyurl.com/nv5kp
< Weibliche Beschneidung (Geschlechtsverstümmelung)

Ich finds einfach grausam, was man da liest x_x

 
Antwort von GAST | 05.10.2007 - 22:40
mädchenbeschneidung in ländern wie afrika ect ist echt der brutalste terror... die kommen damit überhaupt nicht klar, haben nachher schmerzen beim sex wie sonst was (siehe buch "wüsentblume") und obwohl die mütter das genau wissen, beschneiden sie ihre töchter trotzdem alle. es ist echt heftig. DAVON halte ich echt nichts, wie das in unseren kreisen bei männern ist - ka

 
Antwort von GAST | 05.10.2007 - 22:40
ich lese gerade bei Wikipedia nach..
ich mein, bei Männern ist das ja im Prinzip nicht schlimm, wenn es medizinisch korrekt ausgeführt wird. Bei Vorhautverengung zB wird der Junge oder Mann doch auch beschnitten, war das nicht so?

 
Antwort von GAST | 05.10.2007 - 22:41
Hmm...Fragen hab ich eher weniger...

Ich bin Moslem.Bei uns ist der Rang der Beschneidung des Mannes sehr weit oben.Es gehört zu unseren Reinheitsgeboten.Es ist wissenschaftlich bewiesen,dass es Krankheiten vorbeugt,wie z.B. Vorhautentzündung,etc...Oder was es sonst noch für Krankheiten gibt.

 
Antwort von GAST | 05.10.2007 - 22:41
Ob es beim Geschlechtsverkehr anders ist weiß ich nicht, aber bei der Selbstbefriedigung isses anders, haben mir türkische, beschnittene Freunde mitgeteilt. Macht auch iwo Sinn^^

 
Antwort von GAST | 05.10.2007 - 22:42
Die Beschneidung bei den Frauen,sowas gibt es net im Islam.

Was da,wie schon hier erwähnt worden ist,in Ländern wie in Afrika geschieht,kann ich auch net so ganz nachvollziehen.Aber so ist es wohl leider in verschiedenen Kulturkreisen...

 
Antwort von GAST | 05.10.2007 - 22:42
Richtig, war bzw. ist so.

Aber ich glaub darum gehts eher sekundär, weil ein Mann bei der (medizinisch korrekten) Beschneidung ja nicht total verstümmelt wird.

Ich hab mal ne Doku gesehen, da wurd die Beschneidung der Frau mit `nem heißen Messer durchgeführt - mit so einem Messer würde ich nicht mal irgendwas Essbares schneiden, weil das einfach nur widerlich dreckig aussah.

 
Antwort von GAST | 05.10.2007 - 22:42
ich hab das (durch das Lesen bei Wikipedia) auch grad so verstanden, dass die Mütter ihre Töchter beschneiden.. wenn die das selbst schon durchmachen mussten, wieso tun sie das dann ihren Töchtern an!? Echt krass!
Ich habe vor einiger Zeit mal eine Reportage oder so dazu gesehen.. da wurde das richtig "ritualmäßig" abgehalten - war total erschreckend, gerade weils schon etwas her ist und ich da noch jünger war und dann voll Schiss davor bekommen hab..

 
Antwort von GAST | 05.10.2007 - 22:43
bei frauen -> widerlich

bei männer
beschnittem -> sauber
nicht beschnitten -> drecksschleuder

 
Antwort von GAST | 05.10.2007 - 22:43
Einfach nur krank, was Menschen miteinander anstellen... -.-

 
Antwort von GAST | 05.10.2007 - 22:45
ich hab auch mal ne doku drüber gesehn, und ich glaub dass die mütter das deshalb gemacht haben, weil unbeschnitte mädchen als "unrein" galten/gelten, und die bei den männern bei der hochzeit besser ankommen wenn sie beschnitten/verstümmelt sind. warum auch immer, ich finde es einfach nur wiederlich unmenschlich und grausam, ohne betäubung, ohne desinfektion, und dann auch wirklich noch mit messern, glasscherben die aus dem reinsten dreck kommen..!

 
Antwort von GAST | 05.10.2007 - 22:46
Zitat:
Die weibliche Genitalverstümmelung ist keineswegs nur auf primitive Stämme beschränkt und im Aussterben begriffen, im Gegenteil: sie wird auch von der Mittelschicht und in den Städten praktiziert und breitet sich in Afrika immer weiter aus. Tendenziell werden immer drastischere Prozeduren anstelle der milden bevorzugt; die Operationen (früher bei Eintritt ins Erwachsenenalter) werden an immer jüngeren Mädchen, auch an Säuglingen, vorgenommen, da diese nicht so starken Widerstand leisten können.


und

Zitat:
Das eigentliche Motiv für die Genitalverstümmelung wird dagegen häufig in den patriarchal strukturierten Gesellschaften gesehen. Die Verstümmelung dient der Kontrolle der weiblichen Sexualität und soll als Schutz vor dem Verlust der Jungfräulichkeit und vor Promiskuität in der Ehe fungieren.


Auf der Seite (s.o.) sind auch noch die Gesundheitsschäden aufgezählt - eigentlich müsste man sowas doch verbieten x.x

 
Antwort von GAST | 05.10.2007 - 22:46
Es gibt Sachen im Leben,die kann und wird man wohl nie nachvollziehen können.

