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Babymassage für die Säuglingspflege

Alles zu Entwicklung

10. Februar 2005


Inhaltsverzeichnis
1 Was ist Babymassage? 3
2 Verschiedene Techniken der Babymassage 4
2.1 Basistechniken 4
2.2 Massage an Kopf und Hals 5
2.3 Massagegriffe 6
2.4 Massage nach Frédérik Leboyer 7
3 Öle und Düfte für die Massage 8
3.1 Öle 8
3.2 Düfte 8
4 Checkliste: Wann ein Baby nicht massiert werden sollte 9
5 Zusammenfassender Fachartikel 10
6 Literaturhinweise und Quellenangaben 11
6.1 Literaturhinweise 11
6.2 Quellenangaben 11
6.3 Weblinks 11

Was ist Babymassage?
"Die Babymassage ist wie Nahrung. Sie ist eine zärtliche Berührung. Sie bringt Vertrauen und Nähe zueinander und regt die Nerven der Haut an."
"Berührt, gestreichelt und massiert werden, das ist Nahrung für das Kind. Nahrung die genauso wichtig ist, wie Minerale, Vitamine und Proteine."

Fréderick Leboyer
"Seit Jahrtausenden gibt es in verschiedenen Kulturen solche tief verwurzelten Massage-Traditionen. So hat beispielsweise schon der berühmte griechische Arzt Hippokrates (geboren um 460 v.Chr.) den Nutzen der Massage für Leib und Seele erkannt und seinen "Medizinstudenten" weiterempfohlen."
Sabine Burchardt, Hebamme.

Vorteile der Babymassage
Bindung Der innige Kontakt, der während der Massage zwischen Mutter/Vater und Kind entsteht, stärkt die Bindung. Studien haben gezeigt, dass eine intensive Bindung im Babyalter positive Auswirkungen auf die gesamte Entwicklung des Kindes hat.
Entspannung Die Massage hilft nicht nur dem Baby besser zur Ruhe zu kommen, auch die Eltern berichten über eine wohltuende Entspannung.
Körperfunktionen Babymassage erleichtert Blähungen und Koliken. Viele Babys schlafen besser nach der Massage.
Allgemeine Entwicklung Babymassage fördert das Körperbewusstsein. Das Kind erfährt seine eigenen Grenzen und das sensorische Bewusstsein wird gestärkt.
Verschiedene Techniken der Babymassage

Basistechniken
Streichen: Langes verbindendes Streichen von oben nach unten und von der Mitte zur Seite. Das Streichen bzw. Ausstreichen ist ein leichtes, rasches Abstreifen, wie durch die Berührung eines Schmetterlingsflügels. Die Finger sind leicht gespreizt, damit die gesamte Hautoberfläche mit den Händen berührt werden kann. Das Streichen sollte immer auch über die Gelenke ausgeführt werden. Schütteln: Die Muskeln werden mit der ganzen Hand von oben bis unten, insbesondere die Arme und Beine ganz zart geschüttelt, so, als wären sie aus Gelatine. Die Muskeln mit den Fingern umfassen und dann mit der Hand leicht schütteln. Die Bewegungen werden rasch und sehr zart ausgeführt. Kreisen: Kleine, sehr zarte, kreisende Bewegungen mit den Fingerspitzen. Diese Bewegung sollten Sie am besten an einem eigenen geschlossenen Augenlid probieren, um zu spüren, wie zart sie sein soll. Mit einem Finger ein winziges "O" zeichnen.

Massage an Kopf und Hals
Mit gespreizten Fingern den Kopf vom Scheitel von oben nach unten ausstreichen. Mit den Händen hinter den Kopf gehen, ohne ihn zu heben, und am Hinterkopf entlang streichen. Von der Mitte der Stirn bis zu den Schläfen streichen. Mit jeweils einem Finger Kreise um die Augen beschreiben. Dabei immer oben von der Mitte beginnen und dann seitwärts nach unten und zurück. Von der Nasenwurzel zur Nasenspitze streichen.

