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Thema Vertiefung

Frage: Thema Vertiefung
(10 Antworten)


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Hey, Leute.
ich brauche wirklich Hilfe, wir haben eine Aufgabe zum Thema Vertiefung. Wir haben eine frage ausgewählt, die auf dem Bauerhof Garten liegt , in dem wir an unserem Thema arbeiten wollen. Bitte berät, wer bereits in diesem Thema gearbeitet hat, wie man das Thema weiterentwickeln und in diese Richtung arbeiten kann. Im Moment sind wir in einem großen Raum und wissen nicht, wie wir vorwärts kommen. Unsere Forschungsgrage :

Warum sind Taktile und Visuele Sinneserfahrungen beim Bauerngartrn für den Entwicklungsprozess für Kinder im Alter von 3-6 Jahren wertvoll?
Vielen Dank für jede Meinung
Frage von Helena2219 | am 24.10.2023 - 21:10


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Antwort von cleosulz | 25.10.2023 - 05:11
https://www.backwinkel.de/blog/sinnesfoerderung-im-kindergarten/

Wie viele Stadtkinder haben Zuhause einen Garten? Haben in der modernen 4-Zimmer-Stadtwohnung die Möglichkeiten Erde zu spüren, sie zu bearbeiten , zu sehen was aus einer Bohne, die in die Erde gesteckt wird innerhalb kurzer Zeit wird?
Sehen, riechen, fühlen .
Wie wichtig das für die Entwicklung eines Kindes ist, ist bekannt.

https://www.betzold.de/blog/taktile-wahrnehmung-foerdern/

https://www.energie-bkk.de/lifestyle/die-welt-begreifen-und-erspueren-7890_7186.html

Prüfe und ziehe Vergleiche, was in einem Sinnesgarten angesprochen wird.
Was ein Kind in einem Bauerngarten anders erfährt, erlebt?
Sandkasten, Beet (Unterschiede?)
Fernseher, Natur (Erfahrungswerte, Wissensvermittlung?)

Ich mag die Sendung mit der Maus, aber ist das das selbe, wenn ich im Zeitraffer auf der Mattscheibe sehe, wie eine Bohnenpfanze sich entwickelt oder wenn ich mit der Hand ein Beet anlege, Erde zwischen den Fingern zerkrümele, die Bohne reinstecke, die Erde benässe und dann jeden Tag schaue, wie sich mein Kern zur Grünpflanze entwickelt und ich dann nach 6-8 Wochen Bohnengemüse essen kann?

Reicht es nicht solche Erfahrungen im Grundschulalter zu machen? Warum schon ab 3 Jahren (oder früher)?
Wie wichtig sind diese "Erfahrungen"?
Wenn du taktile, haspische, visuelle Wahrnehmung + Kleinkinder + Wichtigkeit googelst, findest du viele Beiträge darüber, wie wichtig dies für die Entwicklung von Kindern ist.
Viele Therapiestunden könnte man im Grundschulalter vermeiden, wenn man kleine Kindern noch die Natur wahrnehmen ließe, wie vor 50 Jahren. Außerhalb von den vier wohlbehüteten, geputzten, ordentlichen Wänden unserer Zeit, abseits von gut durchdachten Kinderspielplätzen (ich habe nichts dagegen, sie sehen schön aus und Kinder haben sicher ihren Spaß dabei - aber leider vorgeplant von Architekten - viel Platz für Kinder-Phantasie ist da nicht).

Die heile Spiele-Welt der 50er und 60er draußen in der Natur, im Wald und auf der Wiese, die Mitnahme von Kleinkinder zur Feldarbeit und das "sandeln am Ackerrand" gibt es in unserer Zeit nicht mehr. Kinder hatten wenig Spielzeug und nutzten das, was sie erreichen konnten. So wurde ein Holzstöckchen zum Auto und ein Ast zu einem Flugzeug.
Ein 1 oder 2 jähriges Kind am Rande eines Kartoffelackers sitzend, nur mit Sichtkontakt zur Mutter, die Kartoffeln jätet, mag sich heute niemand mehr vorstellen.

