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Kommunistische Manifest

Frage: Kommunistische Manifest
(10 Antworten)


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"Erörtern sie die Stichhaltigkeit der Argumente des kommunistischen Manifest vor dem Hintergrund der damaligen sozialen und politischen Verhältnisse."


Kurz: Kennt jemand ein paar Argumente des kommunistischen Manifestes?

Wäre wirklich nett von euch wenn mir da wer was nennen könnte.Vielen Dank schonmal im vorraus:-)
Mfg eternityuser
Frage von eternityuser | am 04.04.2006 - 21:08

 
Antwort von GAST | 04.04.2006 - 21:15
Die Kommunisten waren ja diejenigen, die das mit den "Klassenkämpfen" (gegensätzliche Klassen; Freier/Sklave, Baron/Leibeigener, etc.) aufbrachten.

Durch die Entdeckung Amerikas, die industrielle Entwicklung und das Aufkommen des Weltmarktes ist die „moderne Bourgeoisie“ entstanden, d.h.
an die Stelle einer religiös oder politisch verbrämten Ausbeutung tritt die offene egoistische Bereicherung. Auch der Mittelstand, wie „Ärzte, Juristen, Pfaffen, Wissenschaftler“ ist zu bezahlten Lohnarbeitern geworden, die Familienverhältnisse treten als reine Geldverhältnisse auf. Der Staat wird zur Verwaltung der „gemeinschaftlichen Geschäfte“ der Bourgeoisie benötigt.

Das war das Problem der Kommunisten. Der Feind war ja der Kapitalismus.

 
Antwort von GAST | 04.04.2006 - 21:18
Die Kommunisten kämpften für die Arbeiterschaft. Sie bemühten sich um die Verbindung der „demokratischen“ Parteien aller Länder.


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Antwort von RichardLancelot | 04.04.2006 - 21:19
Ich glaub die Definition aus Wikipedia is kein "stichhaltiges Argument" für die Stichhaltigkeit des K.M. ...
Kann dir aber auch nich helfen, da ich dieses "meisterhafte Machwer noch nich gelesen hab...

 
Antwort von GAST | 04.04.2006 - 21:25
"Unsere Epoche, die Epoche der Bourgeoisie, zeichnet sich jedoch dadurch aus, daß sie die Klassengegensätze vereinfacht hat. Die ganze Gesellschaft spaltet sich mehr und mehr in zwei große feindliche Lager, in zwei große, einander direkt gegenüberstehende Klassen: Bourgeoisie und Proletariat."

"Die Bourgeoisie, wo sie zur Herrschaft gekommen, hat alle feudalen, patriarchalischen, idyllischen Verhältnisse zerstört."

"Die Bourgeoisie hat dem Familienverhältnis seinen rührend-sentimentalen Schleier abgerissen und es auf ein reines Geldverhältnis zurückgeführt."

"Die Waffen, womit die Bourgeoisie den Feudalismus zu Boden geschlagen hat, richten sich jetzt gegen die Bourgeoisie selbst."

"Aber die Bourgeoisie hat nicht nur die Waffen geschmiedet, die ihr den Tod bringen; sie hat auch die Männer gezeugt, die diese Waffen führen werden – die modernen Arbeiter, die Proletarier."


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Antwort von eternityuser | 04.04.2006 - 21:26
Hey dankeschön für eure Hilfe Leute, ganz besonders an dich Kiwi, ist echt nett:-)
Ich hab grad ma ordentlich gegoogelt und folgendes gefunden zu dem Thema:
Zitat:
http://72.14.203.104/search?q=cache:xt6JJ2_LBYMJ:www.linksruck.de/litera/ch_dim/ch_dim01.htm+Argumente+des+kommunistischen+Manifest&hl=de&ct=clnk&cd=64

also falls jemand dasselbe irgendwann mal machem muss kanner sich ma diese Seite anscheuen da stehen ein paar Argumente:-)

Und nochmal vielen Dank für eure Hilfe:-)

 
Antwort von GAST | 04.04.2006 - 21:28
meine letzten manifesterfahrungen habe ich letzte woche bei den protesten in frankreich miterlebt..." villepin si tu savais ta reforme, ta reforme..." :-) sehr lustig

 
Antwort von GAST | 04.04.2006 - 21:28
"Die Bourgeoisie hat dem Familienverhältnis seinen rührend-sentimentalen Schleier abgerissen und es auf ein reines Geldverhältnis zurückgeführt."

--> Das ist ganz wichtig!

Die Kommunisten dachten, dass ihre Gegner einfach zu kapital- und gewinnorientiert waren und zu wenigen Rücksicht auf die Gemeinschaft nahmen. Ausserdem behandelten sie die Arbeiter schlecht. Dagegen wollten die Kommunisten kämpfen.


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Antwort von Philos18 (ehem. Mitglied) | 04.04.2006 - 22:14
Grundthesen des Materialismus`:
1. Die Materie existiert objektiv in Raum und Zeit, und ist die einzige Substanz.
2. Das Bewusstsein ist "das höchste Produkt der Materie" (Lenin);
diese These wendet sich gegen die Dualismen Materie/Geist bzw. Leib/Seele.
3. Die Welt ist grundsätzlich für den Menschen vollständig und objektiv erkennbar (Abbildtheorie).

