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Psycho

Frage: Psycho
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Aufgabe:
Prüfen Sie, ob auf das folgende Fallbeispiel die Diagnose PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) zutrifft.

Fallbeispiel
Eine 24-jährige Studentin wendet sich an die Ambulanz einer Fachklinik für Psychosomatik wegen starker Ängstlichkeit, Schlafstörungen, Gereiztheit und schlechter Stimmung.
Diese Symptome bestünden, seit sie vor 4 Monaten beim nächtlichen Heimkommen von einem Unbekannten vor ihrer Wohnung überfallen worden sei. Beim Abschließen ihres Fahrrades habe sie einen schweren Schlag auf den Kopf bekommen, danach könne sie sich an nichts mehr erinnern bis zu dem Zeitpunkt 25 Minuten später, als sie wieder zu sich gekommen sei. Ihr Geldbeutel sei weg gewesen und sie habe durch den Schlag und den darauf folgenden Sturz erhebliche Verletzungen erlitten. Seitdem habe sie ihr Fahrrad nicht mehr berührt, könne nach Einbruch der Dämmerung nicht mehr alleine hinaus und habe ständige Alpträume. Auch tagsüber laufe das Ereignis immer wieder wie im Film ab.
Seit dieser Zeit habe sie große Probleme mit ihrem Freund, der sie als „abwesend“ und „lieblos“ empfindet. Sie selbst fühlt sich, als könne sie gar nichts mehr fühlen. Ihr Freund hat zwar die Idee, dass ihr seltsames Verhalten mit dem Unfall zusammenhängen könnte, aber im Grunde will sie nicht darüber reden.


Diagnostische Kriterien für eine PTBS nach DSM-IV
A. Es war eine Konfrontation mit einem traumatischen Ereignis gegeben und zwar:
1. Konfrontation mit tatsächlichem oder drohendem Tod oder ernsthafter Verletzung oder Gefahr für eigene oder fremde körperliche Unversehrtheit (objektiv) und 2. Reaktion: Intensive Furcht, Hilflosigkeit oder Entsetzen (subjektiv)
B. Es kommt zum beharrlichen Wiedererleben des Ereignisses in Form von
1. Wiederkehrenden und eindringlichen belastenden Erinnerungen (Bildern, Gedanken, Wahrnehmungen) und/oder Wiederkehrende belastenden Träume und/oder 3. Handeln oder Fühlen, als ob das Ereignis wiederkehrt
C. Anhaltendes Vermeidungsverhalten bzgl. Traumaassoziierter Reize. Drei der sieben folgenden Kriterien sind erfüllt:
1. Bewusstes Vermeiden von Gedanken, Gefühlen oder Gesprächen in Bezug auf das Trauma, 2. Bewusstes Vermeiden von Aktivitäten, Orten oder Menschen, die Erinnerungen wachrufen, 3. Unfähigkeit, sich an einen wichtigen Aspekt des Traumas zu erinnern, 4. Deutlich vermindertes Interesse oder Teilnahme an wichtigen Aktivitäten, 5. Gefühl der Losgelöstheit oder Entfremdung von anderen, 6. Eingeschränkte Bandbreite des Affektes , 7. Gefühl einer eingeschränkten Perspektive
D. Anhaltende Symptome erhöhter Erregung. Zwei der folgenden fünf Kriterien sind erfüllt
1. Schwierigkeiten, ein- oder durchzuschlafen, 2. Reizbarkeit oder Wutausbrüche, 3. Konzentrationsschwierigkeiten, Hypervigilanz (extreme Wachsamkeit), 5. Übertriebene Schreckreaktionen
E. Das Störungsbild dauert länger als einen Monat
F. Das Störungsbild verursacht in klinisch bedeutsamer Weise Leiden oder Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen


HILFÄ
Hab grad irgendwie gar keine Peilung, wie ich da anfangen muss. Ich bräuchte nur mal einen Tipp für den Anfang, dann flutscht es von selbst.
Danke.^^
Frage von BluBBs0309 | am 14.01.2010 - 12:49

 
Antwort von GAST | 14.01.2010 - 13:01
also für mich ist das eindeutig..
alle kriterien treffen zu also wo ist dein problem?