Dass dieses Kind in der Erde gewühlt hat, mit Blumen und Stöckchen um sich herum gespielt hat, schmeckte, dass Dreck nicht - oder doch gut schmeckt, dass sich eine Biene nicht streicheln lässt. Alles frühe kindliche Erfahrungen, die helfen, die Welt zu erfahren.
private Anmerkung:
Ackerdreck schmeckt nicht schlecht, lässt sich nur nicht gut schlucken. Mir wurde nicht der Magen ausgepumpt und gegen unerwünschte Bienenstiche hatte meine Mutter immer eine angeschnittene Zwiebel dabei. Bienenstiche waren selten. Spätestens nach dem ersten Stich merkte man sich, dass diese Tiere nicht zum Spielen eignen.Bis zur Grundschule waren Kartoffelernte-Tage für uns Kinder das Größte, an das, was ich mich in Bezug auf Gartenarbeit erinnern kann. Vor allem an die Kartoffelfeuer und die kleinen, angehackten , später schwarzen Kartoffeln, die in der Glut gebraten wurden. Entsprechend schwarz sahen dann alle Kinderhände und -gesichter nach dem Essen aus. "Erntetag" hieß auch "Badetag".

Wie wichtig ist es dann, solche Projektgärten in die behüteten Kindertagesstätten zu übernehmen? In denen Kindern diese Wahrnehmungen ermöglicht werden?
Einfach ein bisschen nachdenken

Ergänzungsfragen bitte ins Antwortfeld.
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Antwort von cleosulz | 25.10.2023 - 11:54
Zu deiner Fragestellung:
Du musst zunächst herausfinden, was taktile und visuele Sinneserfahrungen sind.
Ab wann Kinder diese Erfahrungen machen.
Welche Erfahrungen für Kinder im Alter zwischen 3 und 6 in Frage kommen.
Wo können Kinder (heute) Sinneserfahrungen erleben und machen?
Wo besteht ein Fehlbedarf? Wie kann man das ausgleichen?
Welche Möglichkeiten bietet dabei ein Bauerngarten.
Welche Bedürfnisse werden in einem Bauerngarten bedient/befriedigt. Welche taktilen und visuellen Wahrnehmungen können Kinder in einem Bauerngarten erleben?

Das ist eine Fleißarbeit und du musst Fragen stellen und beantworten und Vergleiche anstellen und Lösungsmöglichkeiten im Bauerngarten suchen/finden.

Anschlußfragen ins Antwortfeld.
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Antwort von Helena2219 | 25.10.2023 - 19:16
cleosulz, danke für Ihre Gedanken und Ideen, natürlich haben wir auch viel darüber nachgedacht. Das Problem ist, dass unsere Lehrerin möchte, dass wir zuerst die Lebenspädagogik einschalten und nicht darüber nachdenken, dass wir Erzieher sind. Dass wir unsere Gefühle, Gedanken, etc. beschreiben und erst dann unsere Forschungsfrage stellen. Aber ich denke, es ist besser zu beschreiben, wie Kinder ihre eigene Warnehmung ohne unsere Hilfe im Bauerhof entwickeln können. Vielen Dank für Ihre Hilfe


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Antwort von cleosulz | 25.10.2023 - 20:49
Lebenspädagogik. Musste ich ehrlicherweise erst googeln.
Zitat:
Lebenspädagogik
heißt, Deine erlangten Fertigkeiten und Erfahrungen -in Gemeinschaft oder allein– für Dich selbst nutzbar zu machen und so Deinem „All-Tag“ eine lebendige natürliche Routine zu geben. Du lernst, für Dich Sorge zu tragen und in Deiner vollsten Eigenverantwortung zu handeln.

Quelle: https://wildnisschule-donnersberg.de/wildnispaedagogik-und-lebenspaedagogik-teil-2/


Zitat:
Dass wir unsere Gefühle, Gedanken, etc. beschreiben und erst dann unsere Forschungsfrage stellen.

