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August Sander (Fotografie, Realismus)

Alles zu Sander, August

August Sander (Realismus)


- 17.11.1876 in Herdorf geboren, 20.04.1964 in Köln gestorben
- mit 20 Militärdienst, Lehrlingstätigkeiten im Fotoatelier
- 1901 Fotoatelier in Linz (bis 1909 in Linz)
- anfangs: überästhetische Fotografie( mit malerischen Mitteln), später ganz abgelehnt
- dann: exakte Fotografie (keine Kunstfotografie
- 1910 kommt nach Köln/Lindenthal (Fotoatelier gegründet)
- zuvor: zum Broterwerb als Wanderfotograf (Bauernbilder vom Lande)
- exakte, nüchterne, realistische Fotografie, ausschnitthaftes Erfassen der Wirklichkeit
- gern im Freien fotografiert, bevorzugt weiches Licht (Tageslicht)
- tolerant, neutral, präzise, wertfrei (?)
- Neue Sachlichkeit, neue Stilrichtung (einfach, streng, zynisch, provokant)
- Distanziert und kühl (kein Lachen)
- Schlichte Wahrheit ohne Vorurteile (keine Parteien, Richtlinien, Religionen bevorzugt)
- Individuum stellt sich hinter den Typus
- Sachliche Infos über die dargestellte Person, Dokumentiert Substanz der Person
- Inneres Wesen wird durch äußere Erscheinung widergespiegelt
- Versucht das Wesen des Fotografierten in das Bild einzubringen
- Nur das Typische, keine persönlichen Geheimnisse, keine Täuschung
- bezieht das Umfeld der Fotografierten mit ein
- erfasst den typischen Charakter der Person, Typen aus der Gesellschaft
- Aushängeschilder für Berufe und Gruppen/Klassen
- mit sozialen Aspekten (Zustände in der Familie)
- Soziologischen Wahrnehmungen sind beabsichtigt
- Soziales Weltbild der Weimarer Rep., Querschnitt durch die Gesellschaft
- Wollte in das Gesell.-System eindringen und reflektieren
- Trauma des 1. WK in der Kunst verarbeitet
- Findet Anerkennung, zählt zur Gruppe, fotografiert Otto Dix
- Fotos sollen für sich selbst sprechen, ohne Erklärung
- S. positioniert seine Personen, Hände zurechtgelegt
- Keine Kritik oder Bloßstellung, Sprach die Leute direkt an
- Einwende ab 33 durch die Nazis (keine Krüppelbilder, passen nicht zur Ideologie)
- Als antisozial eingestuft, Verbot der Fotografie, nicht ausgestellt
- Ab 34 wendet sich der Natur und Landschaft zu
- 1939 spricht von absoluter Fotografie
- 44 Atelier teilweise zerstört, Bilder konnten gerettet werden
- 1971 Ausstellung "Menschen ohne Maske"
- "möchte die Dinge so sehen wie sie sind und nicht wie sie sein könnten"
- "sehen, beobachten, denken"
- Fotos sind zukunftsweisend, fortschrittlich, seiner Zeit voraus
- Fotografen wie Man Ray/Mohloy-Nagy wollen Effekte, Sander nicht
- Erich Salomom m. keine neutrale Fotografie, aus Versteck

Hauptwerk: Menschen des 20. Jh
- Idee in 25-27 im Kopf gehabt (finanz. Mittel fehlten)
- Bilderfotos in den 30. Jahren, Spiegel der Zeit, nach Themen geordnet
- Anfangs 550 Bilde, heute 619 Fotos (auch von seinem Sohn)
- Bauer, Handwerker, Frau, Stände, Künstler, Großstadt, letzten Menschen
"Der Jagdhüter" 1911-1915
- Förster mit Zigarette, typisches Bild à nicht ganz wertfrei
- Waldrand, mit Gewehr, Hund und Jagdkleidung

"Die Jungbauern" 1914

"Der Volksschullehrer" 1912


"Otto Dix Bilder"
(Wirkt eingebildet, vielleicht arrogant)

"Konrad Adenauer in einem Auto" 1926
- In Köln, mit russ. Außenminister

"Die Sekretären des WDR" 1931
- Schlankheit, Stützt sich auf den Stuhl, Zigarette à Emanzipation,
- ernster Gesichtsausdruck, Zurückhaltend, gewisse Neutralität
- ängstlich, Frisur fortschrittlich, scheu, Ansätze von Wertung

"Der Soldat" 1931
Kritiker:
- Fotos sind nichtssagend, zu neutral, zu distanziert ("sozialer Mikrokosmos")
- vergleichende Fotografie die etwas wissenschaftliches hat
- aufgesetzte pseudowissenschaftliche Neutralität
Inhalt
Alles Wichtige zu August Sander und seiner Art zu fotografieren (442 Wörter)
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19.11.2005 von unbekannt
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