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Antwort von matata | 14.01.2010 - 13:01
Anfangen musst womit? Was sollst tun, was soll entstehen?
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Antwort von algieba (ehem. Mitglied) | 14.01.2010 - 13:02
Wenn ich das richtig verstehe, musst du dir die Symptome der Patientin anschauen und kucken, ob sie auf die Kriterien zutreffen. Oder anders herum: Du nimmst dir die Kriterien vor und schaust, welche die Patientin erfüllt.


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3
Antwort von juxhurra | 14.01.2010 - 13:25
Ich würde auch systematisch die kriterien durchgehen, und jeweils überprüfen ob und in wie weit sie auf die Patientin zutreffen.

1. Konfrontation mit tatsächlichem oder drohendem Tod oder ernsthafter Verletzung oder Gefahr für eigene oder fremde körperliche Unversehrtheit (objektiv)
[...]und sie habe durch den Schlag und den darauf folgenden Sturz erhebliche Verletzungen erlitten[...]

Bis auf den drohenden Tod würd ich sagen das passt soweit, wobei man natürlich überprüfen musste wie schwer die Verletzungen wirklich waren, es geht ja um ne objektive Ansicht, ned um ihre subjektive.

usw


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4
Antwort von heart_shaped_box | 14.01.2010 - 13:39
A. Es war eine Konfrontation mit einem traumatischen Ereignis gegeben und zwar:
1. Konfrontation mit tatsächlichem oder drohendem Tod oder ernsthafter Verletzung oder Gefahr für eigene oder fremde körperliche Unversehrtheit (objektiv) [ nächtlichen Heimkommen von einem Unbekannten vor ihrer Wohnung überfallen – Schlag auf den Kopf - darauf folgenden Sturz erhebliche Verletzungen erlitten]
und 2. Reaktion: Intensive Furcht, Hilflosigkeit oder Entsetzen (subjektiv) [starke Ängste]



B. Es kommt zum beharrlichen Wiedererleben des Ereignisses in Form von
1. Wiederkehrenden und eindringlichen belastenden Erinnerungen (Bildern, Gedanken, Wahrnehmungen) und/oder Wiederkehrende belastenden Träume und/oder 3. Handeln oder Fühlen, als ob das Ereignis wiederkehrt [Auch tagsüber laufe das Ereignis immer wieder wie im Film ab.]



C. Anhaltendes Vermeidungsverhalten bzgl. Traumaassoziierter Reize. Drei der sieben folgenden Kriterien sind erfüllt:
1. Bewusstes Vermeiden von Gedanken, Gefühlen oder Gesprächen in Bezug auf das Trauma, [aber im Grunde will sie nicht darüber reden. ]

2. Bewusstes Vermeiden von Aktivitäten, Orten oder Menschen, die Erinnerungen wachrufen, [Seitdem habe sie ihr Fahrrad nicht mehr berührt,]

3. Unfähigkeit, sich an einen wichtigen Aspekt des Traumas zu erinnern,

4. Deutlich vermindertes Interesse oder Teilnahme an wichtigen Aktivitäten,

5. Gefühl der Losgelöstheit oder Entfremdung von anderen [ Freund, der sie als „abwesend“ und „lieblos“ empfindet]

, 6. Eingeschränkte Bandbreite des Affektes , 7. Gefühl einer eingeschränkten Perspektive

[min 3 kriteria erfüllt]



D. Anhaltende Symptome erhöhter Erregung. Zwei der folgenden fünf Kriterien sind erfüllt
1. Schwierigkeiten, ein- oder durchzuschlafen [Schlafstörungen,] 2. Reizbarkeit oder Wutausbrüche [Gereiztheit und schlechter Stimmung] 3. Konzentrationsschwierigkeiten, Hypervigilanz (extreme Wachsamkeit), 5. Übertriebene Schreckreaktionen [starker Ängstlichkeit,]

[min 2 kriteria erfüllt]




E. Das Störungsbild dauert länger als einen Monat [symptome seit dem vorfall vor 4 Monaten ]



F. Das Störungsbild verursacht in klinisch bedeutsamer Weise Leiden oder Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen [ja enormer leidensdruck]

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