Und:
Von der Nase über die Wangen zu den Ohren streichen. Massagegriffe
Schmetterlingsgriff: streichen sie mit beiden Händen von Babys Brustbein nach außen. Dass können sie viermal machen. Ein Schmetterling ist sehr filigran und sanft, vielleicht können Sie das mit Ihren Händen auch so rüberbringen.
Herzgriff: dazu streichen sie mit beiden Händen von Babys Brustbein, über die Brust, seitlich abwärts. Setzen sie damit soviel wie möglich Handfläche ein. Der Druck darf etwas kräftiger, wie vorher sein. Nie hektisch, bedacht mit Rhythmus. Anfangs zehnmal, und steigern bis 20-30-mal.
Andreasgriff: der geht überkreuz. Beginnen Sie mit der linken Schulter und streichen sie weiter bis zur gegenüberliegenden Hüfte. Dasselbe mit der anderen Hand und der rechten Schulter. Immer im Rhythmus bleiben.
Beinchen massieren: legen Sie die Beine in einen 90 Grad Winkel und streichen sie abwechselnd von der Leistengegend bis zu den Füßchen. Sie dürfen ruhig mit mehr Druck streichen, das soll die Durchblutung der Beine fördern.
Brenneselgriff: damit werden an Armen und Beinen, Ihre Hände gegeneinander gedreht. Als ob sie Wäsche auswringen. Lassen sie die Hände nah beieinander und schrauben sie sich langsam hoch.
Perlengriff: nehmen sie ein Füßchen in die Hand und massieren sie mit den Daumen (einem oder beide), die Füße, wie mit aneinander gereihte Perlen. Vergessen sie zum Schluss die Zehen nicht. Dasselbe können sie auch an den Händen machen.
Massage nach Frédérik Leboyer
Die "Indische Babymassage" wurde von Frédérik Leboyer, dem Begründer der "sanften Geburt", aufgegriffen und weitergegeben. Bei dieser Massageform werden einzelne Körperteile in einer bestimmten Reihenfolge massiert. Man beginnt mit der Brust inklusive dem Schulterbereich, massiert dann Arme, Hände, Bauch, Beine und Füße, Rücken und schließlich das Gesicht. Die Massage endet mit Yogaübungen, die wie Gymnastik aussehen. Durch ein anschließendes Entspannungsbad können Sie das Wohlbefinden und die Gelöstheit noch vertiefen.
Brust Massieren Sie vom Brustbein weg nach beiden Seiten entlang der Rippen.
Kehren Sie zur Brustmitte zurück und beginnen Sie von neuem.
Dann streichen Sie mit beiden Händen abwechselnd von der Hüfte zur gegenüberliegenden Schulter... Bauch Massieren Sie von der Mitte der Brust zum Schambein abwechselnd mit beiden Händen.
Dann massieren Sie den Bauch in einer halbkreisförmigen Bewegung im Uhrzeigersinn von rechts nach links.
Dann nochmals von der Brustmitte zum Schambein Arme Massieren Sie mit beiden Händen abwechselnd von der Schulter zum Handgelenk, wobei die jeweils "untätige Hand" Babys Handgelenk umfasst.
Dann wechseln sich beide Hände in der Bewegung von der Schulter zum Handgelenk ab.
Massieren Sie dann Handgelenk und Handrücken kreisend mit Daumen und Zeigefinger und die Handinnenfläche mit den Daumen auf Babys Finger zu. Beine Wie die Armmassage von der Hüfte zum Sprunggelenk usw. Rücken Massieren Sie mit beiden Händen parallel den Rücken von der Schulter zum Popo und zurück.
Dann mit einer Hand die Wirbelsäule entlang. Schließlich verlängern Sie diese Bewegung die Beine entlang bis zu den Fußsohlen. Abschluss Zur Entspannung abwechselnd Babys Arme über der Brust kreuzen und übereinander legen, dann Hand und gegenüberliegenden Fuß kreuzen und zur Schulter bzw. zum Oberschenkel führen, schließlich die Beine über dem Unterleib überkreuzen. Öle und Düfte für die Massage
Öle
Mandelöl: ist ein besonders pflegendes Öl
Jojobaöl: hat einen sehr hohen Nährstoffgehalt und macht die Haut besonders weich.
Johanniskrautöl: wird sehr oft auch bei Verbrennungen und Wunden hergenommen und ist durch die rote Farbe ein *wärmendes* Öl - fördert aber auch die Lichtempfindlichkeit.
Olivenöl: ist geeignet bei Muskel- und Gelenkproblemen, erhält den Hauttonus.
Kokosfett: ist ein sehr beliebtes Öl in Indien. Muss aber erwärmt werden, weil es sonst fest wird. Es ist ein sehr feuchtigkeitsspendendes Öl.
Weizenkeimöl: für trockene Hut geeignet. Enthält sehr viel Vitamin E.
Düfte
Mandarine - entspannend, appetitanregend, ein sehr leichtes Öl.
Vanille - Besänftigend und ausgleichend
Honig - beruhigt und entspannt
Rose - harmonisiert Geist und Seele
Lavendel - beruhigt und gleicht aus
Checkliste: Wann ein Baby nicht massiert werden sollte
wenn das Baby bei Beginn der Massage anfängt zu schreien, quengelig oder unzufrieden wirkt
wenn das Baby hungrig ist oder gerade gegessen hat
bei vorliegenden Erkrankungen nicht ohne Abklärung mit dem Kinderarzt
wenn entzündliche Hauterkrankungen vorliegen, auch nicht bei Masern, Röteln oder Scharlach
bei Fieber
bei starkem Durchfall
wenn Sie selbst gestresst, hektisch oder schlecht gelaunt sind
Zusammenfassender Fachartikel
Streicheleinheiten für Neugeborene - Babymassage (von Edith Dietrich)
Egal ob Hund, Wal oder Tiger - alle Säugetiere tun es: Sie reiben an ihrem Neugeborenen. Das dient der Reinigung, stimuliert aber vor allem die Hautoberfläche. Man könnte auch sagen: Der Nachwuchs wird massiert. Der Grund: Das Baby kommt aus der Schwerelosigkeit des Mutterleibs und kann nur seinen Kopf und Schmerzen fühlen. Den eigenen Körper wahrzunehmen bedarf es einiger Übung, und Mama kann dabei helfen.
Babymassage ist eine alte Tradition
Babymassage ist auch seit jeher in vielen Kulturen (vor allem in Indien) verbreitet. In der westlichen Welt war sie lange in Vergessenheit geraten. Der Arzt Frédérick Leboyer, der einige Jahre in Indien lebte, brachte die alte Tradition in den 80er Jahren wieder nach Europa, und seither erfreut sie sich großer Beliebtheit.