 
Antwort von GAST | 05.10.2007 - 22:47
Zitat:
Formen und Verbreitung:
Die weibliche Genitalverstümmelung ist in unterschiedlicher Form, und damit verbundenen Folgen für die Frau, in 28 afrikanischen Ländern, im Süden der arabischen Halbinsel (Jemen), im Irak und in Indonesien und Malaysia in unterschiedlichem Ausmaß verbreitet. Der geographische Ursprung dieser Praxis ist nicht bestimmbar.

Sie wird in der Regel durch so genannte Beschneiderinnen durchgeführt. Es wird unterschieden in

* Klitoridektomie: hierbei wird die Klitoris teilweise oder vollständig entfernt.
* Exzision: die teilweise oder komplette Amputation der Klitoris mit teilweiser oder vollständiger Entfernung der kleinen Labien. Exzision ist die am meisten verbreitetste Form der Verstümmelung, verbreitet in den meisten Ländern der Sudan-Zone (südlich der Sahara) und in Ostafrika, sowie, wenn auch in geringerem Ausmaß, in Ägypten, im südlichen Jemen, in Indonesien und Malaysia.
* Introzision: Es werden zusätzlich Haut und Gewebe aus der Vagina ausgeschält.
* Infibulation („pharaonische Beschneidung“): Diese gravierendste Form ist verbreitet in Somalia, in Dschibuti und im Norden des Sudan, in einigen Regionen Ägyptens, Äthiopiens und weiter westlich in Mali. Es werden die Klitoris und die inneren und äußeren Schamlippen entfernt und die beiden Seiten der Vulva so zusammengenäht, dass die verbliebene Haut zu einer Brücke über der Vaginalöffnung und dem Ausgang der Harnröhre zusammenwächst. Indem bei der Wundvernähung ein Strohhalm oder ähnliches eingelegt wird, wächst die Wunde bis auf eine kleine Öffnung zu. Durch diese knapp erbsengroße Öffnung müssen Urin, Menstruationsblut und Vaginalsekrete austreten können, durch die Behinderung dieser Vorgänge kommt es zu zusätzlichen Schmerzen und Infektionsrisiken. Nach dem Eingriff werden die Betroffenen von den Knöcheln an bis zur Hüfte bandagiert, bis die Wunde verheilt ist. Dies kann bis zu vier Wochen dauern.
Der Infibulation folgen die
o Defibulation: die Wiedererweiterung einer infubilierten Vaginalöffnung. Dies ist oft nötig, um den Geschlechtsverkehr zu ermöglichen. Gelingt dem (Ehe-)Mann die Öffnung der Vagina durch Penetration nicht, wird die infibulierte Vagina von ihm – seltener von einer Beschneiderin – mit einem Messer oder einem anderen scharfen Gegenstand defibuliert. Zur Entbindung ist oft eine zusätzliche weitreichendere Defibulation notwendig.
o Reinfibulation (erneute Infibulation): nach einer Geburt wird die Vagina, die für die Geburt defibuliert wurde, in vielen Fällen nach Entfernung der Narbenränder erneut infibuliert. Nach mehreren Wiederholungen ist unter Umständen kein geeignetes Gewebe mehr für eine erneute Reinfibulation vorhanden.

Diese Klassifizierungen dienen lediglich als grobe Unterteilung. In der Realität existieren weitere Varianten.[3] Von einer Beschneidung sind jährlich weltweit etwa drei Millionen Mädchen betroffen. Die Gesamtzahl der Betroffenen wird von Fachleuten auf weltweit 130 Millionen geschätzt. Auch in Europa sind Schätzungen zufolge hunderttausende Frauen betroffen.


Ich bin total geschockt. Diese Infibulation (und Def- und Reinfibulation) ist jawohl eines der schrecklichsten Dinge, die man einer Frau antun kann!

 
Antwort von GAST | 05.10.2007 - 22:49
Da dreht sich einem ja der Magen um, falls das Zusammengenähte nicht aufgeht wirds mitm Messer gemacht :|

Alle breitbeinig übern Stacheldraht ziehen..

 
Antwort von GAST | 05.10.2007 - 22:49
Zitat:
Es gibt Sachen im Leben,die kann und wird man wohl nie nachvollziehen können.


Wie recht du hast! Und das gehört für mich definitiv dazu!

 
Antwort von GAST | 05.10.2007 - 22:51
Zitat:
Ob es beim Geschlechtsverkehr anders ist weiß ich nicht, aber bei der Selbstbefriedigung isses anders, haben mir türkische, beschnittene Freunde mitgeteilt. Macht auch iwo Sinn^^


Wie genau anders läuft das denn dann bei denen ab?
Ja, ich weiß, doofe Frage, aber interessiert mich halt.

 
Antwort von GAST | 05.10.2007 - 22:52
"nicht beschnitten -> drecksschleuder"

Willst du deine Beschneidung rechtfertigen oder weißt du einfach nicht, dass man sich auch einfach waschen kann? :D

 
Antwort von GAST | 05.10.2007 - 22:53
Zitat:
Durch den Eingriff sterben 5 bis 10 %, weitere 20 % sterben an Spätfolgen.
In Deutschland gibt es je nach Schätzungen 20.000 bis 29.000 betroffene Frauen.


Dass in Deutschland auch so viele Frauen betroffen sind, wusste ich gar nicht. Denkt man sich auch irgendwie gar nicht - einfach nur krass.

 
Antwort von GAST | 05.10.2007 - 22:56
"Das passiert sicher nur in den Dörfern in Afrika." ist wohl eine der typischen Fehlprognosen =/

Aber dass es so viele sind, hätte ich auch nicht gedacht..

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