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Subsistenzwirtschaft

Frage: Subsistenzwirtschaft
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In meinem Erkundebuch steht geschrieben, dass Subsistenzwirtschaft einen Indikator für Entwicklungsdefizite darstellt bzw. Entwicklungsländer.


Subsistenzwirtschaft bedeutet ja Selbstversorgungswirtschaft und irgendwie von allem nur das nötigste und Import-Export nur dann, wenn es für Landwirtschaft (?) (irgendwelche Traktoren oder so) notwendig ist..

und warum sollte man sowas in einem EL finden? vllt. im Zusammenhang mit der Dependenztheorie, dass man sich versucht von außen zu isolieren und eigenständig eine Industrie aufbaut oder ersteinmal versucht politisch-soziale Stabilität zu schaffen?!
Frage von donytoni (ehem. Mitglied) | am 21.03.2010 - 18:11


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Antwort von auslese | 21.03.2010 - 18:19
Subsistenzwirtschaft rührt sicher nicht aus dem Versuch der eigenen Isolation her, sondern ist sie vielmehr aus der Not heraus "geboren".
Von irgend etwas müssen die Menschen doch leben, wenn bspw schon sämtliche Soja-, Ölpalmen- und/oder Zuckerrohrplantagen als "Biobenzin" verheizt werden.


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Antwort von donytoni (ehem. Mitglied) | 21.03.2010 - 18:21
ich kann mit dem Begriff irgendwie verdammt wenig anfangen ..

betreibt Deutschland Subsistenzwirtschaft?


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Antwort von auslese | 21.03.2010 - 18:31
Irgendwelche Kleingärtner, die sich selbst Tomaten und Gurken anbauen und daher teilweise davon leben - irgendwo schon, ja. Subsistenzwirtschaft ist im Grunde nur ein anderes Wort für Selbstversorgung.

Deutschland tendiert hingegen eher zur sozialen Marktwirtschaft :)


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Antwort von donytoni (ehem. Mitglied) | 21.03.2010 - 18:39
ja stimmt, davon hab ich gehört..


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Antwort von auslese | 21.03.2010 - 20:13
Zitat:
Ein Merkmal der afrikanischen Wirtschaft ist das Nebeneinander von Subsistenzwirtschaft und moderner Warenwirtschaft. Afrika ist kein einheitlich gewachsenes Wirtschaftsgebiet. Die Wirtschaftsentwicklung des Kontinents ist aufgrund unterschiedlichen natürlichen Potentials und politischer Orientierung nicht einheitlich. Das zukünftige wirtschaftliche Wachstum wird von der Verfügbarkeit von Investitionsmitteln und Energiequellen, dem weltweiten Bedarf an Rohstoffen sowie der Größe lokaler Märkte abhängen.

Das ist ein Auszug über einen allgemein gehaltenen Wirtschaftsüberblick zu Afrika.
Es wird ersichtlich, dass wir in Afrika Subsistenzwirtschaften und freie Marktwirtschaften finden können. Warum das so ist, liegt wohl einerseits in der historischen Entwicklung (Kolonialisierung, traditionelle bäuerliche Landwirtschaft), andererseits in den heutigen verschiedenen politischen Systemen begründet.
Länder, die mittlerweile so "fortgeschritten" sind, dass sie eine freie Marktwirtschaft entwickeln konnten, sind auch in ihrer inneren Beschaffenheit, ihrer Gesellschaftsstruktur "moderner", d.h. kapitalistisch geprägter - denn sie sind in der Lage, überhaupt erst einmal so etwas wie einen "Markt" anzubieten. Diese "Faktizität des Daseins" offenbart daher zugleich auch das Wesen dieser Systeme, eben indem sie nach den Regeln von Angebot und Nachfrage kenntlich sind und stetig gemacht werden.
Bei der Subsistenzwirtschaft ist es hingegen so, dass es so gesehen gar keinen "Markt" gibt, da dort nie "Entwicklung" statt fand, die die Gründung eines solchen begünstigt hätte. Sei es aus bewussten politisch/ökonomischen Gründen oder aber auch, weil es sich um ein Entwicklungsland handelt (Antwort auf deine Frage). Wobei das eine das andere definitiv nicht ausschließt - im Gegenteil: sogar erwünscht ist.


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Antwort von donytoni (ehem. Mitglied) | 21.03.2010 - 20:49
das war genau das was ich wissen wollte, danke

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