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"Mord"

Frage: "Mord"
(27 Antworten)

 
Ich bitte darum, dass ihr schöne Diskussionen zum Thema führt, ein paar Hypothesen aufstellt und eure Meinung äußert.

Geht bitte aus rein philosophischer Sicht an die Dinge heran.
Rechtliche Normenvorstellungen können versucht werden zu begründen, sollten aber nicht als Begründung dienen.

So zum Anfang: Was denkt ihr, wie sollte Tötung auf verlangen eingeordnet werden.

Hochachtungsvoll
Feaheru

P.S.: Suizid ist außer acht zu lassen, da es genügend Gespräche dazu gab.
GAST stellte diese Frage am 18.04.2006 - 08:27

 
Antwort von GAST | 18.04.2006 - 08:49
Ich
finde,Tötung auf Verlangen sollte dann auch ausser acht gelassen werden,da es in meinen Augen eine Art ´Suizid an einem anderen Menschen´ darstellt

 
Antwort von GAST | 18.04.2006 - 09:10
Wollte ich mal ansprechen, da zu diesem Thema noch nicht wirklich gesprochen wurde.

Hochachtungsvoll
Feaheru

 
Antwort von GAST | 18.04.2006 - 09:14
Ist das Thema hier wirklich noch nicht behandelt worden?Seltsam,wo es doch schon öfter Diskussionen in der Öffentlichkeit darüber gab...
nehmen wir mal den weit verbreiteten Standpunkt,dass Tötung auf Verlangen nicht unter Strafe gestellt werden sollte...wie sieht es dann aber aus,wenn sie statt z.b von einem Familienmitglied von jemandem durchgeführt wird,der Spass am Töten hat und es zu seiner Befriedigung tut?Das finde ich einen interessanten Ansatz

 
Antwort von GAST | 18.04.2006 - 09:49
Töten auf Verlangen ist eine Straftat und sollte als Mord in minder schwerem Falle eingestuft werden, so wie es auch ist.
§ 216
(1) Ist jemand durch das ausdrückliche und ernstliche Verlangen des Getöteten zur Tötung bestimmt worden, so ist auf Freiheitsstrafe von sechs bis zu fünf Jahren zu erkennen.
(2) Der Versuch sit strafbar.

Wenn ein Mensch seinem Leben ein Ende setzen will, dann sollte man ihn davon abhalten und es nicht für ihn übernehmen. Wenn er sich nicht davon abhalten lässt, dann soll er sein Vorhaben alleine ausführen.
Es hilft auch nicht, wenn irgendwelche Gelüste von Psychopathen unterstützt werden. Also etwa "zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: der eine will sowieso sterben, der andere findet es geil jemand umzubringen. Machen wir doch ne Partnervermittlung auf".
Dadurch wird die Krankheit ja nur unterstützt. Ich würde sagen, beide sollten sich behandeln lassen.

 
Antwort von GAST | 18.04.2006 - 10:09
Ich philosophire noch was aufm weg zum arzt jetzt und dann schreib ich dir was hier hin. Könnte auch mal meine alten unterlagen raussuchen....*g* wo die bloß sind.

 
Antwort von GAST | 18.04.2006 - 10:10
@ wuestenzeit

Hast du dir meine Vorbemerkungen -richtig- durchgelesen?
Bitte begründe doch deine Auffassung.

@ all

Ich finde es doch intressant, dass man meist nur negative Auffassungen zur Tötung auf verlangen hat.

Hochachtungsvoll
Feaheru

 
Antwort von GAST | 18.04.2006 - 10:23
Ich hab absolut keine negative Auffassung von Tötung auf Verlangen.
Ganz im Gegenteil.
Es zeugt von überragender menschlicher Größe,das zu vollbringen.
Sei es,einem Verwandten die erlösende Spritze/Pille zu verabreichen,oder das (in Filmen gern genommene) Bild des verwundeten Kameraden,der um den Gnadenschuss bittet.
Nur äußerst gefestigte,starke Menschen sind dazu im Stande.
Anders als z.b Wuestenzeit seh ich allerdings auch den Suizid als eine außergewöhnliche Leistung.
Den Überlebensinstinkt zu überwinden,das schaffen nur die Besten

 
Antwort von GAST | 18.04.2006 - 10:28
die Besten oder die Stärksten? Oder einfach die Verzweifelsten?