Gefühle und Gedanken aus eurer Sicht oder aus Sicht der Kinder?
Ich denke, dass es die Perspektive macht.
Die Sichtweise eines Kindes ist, dass Erde interessant ist, dass man damit bauen kann, dass man sie in den Mund stecken kann, dass sie nicht gut schmeckt, dass sie Nahrung für die Blumen enthalten muss, weil aus der Erde gerupft, gehen Blumen kaputt (welken). usw.
Diese Erfahrungen können Kinder eigentlich überall machen. Nicht nur in einem Kindergarten-Bauerngarten.
Voraussetzung ist: Man lässt (wir lassen) sie diese Erfahrungen machen und bietet ihnen einen Raum dafür.
Wenn ich mein 3jähriges Kind auf einen Acker setze, kann es diese Erfahrungen machen.
Lernt vielleicht etwas daraus. Fühlt und spürt die Erde. Die spannende Frage ist, haben Kinder überhaupt die Freiheit, diese Erfahrungen machen zu dürfen oder sind wir kulturell schon so weit von einer eigentlich "normalen/natürlichen" Lebensweise entfernt, dass im heute alles schon möglichst sauber und geregelt ist und wir einen Bauerngarten benötigen, damit unsere Kinder fühlen und erleben können, wie es ist, wenn man einen Garten bewirtschaftet Wie Erde riecht, sich anfühlt, schmeckt oder was alles darin kriecht oder daraus wachsen kann?

Meine Lebenspädagogik in der Kindererziehung war, dass meine Kinder sich alle schmutzig machen durften. Dass man Sandkuchen auch probieren darf und dass es in unserem Haus nur Böden gibt, die problemlos gewischt werden können. Das Ergebnis war, dass ich später Jugendliche hatte, die mit Schmutz auf Kleidungsstücken kein Problem haben und damit leider auch die Schule besuchten, die zwar Hausschuhe benutz(t)en (weil Fliesen kühl sind), sich aber um die Reinigung der Böden wenig Gedanken machten, weil immer jemand "in der täglichen, natürlichen Routine" darüber gewischt hat. Nämlich ich - die Mutter. Und - ich würde es wieder so machen. Wir hatten "Doktorschuhe und Doktorkleidung", die nur dann getragen wurde, wenn man äußerst sauber aussehen sollte. Für alle anderen Tage und Anlässe gab es Latzhosen und Gummistiefel und im Sommer die Buddelsandalen oder die Kids liefen barfuß.

Diese Lebenserfahrungen waren für die Kinder sicher wertvoll und trugen mit Sicherheit dazu bei, dass sie zu lebenstüchtigen Menschen herangewachsen sind, ohne besonderen Förderungsbedarf.

Also los, stellt euch die Frage, welche Gefühle und Gedanken euch in Bezug auf Natur und Garten kommen und warum "uns Gärtnern gesund und glücklich macht".

Gärten sind schließlich auch Rückzugsorte. Orte, an denen man sich alleine beschäftigen kann, an denen man die Gedanken schweifen lassen kann. Natur lässt uns entspannen und Stress abbauen. Und Gartenarbeit befriedigt, lässt uns mit Stolz auf Geschafftes blicken.
Und sicher findet ihr auch irgendwie einen Bogen, was das mit taktilen und visuellen Sinneserfahrungen von Kindergartenkindern zu tun hat.
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Antwort von cleosulz | 25.10.2023 - 21:28
Nachtrag:
Was hast du, was hat der Mensch Helena2219, 39 Jahre, für Gefühle und Gedanken, wenn er an einen Bauergarten denkt? Welche visuelle oder taktile Sinneserfahrungen machst du beim Gärtnern?
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Antwort von Helena2219 | 25.10.2023 - 21:36
cleosulz, danke Sehr! Der Zweck unserer Arbeit ist zunächst der Ort Baurnhof erforschen. Unsere Gefühle zu verstehen und tiefer in diesen Ort zu gehen, und dann mit unserer Forshungfrage zu arbeiten. Natürlich mit einer Vertiefung zum Thema Kinder und deren Wahrnehmung. Sie haben uns einen guten Weg zur Arbeit gegeben. Danke.


