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Gedicht gesucht!

Frage: Gedicht gesucht!
(8 Antworten)

 
Hallo!
Ich bin jetzt in der 11.
Klasse und wir sollen über die Weihnachtsferien ein beliebiges Gedicht auswendig lernen, weil
wir ab Januar das Thema Lyrik haben.
Kann mir irgendjemand einen Tipp geben, was man relativ gut lernen kann, was aber auch angemessen ist für einen Deutsch-LK?
Ich würd mich über Antworten freuen.
Lg Trinchen
GAST stellte diese Frage am 30.12.2005 - 11:54

 
Antwort von GAST | 30.12.2005 - 11:58
Also ich würde "Herbst" von Reiner Maria Rilke empfehlen,
das kann man verdammt lange und ausführlich Interpretieren und zum Auswendiglernen is das auch nich gerade schlimm. ^^

 
Antwort von GAST | 30.12.2005 - 14:43
Hi!
Danke für die Antwort. Ich habe es mir jetzt mal durch gelesen und ich finde es ziemlich schwer das zu interpretieren. Was ist denn die Hauptaussage dieses Gedichtes und meint Rilke Gott mit:
"Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält." ?
Lg Trinchen

 
Antwort von GAST | 30.12.2005 - 14:45
da gibt es idess mittelelterliche gedicht,das find ich auch toll

das geht irgendwie so
s´ist krieg!o gottes engel wehre und rede du darein
s´ist leider kreig
und ich begehre nicht schuld daran zu sein....


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Beiträge 769
0
Antwort von Tinchen41 | 30.12.2005 - 14:46
mh wir mussten inner 11. die schlesischen weber aufsagen, hat mir aber nit gefalln.. un in englisch hatten wir grad eins das war gut aufzusagen aber soll ja sicher deutsch sein!? ^^


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Beiträge 594
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Antwort von der_techniker | 30.12.2005 - 14:46
Noch ein weiteres Gedicht von Rainer Maria Rilke, das sogar Sinn ergiebt

Der Panther

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf-. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille-
und hört im Herzen auf zu sein.

 
Antwort von GAST | 30.12.2005 - 23:48
Zu Herbst nochmal:
Das ist verdammt schwer zu interpretieren, ich hatte auch meine Mühe damit, is im Endeffekt auch nicht wirklich was dolles bei rausgekommen, aber ich dacht mir, da du ja geschrieben hast du wolltest etwas anspruchvolles, dass ich das mal vorschlage.

Aber ich hab noch einen zweiten Vorschlag, welchen ich besser finde:

Unaufhaltsam (von Hilde Domin)

Das eigene Wort,
wer holt es zurück,
das lebendige
eben noch ungesprochene
Wort?

Wo das Wort vorbeifliegt
verdorren die Gräser,
werden die Blätter gelb,
fällt Schnee.
Ein Vogel käme dir wieder.
Nicht dein Wort,
das eben noch ungesagte,
in deinen Mund.
Du schickst andere Worte
hinterdrein,
Worte mit bunten, weichen Federn.
Das Wort ist schneller,
das schwarze Wort.
Es kommt immer an,
es hört nicht auf, an-
zukommen.

Besser ein Messer als ein Wort.
Ein Messer kann stumpf sein.
Ein Messer trifft oft
am Herzen vorbei.
Nicht das Wort.

Am Ende ist das Wort,
immer
am Ende
das Wort.

Da kann man viel deuten und es ist anspruchsvoll.
:=)

 
Antwort von GAST | 01.01.2006 - 15:54
Hey!
Erstmal ein wunderschönes neues Jahr an alle. :)
Das Gedicht ist echt cool. Ich habe jetzt noch ein anderes gefunden und schwanke zwischen dem und "Unaufhaltsam". Das andere ist das:

Augen in der Großstadt

Wenn du zur Arbeit gehst
am frühen Morgen,
wenn du am Bahnhof stehst
mit deinen Sorgen:
da zeigt die Stadt
dir asphaltglatt
im Menschentrichter
Millionen Gesichter:
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider -
Was war das? vielleicht dein Lebensglück...
vorbei, verweht, nie wieder.
Du gehst dein Leben lang
auf tausend Straßen;
du siehst auf deinem Gang, die
dich vergaßen.
Ein Auge winkt,
die Seele klingt;
du hast`s gefunden,
nur für Sekunden...
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider -
Was war das? Kein Mensch dreht die Zeit zurück...
Vorbei, verweht, nie wieder.
Du mußt auf deinem Gang
durch Städte wandern;
siehst einen Pulsschlag lang
den fremden Andern.
Es kann ein Feind sein,
es kann ein Freund sein,
es kann im Kampfe dein
Genosse sein.
Er sieht hinüber
und zieht vorüber ...
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider -
Was war das?
Von der großen Menschheit ein Stück!
Vorbei, verweht, nie wieder.
(Kurt Tucholsky)

Meint ihr das ist angemessen oder ist das andere besser?
Liebe Grüße und danke schon mal. Trinchen

 
Antwort von GAST | 01.01.2006 - 15:57
also da ich den panter selbst shcon kenn un er au einfach zu interpretiern is, würd ich den nehmen XD

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