 
Antwort von GAST | 18.04.2006 - 10:32
Die Verzweifelsten versuchen es.Und meist bleibt es bei dem Versuch.
Wenn es dann doch ´klappt´,ist es eher Zufall.
Die Stärksten tun es mit dem Wunsch,es zu schaffen und haben kein Interesse daran,dadurch nur Aufmerksamkeit zu bekommen (inspiriert von der Hoffnung,dass sich ihr Leben doch noch zum Guten wenden könnte)

 
Antwort von GAST | 18.04.2006 - 10:35
Und die Besten?
Siehst du es also als gut an, dem ganzen hier zu entkommen?

Entschuldige ersten meine langsame Auffassungsgabe, ich hatte eindeutig mit 4 Std. zu wenig Schlaf und zweitens mein Anonym von eben^^

 
Antwort von GAST | 18.04.2006 - 10:36
´gut´ ist nicht der richtige Begriff,aber ich seh es unter bestimmten Umständen als erstrebenswert und weise an,ja ^^

 
Antwort von GAST | 18.04.2006 - 10:38
ja, mir ist eben nur kein anderes Wort als gut eingefallen.

Aber ich kann mich deiner Aussagen, dass nur die Besten es "schaffen" würden, irgendwie nicht anfreunden ...

Ich werde mir jetzt erst einmal Müsli machen^^

 
Antwort von GAST | 18.04.2006 - 10:46
Na mir ist klar,dass es manchmal auch komplett schwache/psychisch labile Menschen schaffen,wenn sie Glück haben.
Allerdings ist bei den ´starken´ Leuten,die es aus voller Überzeugung und nach Abwegung aller Alternativen tun,die Erfolgsquote deutlich höher

guten Appetit^^

 
Antwort von GAST | 18.04.2006 - 10:52
Ich halte viel von der Euthanasie...Man kann einem Menschen helfen bzw,. erlösen!allerdings kann man nachts nur wirklich gut schlafen wenn die sterbehilfe bei einem Menschen geschieht der sich nur noch quält und nicht weil derjenige mit dem Leben unzufrieden ist aber sich nicht traut sich selbst das leben zu nehmen!

 
Antwort von GAST | 18.04.2006 - 10:53
Ich stimme benny84 zu, dass es Kraft benötigt sich zu töten.

Ich finde es irdenwie peinlich wenn es heißt, dass jemand 5 oder mehr versuche gestartet hat. Man müsste doch dann tatsächlich überlegen, wenn nicht mal das klapt, dass man wirklich einen Grund hat es zu beenden.

 
Antwort von GAST | 18.04.2006 - 10:54
Was siehst du als "Abwägung von Alternativen" an?
Wenn du damit Dinge wie zum Beispiel eine Therapie bei nervlich Kranken, oder ähnliches meinst, dann sind doch die Menschen, die sich dennoch für Selbstmord entscheiden, am Verzweifelsten, oder?

Tur mir leid, wenn ich wieder vom eigentlich Thema abweiche ...

 
Antwort von GAST | 18.04.2006 - 11:32
Und allgemein zum Thema Mord hat keiner etwas beizusteuern?

Die Sicht vom 2. Anonymen ist zwar etwas krass ausgedrückt, hat jedoch auch Potenzial.

Hochachtungsvoll
Feaheru

 
Antwort von GAST | 18.04.2006 - 11:36
ich denke, dass eine solche aufforderung auf jeden fall durchgeführt werden sollte, weil es den für den menschen der sterben will, sowieso nur mehr eine qual ist. trotzdem würde ich bevor es zu dem mord kommt den "patienten" zu einer ausgibiegen beratungssitzung mit einem psychologen/freund,... schicken, weil es vielleicht doch noch einen anderen weg gibt, es der patient aber noch nicht erkennt

 
Antwort von GAST | 18.04.2006 - 13:09
@ JuliaSt

Also fast so etwas wie bei einem Schwangerschaftsabbruch (Abtreibung) wo die "Mutter" auch erst zum Psychologen muss.

Hochachtungsvoll
Feaheru

 
Antwort von GAST | 18.04.2006 - 14:20
Ich weiß nicht ob es genannt wurde, hab keine Zeit alles zu lesen, aber hat jemand von euch schon mal einen Menschen sterben gesehen? Einen geliebten Menschen, vielleicht über Jahre hinweg? Kein schöner Anblick, daher bin für Sterbehilfe, denn sie ist der einzige Weg diese Menschen zu Erlösen wo Medizin versagt hat.
Und falls einer mit Gott kommt. Der ist nur ein Sadist!

Hochachtungsvoll

klaudanus

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