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Antwort von Helena2219 | 25.10.2023 - 21:46
Wenn ich in einem Bauerngarten oder in der Natur bin, fühle ich mich ruhig und entspannt, und alles um mich herum ist erfüllend und glücklich. Ich mag die Tatsache, dass meine Seele in diesen Momenten nicht an Sorgen denkt. Ich sehe verschiedene Farben, verschiedene Strukturen, verschiedene Formen, usw. Aber mein Problem ist, dass ich als Lehrerin sofort darüber nachdenke, was ich den Kindern an diesem Ort bieten kann und wie sich die Kinder verhalten werden. An solchen Orten gibt es ein riesiges Feld für die Arbeit mit Kindern. Manchmal muss man gar nichts tun, die Kinder können das finden, was ihnen gefällt und was sie interessiert, und ihre eigene Warnemung machen.


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Antwort von cleosulz | 25.10.2023 - 21:54
Und setzt euch vielleicht am Rande auch mit den Unterschieden bei den Gärten auseinander. => Nutzgarten, Ziergarten, Bauerngarten

Suchbegriffe z.B.

Unterschied Nutzgarten + Ziergarten + Bauerngarten
Was ist ein Bauerngarten
Wert eine Nutzgarten

https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus/grundschule/sachunterricht/natur/garten-ist-nicht-gleich-garten-8996
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Antwort von cleosulz | 25.10.2023 - 22:18
(Freiwillige) Gartenarbeit als solche beruhigt. Warum, weiß ich nicht. Vielleicht ist es die teilweise Monotonie (bei der Ernte oder beim Unkrautjäten, immer wieder die gleichen Handgriffe. Tätigkeiten ohne viel nachzudenken?)
Mit Gartenarbeit sind auch Emotionen verbunden. Freude über eine erfolgreiche Ernte oder über eine besonders schöne Blume. Über den Schmetterling, der eine Blüte besucht oder den Ärger über Nacktschnecken, die in der Dämmerung und des Nachts über unsere Salatsetzlinge herfallen. Gärten bieten auch Geborgenheit oder einen Rückzugsort.
Je nach dem arbeitet man gemeinsam oder alleine.
Ein Garten ist ein Ort unter freiem Himmel. Nicht unbedingt naturbelassen oder in der Regel natürlich. Ein Ort, in dem die Natur teilweise auch unserer Kultur unterworfen wird. Da sich unsere Kultur ständig verändert, ändern sich auch die Gartentypen. Ich kenne Bauerngärten als eine besondere Kunstform, die teilweise nichts mit meinem Nutzgarten zu tun hat. Als Gärten, deren Flächen in Feldern eingeteilt sind, die teilweise mit niedrigen Grünpflanzen begrenzt waren, teilweise mit einem Mittelpunkt, ähnlich den Klöstergärten. Aber ich denke daher, dass es "den Bauerngarten" nicht gibt.

Und für Kinder ist die beruhigende Arbeit sicher nicht ausschlaggebend.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder z. B. nicht gerne Unkraut jäten oder auch nicht gerne lange an einer Johannisbeerhecke stehen und ernten. Auch das Anlegen eines Beetes oder das Umgraben des Bodens sind keine Tätigkeiten, die Kinder bewusst gerne machen.

Da geht es wirklich um das Garten-Erleben. An das Genießen und Schmecken. Um das Tun und Sehen/Entdecken. Kinder können beim Umgraben mit Hingabe Regenwürmer beobachten oder "retten". Aber auch das ist wichtige Kinderarbeit, die mindestens genau so wertvoll ist, wie deine Glücksgefühle, wenn die Arbeit vollbracht ist und das ganze Beet frisch umgegraben auf den Winter wartet.
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Antwort von cleosulz | 26.10.2023 - 10:05
Suchbegriffe:
Gärtnern + Psychologie
Gärtnern + psychische Gesundheit

Gärtnern + Psychologie + Kinder
www.spektrum.de
www.geo.de
www.schlosspark-klinik-dirmstein.de
www.psgz.ch
www.haup.ac.at
Vor allem die Förderung von Achtsamkeit dürfte später den Übergang zur Kinderentwicklung bringen.
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