Methodische Grundsätze:
1. Forderung nach Überprüfbarkeit als Kriterium des Wissens. Als Wissen darf nur gelten,was prinzipiell von Jedermann unter den genannten Bedingungen beliebig oft überprüft werden kann.
2. Die Forderung nach natürlicher Erklärung der Welt:
Erklärungen metaphysischer oder theologischer Art, die sich auf "jenseitige" Ursachen (z.B. das Absolute oder Gott) berufen, werden als nicht überprüfbar gesehen.
3. Forderung nach Einheitlichkeit (Uniformität) aller Erklärungen:
Diese Gesetzmäßigkeiten der Veränderungen in Natur, Gesellschaft und Theorie soll mit Hilfe eines einzigen methodischen Prinzips begriffen werden (Mechanismus, Dialektik).
4. Dies führt zu einer monistischen Erklärungen der Welt.
5. Die Forderung nach Verbindung von Theorie und Praxis.

--------------------Wechselwirkungen mit s.u.-------------------------

Dialektik und drei Gesetze der Entwicklung der Materie:
-das Gesetz von Umschlag von Quantität und Qualität
-das Gesetz von der Durchdringung der Gegensätze
-das Gesetz von der Negation der Negation (Prinzip der Dialektik)

-->dialetischer Materialismus = Diamat

z.B. Urgesellschaft->Sklavenges.->Feudalges.->Kapitalismus

danach findet nach Marx und Lenin eine Spaltung statt, was ich hier schlecht darstellen kann

--> Marx->klassenlose Gesellschaft
--> Lenin->Sozialismus->klassenlose Gesellschaft

DIAMAT ---> HISTOMAT (Historischer Materialismus)
Prinzip der Dialektik wird auf die Gesellschaft übertragen


Die Lehre von ökonomischer Basis und ideologischem Überbau stellt die Grundstruktur der marxistischen Gesellschaftstheorie dar:
-ökonomische Basis:
1. Produktivkräfte (bestimmen das jeweilige Verhältnis zur Natur):
-Rohstoffe
-Menschen (Arbeitkräfte, Erfahrungen, Fähigkeiten, Erkenntnisse...
-Wissenschaft und Technik

2. Produktivverhältnisse:
-die jeweiligen Eigentumsverhältnisse
-Resultat der Arbeitsteilung

Im Spannungsverhältnis zwischen dem jeweiligen Stand der Produktivkräfte und der Produktionsverhältnisse entdeckt Marx den Motor des dialektischen Geschichtsprozesses.


Ideologische Überbau der herrschenden Klasse:
Formen: juristische, politische, religiöse, künstlerische und philosophische.

-der Überbau ist an die ökonomische Basis gebunden
("Sein bestimmt Bewusstsein" / ~Praxis bestimmt Theorie)
-keine Allgemeingültigkeit, also nichts existiert apriori

dann sollte man das Prinzip der Dialektik verstehen, was ich hier leider nicht darstellen kann
These (Grundposition)
Antithese (Gegenposition/Negation)
Synthese (Negation der Negation und wieder Grundpostion, wird also wieder zu These)

das war`s eigentlich, aber wenn schon Marx, dann richtig und vollständig ;-)

Mehrwerttheorie:
-Unterschied zwischen Arbeitsertrag, den ein Arbeiter erwirtschaftet und den Lohn, den er dafür ausbezahlt bekommt.
(Der Arbeiter erhält nur einen Teilbetrag von ihm erschaffenen Wertes)
-->Mehrwert ist der Rest, den der Kapitalist (Unternehmer, Arbeitgeber,..) einbehält.

Akkumulationstheorie (Kapitalanhäufung):
-Mehrwert schafft neues Kapital
-führt notwendig zu einer Zusammenballung des Kapitals
-Kapitalisten werden immer reicher und stärker/mächtiger.

Verelendungstheorie (Krise):
-immer neue Maschinen (Kapitalisten zerstören sich selbst, da ihre Zahl immer weniger, und die der Arbeiter immer mehr wird.

Entfremdungstheorie:
Entfremdung des Menschen von Produkt seiner Arbeit (Enteignung)


Puh...das war eigentlich genug. Das ist die gesamte Theorie von Marx, viel Vergnügen.

Quelle: Meine Notizen zu "Das Kapital" und "Texte zur Geschichtsphilosophie", Heidelberg 197X (kA wann)

P.S. Normalerweise habe ich auch viele Tafelbilder dazu gemacht, doch man kann sie hier nicht darstellen.


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Antwort von eternityuser | 04.04.2006 - 22:21
Oh wow, das is ja ma krass tausend dank Philos!
Frag mich nur warum ihr mir alle hier helft und nicht in meinem "Marx und Engels" Thread wo ich 200 Credits zur Belohnung ausgesetzt habe.
Aber trotzdem nochmal vielen DANK!
eternity


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Antwort von Philos18 (ehem. Mitglied) | 04.04.2006 - 22:23
Was, es gab 200 Credits dafür?! Hab` ich gar nicht gesehen, aber dir (jedem anderen auch) sei die Mühe kostenlos gegönnt...

Keine Ursache...

Philos

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