Babymassage ist gesund
Mittlerweile hat auch die Fachwelt den Nutzen dieser Technik erkannt. Neue Forschungsergebnisse bei Frühgeborenen zeigen zum Beispiel: Bei regelmäßiger fachkundiger Massage entwickeln sich die Kinder besser und sind gesundheitlich stabiler als Frühgeborene ohne persönlichen Kontakt. Wenn Frühchen dreimal täglich massiert werden, nehmen sie anderthalb mal so schnell an Gewicht zu und können sechs Tage früher aus der Klinik entlassen werden als Kinder, deren Haut nicht stimuliert wurde.
Die Massage kann auch als "Kommunikationsmittel" die Bindung zwischen Eltern und Kind unterstützen. Das Baby lernt daneben, sich zu entspannen und besser einzuschlafen. Manchmal kann es auch zu einer Verringerung von Koliksymptomen und Verdauungsproblemen kommen. Generell sollten Eltern jedoch keinen Heilanspruch anstreben, sondern das Miteinander in den Vordergrund stellen.

Babymassage ist einfach
Babymassage unterscheidet sich grundsätzlich von medizinischer Massage, da alle Bewegungen sanft ausgeführt werden. Die zärtliche Berührung steht im Vordergrund.
Literaturhinweise und Quellenangaben
Literaturhinweise
Frédérick Leboyer: Sanfte Hände; ISBN 3-46634-4115
Christina Voormann, Govin Dandekar: Babymassage; ISBN 3-77422-3300
Ute Zacher-Laves: Liebe hautnah erleben: Ein Begleitbuch für die Babymassage; ISBN 3-00007-6042
Nasma Scheibler-Shresta, Ruth Lehmann: Babymassage. Die Sprache der sanften Berührung in der Newar-Tradition: ISBN 3-42336-1913
Quellenangaben
http://www.dgbm.de/ (Deutsche Gesellschaft für Baby- und Kindermassage)
http://www.mamis-in-not.de/htm/bmassage.htm
http://www.babynet.at/hurra/docus/massage.htm
http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Gesundheit/s_643.html
http://www.geo.de/GEO/medizin_psychologie/gesundheit/2004_05_GEO_babymassage/html_popup_6.html?linkref=geode_artikel_html&SDSID=62953800000011107945250
Weblinks
Hobbythek - Babymassage, Hautkontakt und Entspannung pur (http://www.hobbythek.de/dyn/8177.phtml)
geo.de - Berührungen, die stark machen (http://www.geo.de/GEO/medizin_psychologie/gesundheit/2004_05_GEO_babymassage/?)
Deutsche Gesellschaft für Babymassage (http://www.dgbm.de/)
Säuglingspflege - Babymassage
Katharina Brüggemann BMO 1 Seite 10
Katharina Brüggemann BMO 1
Inhalt
Pädagogik Hausarbeit zum Thema "Babymassage"

- Was ist Babymassage
- Verschiedene Techniken der Babymassage
- Öle und Düfte für die Massage
- Checkliste: Wann ein Baby nicht massiert wereden sollte
- Zusammenfassender Fachartikel
- Literaturhinweise und Quellenangeben (1509 Wörter)
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15.03.2005 von unbekannt
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